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Pfälzisches Wörterbuch 
 
heraus-schinden bis heraus-schreiben (Bd. 3, Sp. 836 bis 837)
 
heraus-schinden, st.
heraus-schlagen, st.
heraus-schleichen, st.
heraus-schleifen
heraus-schleifen
heraus-schleppen, schw.
heraus-schlupfen, schw.
heraus-schmeißen, st.
heraus-schneiden, st.
heraus-schöpfen, schw.
heraus-schreiben, st.
heraus-schröpfen, schw.
heraus-schubsen, schw.
heraus-schucken, schw.
heraus-schütteln, schw.
heraus-schütten, schw.,  st.
heraus-schwappeln, schw.
heraus-schwitzen, schw.
heraus-sehen, st.
heraus-sein, st.
heraus-setzen, schw.
heraus-sieben, schw.
heraus-spielen, schw.
heraus-spießen, schw.
heraus-spitzen, schw.
heraus-springen, st.
heraus-spritzen, schw.
heraus-staffieren, schw.
heraus-stechen, st.
heraus-stecken, schw.
heraus-stehen, st.
heraus-steigen, st.
heraus-stellen, schw.
heraus-stiefeln, schw.
heraus-stinken, st.
heraus-stoßen, st.
heraus-strählen, schw.
heraus-strampeln, schw.
heraus-strecken, schw.
heraus-streichen, st.
heraus-stürmen, schw.
heraus-stürzen, schw.
heraus-suchen, schw.
heraus-suckeln, schw.
heraus-zuckeln, schw.
heraus-suttchern, schw.
heraus-tanzen, schw.
heraus-täpeln, schw.
heraus-tappen, schw.
heraus-tragen, st.
heraus-träppeln, schw.
heraus-treiben, st.
heraus-treten, st.
heraus-trommeln, schw.
heraus-tun, st.
heraus-wachsen, st.
heraus-wärgeln, schw.
heraus-wäschen, st.
heraus-watscheln, schw.
heraus-werfen, st.
heraus-wichsen, schw.
heraus-wickeln, schw.
heraus-wiegen, st.
heraus-winken, st.
heraus-wirtschaften, schw.
heraus-witschen, schw.
heraus-wollen, schw.
heraus-wuhlen, schw.
heraus-wurgsen, schw.
heraus-zackern, schw.
heraus-zahlen, schw.
heraus-zerren, schw.
heraus-ziehen, st.
heraus-zupfen, schw.
heraus-zwicken, schw.
herb, Adj.
her-bei, Adv.
herbei-blicken, schw.
herbei-holen, schw.
herbei-klingeln, schw.
herbei-kommen, st.
herbei-korzen, schw.
herbei-lockern, schw.
herbei-machen, schw.
herbei-rücken, schw.
herbei-rufen, st.
herbei-schaffen, schw.
herbei-schleifen, schw.
herbei-schleppen, schw.
herbei-tragen, st.
herbei-wünschen, schw.
herbei-zerren, schw.
herbei-ziehen, st.
Herberge, f.
herbergen, schw.
Herbergs-mutter, f.
Herbergs-vater, m.
her-beten, schw.
her-blättern, schw.
her-blinzeln, schw.
   heraus-schinden st.: 'auf listige Weise gewinnen', (e)rausschinne [vereinzelt]; vgl. PfWB herauslausen, PfWB -locken 2, PfWB -säckeln, PfWB -schröpfen. Er is immer dort, wo er's Middagesse er. kann [ KU-Bedb]. Südhess. III 294. — -schlagen st.:
1. trans.
a. 'ausklopfen'; de Staab (Staub) aus de Klääder rausschlage [ SP-Schiffstdt]; vgl. PfWB herausmachen 1. RA.: Dem muß ich mol Feier aus de Aage rausschlage 'verhauen' [FR-Merth, verbr. Gal]; de Schneider erausschlaae, dass. [ RO-Münchw]. SprW.: Ee Deiwel schlaat mer raus un zehne nin [verbr. Don Gal Buch Rußl]. —
b. 'Gewinn erzielen', vgl. PfWB herauswirtschaften. Do kann mer was erausschlaa [ KL-Lind]. —
c. 'den der Herrschaft zustehenden Anteil am Vermögen eines Verstorbenen ermitteln', vgl. beurteilen. a. 1508: wann ... ein man dergestalt versturbe, so solle mann der frouwen ir gut herußschlann vnnd drey huffenn daruß machen, vnnd dann nimpt mein frouw (die Äbtissin) zwey theille vnnd die arme frouw (die Witwe) das drietheill [PfWeist. II 628 (IB-Gersh)]. —
2. intrans. 'nach außen dringen', in der RA.: Ich gebb dir ääni, daß dir 's Feier zu de Aache rausschlaat [ FR-Tiefth]. — Südhess. III 294; Rhein. III 529 Z. 14; ElsWB Els. II 458; Bad. II 627. — -schleichen st.: wie schd., -schleiche [vereinzelt]; vgl. PfWB hinausschleichen. Do kummt er rausg'schliche [ LU-Alsh]. Rhein. VII 1209 Z. 33. — -schleifen schw.: 'schleifend herausbefördern', -schlääfe, -schleefe, -schlaafe, s. PfWB schleifen [mancherorts]; vgl. PfWB hinausschleifen 1. Er dut de Mischt (aus dem Stall) er. [ KL-Matzb]. Südhess. III 294; Rhein. VII 1290 Z. 32; Bad. II 627. — -schleifen st.: '(Scharten) durch Schleifen beseitigen', -schleife [vereinzelt]; vgl. PfWB ausschleifen. Die Scharde werren rausg'schleffe [ PS-Erfw]. — -schleppen schw.: wie schd., -schleppe [vereinzelt]. Sie hän alles aus'm Haus erausgeschleppt [ BZ-Dernb]; vgl. PfWB hinausschleppen. Südhess. III 294. — -schlupfen schw.: 'herausschlüpfen', -schluppe [verbr.], -schlupfe [ GH-Leimh]; vgl. PfWB ausschlüpfen. Schlupp aus de Hosse raus! [ LU-Alsh]. Heit schluppen die Hinkelcher raus

