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hatzi bis häubeln (Bd. 3, Sp. 694 bis 695) | |||
hatzi, Interj. hätze, Interj. hau, Interj. Hau, m. Hau Hau hau-bar, Adj. Haube, f. Hau-beil, n. Häubel, m. Häubel-kloß, m. häubeln, schw. Hauben-bändel, m. Hauben-ente, f. Hauben-hünkel, n. Hauben-lerche, f. Hauben-meise, f. Hauben-stock, m. Haubitze, f. m. Haubitzen-knopf, f. m. Hau-bloch, m. Hau-bühl, m. Hauch, m. Hauch-bild, n. hauchen, schw. Haucher, m. Hauch-papier, n. Hau-degen, m. Hauder(er), m. hauderididillili hauderig, Adj. haudern, schw. haudern, schw. Haue, Pl. Haue, f. hauen, st., schw. Hauener, m. Hau(en)-öhr, n. Hau(en)-schneide, f. Hauen-stein, ON Hau(en)-stiel, m. Hauer, m. hauern häufeln, schw. haufeln, schw. Häufeln, n. Häufelns, n. Häufelchens, n. Häufelns-klöße, Pl. Häufelchens-klöße, Pl. Häufel-pflug, m. Haufel-pflug, m. Haufen, m. haufen, schw. häufen, schw. haufens-dick, Adv. haufen-weise, Adv. Haufen-wolken, Pl. haufig häufig haufig-weise, Adv. Häufler, m. hauftig-voll, Adj. Haufung, f. Haug, n. Häugel, n. Häugel-acker, m. Haug-gewanne, f. Haug-graben, m. Hau-hau, m. Hau-hechel, (Gen. Hau-hepe, f. Hau-klotz, m. Hau-messer, n. Hau-mich-blau, n. haupern Haupt, n., selten f. häupt, Adj. Haupt-altar, m. Haupt-auge, n. Haupt-brief, m. häupteln, schw. Häuptel-salat, m. Haupt-emmes, m. häuptern, schw. Häupter-salat, m. Haupt-feger, m. Haupt-fehler, m. Haupt-gasse, f. Haupt-gäßler, m. Haupt-gauner, m. Haupt-geld, n. Haupt-gleis, n. Haupt-graben, m. Haupt-gut, n. Haupt-held, m. Haupt-herbst, m. Haupt-jagd, f. Haupt-kerl, m. Haupt-kirbebursche, m. | 1. Schallwort, das Bellen des Hundes nachahmend, hau [verbr.]; vgl. PfWB Hauhau, PfWB wauwau. VR.: Drei Säck voll Weinbeere un e Stimmel Lauer 'ein Rest Tresterwein'; ich han e wiediche 'wütenden' Hund gesihn: hau, hau, hau! Ich han e wiedich Katz gesihn: miau, miau, miau! [ KU-Kaulb]. — 2. Scheuchruf für junge Enten [ ZW-Battw], für das Rindvieh [ KU-Heinzhs]. — Südhess. III 158; RhWB Rhein. III 305; Bad. II 572. [Bd. 3, Sp. 695] 1. a. 'Frauenhaube', Bestandteil früherer Frauentracht, Haub (haub), Pl. Hauwe [(1925) verbr., auch Don Gal Buch Rußl], Dim. Haibche (haibχə) [verbr. WPf NPf vereinzelt nördl. VPf], Haibel (haibəl) [verbr. VPf Ost-PS]; über Trachten s. Becker Volkstr. 108 ff. Zs.: PfWB Bätzel-, PfWB Bind-, PfWB Taffet-, PfWB Flättcher-, PfWB Flatter-, PfWB Großmutter-, Haar-, PfWB Saumagen-, PfWB Schlaf-, PfWB Spitzen-, PfWB Weiber-, PfWB Ziehhaube. RA.: Sie kummt unner d' H. 'Sie heiratet' [LA-Maik, verbr.]. Er schafft sich unner die H., dass. [ HB-Nd'bexb]. Sie geht unner die H., dass. [ ZW-Bottb LU-Limbghf BZ-Dernb]. Die mißt mer unner die H. bringe [ KL-Reichb KU-Schmittw/O BZ-Dernb]. Die g'heeren unner d' H. [ LA-Venn]. Die is aach schun unner der H. [ KB-Weihf KL-Ottbg FR-Carlsbg LU-Limbghf]. a. 1792: Einem auf der Haube sein 'genau beobachten' [Klein Prov. 187]. Brauchtum: Zu vorgerückter Stunde der Hochzeitsfeier wird der Kranz vom Haar der Braut abgenommen; an seine Stelle kommt die H. als Zeichen der Hausfrauenwürde [PfMHk. 1925, S. 169]. — b. 'Häubchen des Kleinkindes', vorn. 'Taufhäubchen', Haibche, Haibel [verbr.]. — c. s. PfWB Pickel-, PfWB Bienen-, PfWB Sturmhaube. — 2. a. 'Federschopf bei Tauben und Hühnern', Haibche [ KL-Lind], Haiwel [ Rußl-Katharinenth Sulz]; vgl. PfWB Haubenhünkel. Einen VR. s. PfWB Bohne (I 1076, Z. 32). — b. 'Netzmagen beim Rindvieh', Haub [ WD-Niedkch RO-Bistschd KB-Kerzh GH-Schwegh]. — 3. s. PfWB Floh-, PfWB Glücks-, PfWB Nebelhaube. — Südhess. III 158/59; RhWB Rhein. III 306/07; LothWB Lothr. 233 Hauf; Bad. II 572/73. 1. 'unfreundliches Gesicht', Haiwel [ KB-Weihf]. Sie macht en scheene H., iron. vom bösen Gesicht [ebd.]. — 2. 'unordentliche Frisur' [ Gal-Obl]; vgl. PfWB häubeln 2 b β. — Südhess. III 159; RhWB Rhein. III 308. 1. 'mit den Händen runden', haiwele, gehaiwelt [ RO-Mannw]; vgl. PfWB Häubelkloß. — 2. a. 'liebkosen, auf den Armen wiegen'; e Kind h. [verbr. NWPf Gal-Dornf]; 's Haiwele ufgedu, ein Spiel der Kinder [ Gal-Dornf]. — b. α. 'knutschen, drücken, zwicken' [verbr. Gal [Bd. 3, Sp. 696] Buch]. In Gal-Brig Dornf wurde derjenige Weidejunge von seinen Kameraden gehaiwelt, der einen Wind streichen ließ; das Haiwele begann mit den Worten: Haiwelche, Haiwelche, ufgedu! — β. 'an den Haaren zausen' [mancherorts NPf Kühn Hamet 113 PfId. 64 Klein Prov. 191 Gal-Obl]; vgl. PfWB Häubel 2. Zs. PfWB durcheinander-, PfWB verhäubeln. — c. 'schlagen' [Schandein Sprachsch. 81]. — d. 'strafen', auch gerichtlich' [PfId. 64]. — Südhess. III 159; RhWB Rhein. III 308 haubeln, III 482/83 heiweln; Bad. II 573.
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