| Pfälzisches Wörterbuch | ![]() | ||
heraus-essen bis heraus-fingern (Bd. 3, Sp. 821 bis 822) | |||
heraus-essen, st. heraus-fahren, st. heraus-fallen, st. heraus-fangen, st. heraus-fassen, schw. heraus-faukeln, schw. heraus-faulen, schw. heraus-feimen, schw. heraus-femeln, schw. heraus-finden, st. heraus-fingern, schw. heraus-fischen, schw. heraus-fitzen, schw. heraus-flicken, schw. heraus-fliegen, st. heraus-fordern, schw. heraus-fressen, st., schw. heraus-führen, schw. heraus-funkeln, schw. heraus-füttern, schw. heraus-gabeln, schw. heraus-galoppieren, schw. heraus-geben, st. heraus-gehen, st. heraus-gehurgeln, schw. heraus-graben, schw. heraus-greifen, st. heraus-greinen, schw. heraus-grübeln, schw. heraus-gruppen, schw. heraus-gückeln, schw. heraus-gucken, schw. heraus-haben, schw. heraus-hacken, schw. heraus-hakeln, schw. heraus-halten, st. heraus-hängen, st., schw. heraus-henken, st., schw. heraus-haspeln, schw. heraus-hauen, st. heraus-heben, st. heraus-henken heraus-hexen, schw. heraus-holen, schw. heraus-huppsen, schw. heraus-karten, schw. heraus-kegeln, schw. heraus-kläppern, schw. heraus-klauben, schw. heraus-klingeln, schw. heraus-klopfen, schw. heraus-knallen, schw. heraus-knobeln, schw. heraus-knöcheln, schw. heraus-kobern, schw. heraus-kommen, st. heraus-können, schw. heraus-kotzen, schw. heraus-krabbeln, schw. heraus-kratzen, schw. heraus-kreischen, st. heraus-kriechen, st. heraus-kriegen, schw. heraus-kugeln, schw. heraus-kurgeln heraus-lachen, schw. heraus-laden, st. heraus-langen, schw. heraus-lassen, st. heraus-laufen, st. heraus-lausen, schw. heraus-legen, schw. heraus-leiern, schw. heraus-leitseln, schw. heraus-lesen, st. heraus-leugeln, schw. heraus-locken, schw. heraus-lockern, schw. heraus-luchsen, schw. heraus-lugen, schw. heraus-lügen, st. heraus-machen, schw., st. heraus-modeln, schw. heraus-müssen, schw. heraus-mustern, schw. heraus-nagen, schw. heraus-nehmen, st. heraus-pänzen, schw. heraus-patscheln, schw. heraus-patschen, schw. heraus-pfetzen, schw. heraus-pflücken, schw. heraus-picken, schw. heraus-picksen, schw. heraus-platschen, schw. heraus-platzen, schw. heraus-plaudern, schw. heraus-pumpen, schw. heraus-putzen, schw. heraus-quäckeln, schw. | 1. 'von drinnen nach draußen [Bd. 3, Sp. 822] fahren', (e)rausfahre [verbr.]; de Waa r. (aus der Scheune) [ KB-Bischh]. RA.: Mer kann net aus seiner Haut e. [ WD-Niedkch]. Do kennt mer grad aus der Haut r. [verbr. Gal]. — 2. a. 'plötzlich hervorkommen', vgl. PfWB ausfahren 3. RA.: Ich schlach d'r ins G'sicht, daß d'r 's Feier rausfahrt [GH-Westh, verbr.]. Ich schlaan der ufs Kapital 'auf den Kopf', daß der die Zinse an de Absätz erausfahre [ RO-Odh]. Ich han Koppweh, daß m'r schier 's Feier zu de Aage rausfährt [ ZW-Battw]. 