[Bd. 3, Sp. 837]
(aus den Eiern) [ LA-Essing, mancherorts]. Alleweil schluppt se widder raus, von der Sonne [ LA-Freimh Roschb SP-Harths LU-Alsh]. Südhess. III 294/95; ElsWB Els. II 470; Bad. II 62. — -schmeißen st.:
1. etwas h., -schmeiße [mancherorts]; vgl. hinausschmeißen 1. Ausdruck beim Kegelspiel [ NW-Frankeck]. WR.: Wann en Maulwurf Grund rausschmeißt, gebt's Rege [Fogel Beliefs Penns Nr. 1144]. —
2. einen h. [verbr.]. Einen KR. s. PfWB Euter. — Südhess. III 295; Rhein. III 527 Z. 59; Bad. II 627. — -schneiden st.:
1. 'durch Schneiden entfernen', -schneide, -schneire, s. PfWB schneiden [verbr.]; vgl. PfWB ausschneiden. An dem Appel muscht 's Faule er. [verbr.]. Dort kammer noch e paar Zwacke er., daß dr Baam net so verdumbe es [PfId. 179]. —
2. im Part. Perf. Der Bub is seim Vadder aus'm G'sicht rausg'schnitte [ NW-Haßl Spey]. — Südhess. III 295; Rhein. VII 1588 Z. 53; Bad. II 627. — -schöpfen schw.: wie schd., -scheppe [verbr.]; vgl. PfWB ausschöpfen. Du kannscht schun die Supp er. [verbr.]; vgl. PfWB herausnehmen 1. Aufforderung, sich bei Tisch zu bedienen: Schepp der raus! [ KL-Nanzdzw]. RA.: Er hot sich zuviel rausg'scheppt 'er hat sich bei dem Geschäft übernommen' [ LU-Friesh Maud LA-Nd'hochstdt KU-Haschb/R]. SprW.: Mer soll sich net mehr r., wie mer esse kann [ LU-Friesh]. Südhess. III 295; RhWB Rhein. VII 1046/47; ElsWB Els. II 424; Bad. II 627. — -schreiben st.: wie schd., -schreiwe [verbr.]. Ich muß noch Rechnunge r. [ RO-Obd]. Das do han ich mer aus de Zeidung erausgeschreeb [ WD-Niedkch]. Südhess. III 295. —