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hell bis hellen (Bd. 3, Sp. 799 bis 801) | |||
hell, Adj. Hell Hella, f. hell-blau, Adj. hell-braun, Adj. hellchen, Adj. Helle, f. Helle-barde, f. Helle-böbchen, n. Helle-macher, m. hellen, schw. Heller, m. Heller-geld, n. Heller-gülte, f. Hellerich Hellerling hell-erschallen, Adv. Heller-zins, m. Helles hell-fahl, Adj. Hell-fuchs, m. hell-gelb, Adj. Hell-graben hell-grau, Adj. hell-grün, Adj. hell-härig, Adj. hell-häutig, Adj. hell-hörig, Adj. hellig, Adj. hellig, Adj. Helligkeit, f. Helling, f. Hellings, f. hell-köpfig, Adj. hell-licht(ig), Adj. hellichtiger-glocken, Adj. hell-wach, Adj. Helm, m. Helm, m., n. Helmling Hel-schuh Helters-berg, ON Helters-bühl, m. Hem-bach Hembach-wind, m. Hem-beere hem-bemb Hembes Hemd, n. Hemd-ärmel hemd-ärmelig Hemd-arsch, m. Hemd(en)-biber, m. Hemd(en)-breisel, n. Hemd(en)-brust Hemd(en)-bürzel, m. Hemd(en)-fitz, m. Hemd(en)-galgen Hemd(en)-knopf Hemd(en)-kragen, m. Hemdenkragen-knöpfel, n. Hemd(en)-matz, m. Hemd(en)-sturz, m. Hemd(en)-zipfel, m. Hemder-bluse, f. Hemder-börtchen, n. Hemder-brust, f. Hemder-busem, m. Hemder-galgen, m. Hemder-knopf, m. Hemder-kragen Hemder-sach, n. Hemder-schlitz, m. Hemder-zipfel Hemd-hose, f. hemdicht, Adj. hemdig, Adj. Hemd(s)-ärmel, m. hemd(s)-ärmelig, Adj. Hemd-schemisettchen, n. Hemd-schisser, m. Hemelmaus Hemfel hem-gedreht hemmen, schw. hemmen Hemm-schuh, m. Hemsche Hemsch-graben Hemse, f. Hems-höfer, m. Hendsche, m. Heneral Hengs-berg, ON Hengst, m. Hengst, m. Hengst2 Hengst-bach, ON Hengst(en)-fohlen, n. Hengst(en)-füllen, n. | 1. a. 'reich an Licht, leuchtend', hell (hęl) [weithin herrschend], hall [ RO-Rehborn PS-Bruchw Nothw]. Steigerungsformen: heller, am hellschde [allg.]. Zs.: PfWB tag-, PfWB glocken-, PfWB licht-, PfWB mond-, PfWB sonnen-, PfWB stern(en)-, PfWB wetterhell; vgl. PfWB heiter, PfWB klar. Sie hän e h. Kich [ NW-Frankeck]. Drauß is's schun h. [PS-Schmalbg, verbr.]. De Wald werd h. 'lichtet sich' [ KL-Trippstdt]. Die Scheier is h. [ FR-Bockh]. D' Sunn scheint h. [LU-Alsh, verbr.]. De Vollmond macht die Nacht h. [ GH-Vollmw]. 's is e helli Mondnacht [RO-Sippf]. Du stehscht m'r im Helle [RO-Dielkch, verbr.]. 's war zwische hell un [Bd. 3, Sp. 800] dunkel 'in der Dämmerung' [ KB-Mauchh Kriegsf]. RA.: Geh mer aus'm Helle, dein Vadder war kään Glaser! [ NW-Ellstdt]. Scherzfr.: Was is das Hellscht in de Kerch? — De alde Weiwer ihr Nasetröppel [Sunndag 14.9.1958]. Was is heller wie Glas? — 's Treppche unner deiner Nas [ Gal-Neuchrusno]. Neijohr h. un klar, gibt's e gudes Weinjohr [ LA-Altd]; Var. s. PfWB Ägid 1, PfWB Flachsjahr, PfWB Januar, PfWB Lichtmeß. — b. von hellen Farbtönen; e helles Klääd [KL-Reuschb, verbr.]; helle Hoor [ ZW-Bechhf]; helli Haut [NW-Wachh, verbr.]; e hell Bier (auch: e Helles) trinke [ LU-Oggh, allg.]