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Pfälzisches Wörterbuch 
 
Heil-tee bis Heimat-schein (Bd. 3, Sp. 771 bis 772)
 
Heil-tee, m.
Heil-wurz, f.
heim, Adv.
heimen, Adv.
Heim, n.
heim-antworten, schw.
Heimat, f.
Heimat-dorf, n.
Heimat-land, n.
Heimat-liebe, f.
Heimat-lied, n.
Heimat-schein, m.
Heimat-schuß, m.
Heim-bach
heim-bampeln, schw.
heim-begleiten, schw.
Heim-berger
heim-bezahlen, schw.
heim-blasen, st.
heim-bringen, st.,  schw.
heim-bündeln, schw.
Heim-bürger, m.
Heimchen, n.
Heimel(chen), n.
Heimerle, n.
Heimches, n.
heim-dampfen, schw.
heim-duckeln, schw.
Heimel(chen)
Heimeldinger, Pl.
heimelig, Adj.
Heimeligkeit, f.
Heimel-maus, f.
heimeln, schw.
Heimel-schütz, m.
Heime-maus, f.
heimen
Heimen-apfel, m.
Heimer-, m.
Heimen-kehr, f.
Heimerchen, n.
Heimer-katze, f.
Heimerle
Heimer-maus, f.
heimern, schw.
Heimer-weh, n.
heimerzen, schw.
Heime(s)-kommens, n.
Heimets-apfelbaum, m.
heim-fahren, st.
Heim-fahrt, f.
heim-fallen, st.
heim-führen, schw.
Heim-gang, m.
heim-gebacken, Adj.
heim-geben, st.
heim-gehen, st.
heimen-, st.
heim-geigen, schw.
heim-gemacht, Adj.
Heim-gereite, f.
heim-gesponnen, Adj.
heim-gnappen, schw.
heim-gratteln, schw.
heim-gucken, schw.
heim-heischen, schw.
heim-hickeln, schw.
heim-holen, schw.
heimig, Adj.
heimisch, Adj.
heim-kommen, st.
Heim-kommens
heim-krabbeln, schw.
heim-lassen, st.,  schw.
heim-laufen, st.
heim-leuchten, schw.
heimlich, Adj.
heimlicher-weise, Adv.
Heimlichkeit, f.
heim-machen, schw.,  st.
Heim-mäus'chen, n.
Heim-mäuslein, n.
Heim-meier, m.
heim-pilgern, schw.
heim-purzeln, schw.
Heim-reise, f.
heim-reisen, schw.
Heim-reite, f.
heim-rennen, schw.
Heim-rotte, f.
heim-rufen, schw.
Heims, f.
heims
heim-schaffen, schw.
heim-schicken, schw.
heim-schlagen, st.
heim-schläppeln, schw.
heim-schleichen, st.
heim-schleifen, schw.
heim-schleppen, schw.
  Heil-tee m.: 'Heilkräutertee', Heiltee [vereinzelt]. — -wurz f.: 'Weißwurz (Polygonatum offic. u. multifl.)', -wurz [Wilde 270]; vgl. PfWB Rahmwurzel. Marzell 204.
 
  
heim, heimenAdv.: 'nach Hause', hääm(e) (hm, seltener hmə), hemm (hęm), heem(e) (hēm, seltener hēmə), häim, haam (hām, hm), hoom [zur Verbr. s. K. 192]. Auslandpfälzer: Lambert Penns 79 heem; Wood Schärf. Penns 233 he:m; Don-Werb Schowe heem; Don-Jarek hoom; Don-Stanischitz haam; Gal heem, hemm, haam, hoom, houm. Vgl. auch daheim u. die Zs. PfWB heimfahren, PfWB -gehen, PfWB -kommen, PfWB -tragen. Unser Maad is häim 'Unsere Magd ist heimgegangen' [ KU-Hohöll, allg.]. Nix wie heem! [verbr.]. Zuruf an Leute, die aus dem Feld heimkehren: Wenner (Wollt ihr) aa hääm? [ GH-Kand Kuhdt Schwegh BZ-Queichhmb]. Sie hot laafe misse vun Weiserem bis heem [Hartmann Unkel 60]. Südhess. III 227; RhWB Rhein. III 443 ff.; LothWB Lothr. 226 häm; ElsWB Els. I 336; Bad. II 602.
 
 
Heim n.:
1. wie schd. Er wohnt im eigene Heim [vereinzelt]. Ich hab drei Kinner vun Heem 'außer Hauses' un noch zwee deheem [Beam Penns 51]. —
2. als Grundw. in vielen ON, jedoch abgeschwächt zu -m und -əm, auch zu in Beinders-, Geins-, Herx-, Knittels-, Laumers-, Mechters-, Rülz-, Schwan-, Westheim, sowie zu -um in Einselthum, Assen-, Bocken-, Edig-, Herbitz-, Immes-, Obrig-, Odern-, Ommers-, Ormes-, Quirn-, Wolfersheim. — Südhess. III 226/27; RhWB Rhein. III 449; ElsWB Els. I 336; Bad. II 602.
 
 
heim-antworten schw.: 'übergeben', vgl. PfWB antworten 2. a. 1608: vndt sol derselb becker

[Bd. 3, Sp. 772]
den armen lutten ihr brott heimantwortten, das ihn kein schadt darzu geschehe [PfWeist. II 772 (FR-Gr'karlb)].
 
 
Heimat f.: wie schd., Häämet (hməd), Heemet (-ē-), Haamet (-ā-, --), Häimet (-ęi-) [verbr. wie PfWB heim]; e Stunner drei vun meiner Hämet [Kühn Schnitze I 124]. Die H. is aach im Unglick schään [Krieger 56]. Wammer kee Heemet hot, hot mer kee Recht [ Gal-Dornf]. Mer hun in Deitschland e neii Hoomet gefunn [ Gal-Josbg, unter Galiziendeutschen nach 1945 gebräuchlich]. a. 1578: als der Keller nit anheimbß 'am jetzigen Wohnort', sondern In seinem haimet 'Geburtsort' gewesen [WerschwSchR, Bl. 99]. Südhess. III 227; RhWB Rhein. III 453; LothWB Lothr. 226 Hämet; Bad. II 602/03.
 
 
Heimat-dorf n.: wie schd. Ganz do iwwe so neingeguschelt (licht) dein Heimatdörfel [Hartmann Unkel 62]. — -land n.: wie schd., Heimatland [verbr.]; vgl. PfWB Vaterland. Die Palz is unser Hämetland [BZ-Annw, verbr.]. Bad. II 603. — -liebe f.: wie schd., Heimatlieb [ LU-Opp]; vgl. PfWB Vaterlandsliebe. — -lied n.: wie schd., Heimatlied [verbr.]. »O Pfälzerland, wie schön bist du«, so hääßt's in unserm H. [Neustdt]. — -schein m.: 'Bescheinigung des Heimatrechts', Heimatschein [vereinzelt]. RA.: Er hot sein H. hinne raushänge, von einem, dem der Hemdzipfel durch den Riß im Hosenboden herausschaut [ LU-Alsh]. Südhess. III 228; Bad. II 603. —