's Feier fährt'm zum Gesicht eraus, von roten gesunden Wangen [ KU-Obw/Tiefb]. Dem Zornigen fahrt 's Feier zu de Aa eraus [ RO-Alsbr]. Im Bastlösereim: Schlag mer in die Weire, daß der Saft rausfahrt [Wilde 258]. — b. 'entfahren'. 's Wort is mer so erausgefahr [ KU-Schmittw/O]; vgl. PfWB herausplatzen. — Südhess. III 277; Rhein. II 242 Z. 20; Bad. II 624. — -fallen st. : wie schd., -falle [verbr.]; vgl. PfWB herausgehen 1 a, PfWB ausfallen I 1. Wie er sich gebickt hot, esch'm de Geldbeidel erausg'falle [ BZ-Dernb]. Die Plumb (Zahnplombe) isch m'r rausg'falle [ LA-Gommh]. RA.: 's Owendesse isch'm aus'm G'sicht rausg'falle 'Er hat sich erbrochen' [Land]. Un wann de mich uf de Kopp stellscht, fallt ken Penning mehr raus [ BZ-Billh]. Volksgl.: Wann em en Zahn rausfallt, schmeißt mer'n in en Maisloch un sagt: Maisel, Maisel, ich gebb der 'n alter Zahn, gebb mer 'n neier defor! [Fogel Beliefs Penns Nr. 1673]. Südhess. III 277; Rhein. II 264 Z. 52; Bad. II 624. — -fangen st. : 'fangend herausholen', -fange [verbr.]; vgl. PfWB ausfangen. Heit werren die greeschde Fisch rausg'fange [ GH-Nd'lustdt]. Südhess. III 277. — -fassen schw. : = PfWB herausnehmen 1; 's Fuder rausfasse (aus dem Futtertrog, in dem es zerstoßen wurde) [ LA-Gommh]. Südhess. III 277. — -faukeln schw. : sich aus einer mißlichen Lage h. 'sich befreien', sich rausfaukele [ RO-Messbhf]; vgl. PfWB herausschaffen 1 a, PfWB faukeln. — -faulen schw. : = PfWB herauseitern. Er hot de Zahn rausfaule losse [Rockhs]. — -feimen schw. : 'mit dem Schaumlöffel herausholen'; die Riwwele aus der Supp rausfeeme [ Gal-Dornf]; vgl. PfWB abfeimen 1, PfWB herausnehmen 1. Südhess. III 277; Bad. II 624. — -femeln schw. : 'Minderwertiges aussondern', vgl. PfWB femeln 2 b. Die markierten Bäume werren rausgefemelt [ ZW-Battw]. Südhess. III 277. — -finden st. : 1. a. 'unter mehreren Dingen das gesuchte finden', -finne, -finde, s. PfWB finden [verbr.]; de richdiche Schlissel r. [ NW-Kallstdt]; vgl. PfWB herauslesen, PfWB -raffen. — b. 'ausfindig machen' [verbr.]; vgl. PfWB herausbringen 3 b α. Das han ich erausfunn [KU (Potzberg)]. (An alle Bäam werd es Obs versucht), um eraussefenne, es well die bescht Sort es [PfId. 180]. — 2. 'den Weg finden'. Ich han aus'm Wald net rausfinne kenne [ KL-Hoheck]. — Südhess. III 277; Bad. II 624. — -fingern schw.: 1. 'mit zwei Fingern herausholen', [Bd. 3, Sp. 823] rausfingere [mancherorts]; vgl. PfWB herausnehmen 1. — 2. 'in Erfahrung bringen', vgl. PfWB herausbringen 3 b α. Des hot er schun widder erausgefingert [ FR-Tiefth KU-Schmittw/O]. — Südhess. III 278; Rhein. II 474 Z. 37. —
| ||
| © 2002—2010 by Kompetenzzentrum für elektronische Erschließungs- und Publikationsverfahren in den Geisteswissenschaften an der Universität Trier Home | Impressum | Kontakt | ![]() | ||