. Die Trauwe werre h. 'reifen' [LA-Rhodt, verbr.]. De Duwak werd schun h., dass. [GH-Kuhdt, verbr.]. Es macht sich h. 'Es heitert auf' [ ZW-Hornb]. 's Gewelk macht sich h. 'Die Wolken verziehen sich' [ LU-Alsh]. RA.: Bei dem werd's aa schun h., von starkem Haarausfall [ PS-Rodalb]. — c. von hohen Lauten; e helli Stimm [verbr.]. Des brennt in heller Stimm, vom Ofenfeuer [Kaislt]. Durch Klopfen mit dem Finger prüft man, ob der Eisentopf keinen Sprung hat, ob die Sense aus gutem Stahl gemacht ist: Es muß h. klingle [ PS-Erfw]. — 2. a. 'rein, klar'. Die Luft isch h. [ SP-Heiligst]. Heit isch h. Wedder [ LA-Freimh]. De Himmel is heit schään h. [ KL-Stelzbg]. Es reent beim helle Himmel [ KU-Hefw]. Des Wasser esch sou h. wie die Sunn, mer kann bis uf de Boddem sehne [ LA-Nd'hochstdt]. De Wein werd h., nach dem Gärungsprozeß [BZ-Heuchh, verbr.]. Was des Kind helle Äächlich (Äuglein) hot! [LA-Herxh, verbr.]. RA.: Alleweil werd's m'r h. 'Jetzt fällt es mir ein' [ PS-Schönau]. Er guckt so h. wie e Krott [Land]. SprW.: Wasserschnell 'Wassersuppe mit gebrannten Zwiebeln' macht die Aue h. [Don-Alexanderhs, Gal-Landtreu Obersd Rußl-Worms]. — b. 'intelligent, klug'. Das Bibche is h. [ KU-Schmittw/O]. Er hat e heller Kopp [ZW-Marthh, verbr.]. Er hat e h. Gesicht [ KU-Wolfst]. Er is h. im Kopp [ZW-Gr'bundb, verbr.]. Pälzer Leit sin h. im Kopp [Münch Weltgesch. 30]. Er es h. uf de Platt, dass. [ KL-Hirschhn, mancherorts]. Er is net h. im Kopp 'dumm', auch 'verrückt' [KU-A'glan, verbr.]. Des isch e ganz Heller, von einem Schlauen [SP-Schiffstdt, verbr.]. RA.: Du bischt so h. wie drei Schoppe Teer [ KU-Lauteck]. Er is net h. 'verrückt' [Schandein Sprachsch.]. — 3. Verstärkung ausdrückend. a. am helle Daach schlooft er [LA-Birkw, verbr.]. Du träämscht am helle Daach [Feierowend Nr. 31/1965, S. 5]. Am helle Middag leit er noch im Bett [RO-Steinb, verbr.]. Am helle Daa hat 's Licht gebrennt [ PS-Erfw]. Der setzt sich am helle Middag ins Wertshaus [ KL-Matzb]. RA.: Heit am helle Sunndag will ich net fluche, awwer morje soll dich e Gewinnerdunnerkeil sammeschlaae [ KU-Reiffb]. a. 1737: Von jedem morgen weingarthen ... vier maß wein, wie [Bd. 3, Sp. 801] solcher von der kelter kombt, in heller eich 'im richtigen Maß', vgl. PfWB Eiche2 2 [PfWeist. II 584 (NW-Geinsh)]. — b. 'ganz und gar'. Das is e helli, wahri Schann [Kaislt]. Herrjee, war des e helli Frääd [Keiler 8]. Ich schlaa d'r ins Fress, daß de h. die Kränk kriescht [ RO-Alsbr]. — Südhess. III 254/55; RhWB Rhein. III 490; LothWB Lothr. 237; ElsWB Els. I 319; Bad. II 612/13. 1. sich h. 'hell werden', vom Wein, vgl. PfWB hell 2 a. De Wein hot sich schän gehellt [ KB-Zell]. De Wei hellt sich [ NW-Kallstdt]. — 2. s. PfWB aufhellen. — RhWB Rhein. III 495.
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