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Pfälzisches Wörterbuch 
 
Hasen-rücken bis Hasen-sonne (Bd. 3, Sp. 688 bis 689)
 
  Hasen-rücken m.: FlN in KL-Weilb, Hasereck. Südhess. III 150 and. Bed. — -säule f.: urspr. 'Pfosten um ein Kleinwildgehege mit Hasenbildern und dem Wappen der Landesherrschaft', erhalten im FlN Hasezeil, amtl. Hasenzeile [ NW-Wachh Weish/Bg Duttw], amtl. Hasensäule [ NW-Lach LA-Kirrw]; vgl. PfWB Hasensteil. — -scharte f.:
1. 'gespaltene Oberlippe beim Menschen', Haseschart (-ārd) [verbr.], -schatt [Kus]; vgl. PfWB Hasenlefze, PfWB -lippe, PfWB -maul 1 a. Weitere Syn. s. PfWB Schartenmaul. —
2. 'Mensch mit gespaltener Oberlippe' [ ZW-Battw]. Solche Menschen gelten als vom Teufel gezeichnet [ KU-A'glan]. — Südhess. III 150; RhWB Rhein. III 288. —

[Bd. 3, Sp. 689]
-schlegel m.: 'Hasenkeule', -schlechel [ LA-Mörzh], -schleel [ KU-Schmittw/O]. Südhess. III 150; Bad. II 569. — -schlüpfer, -schlüpflerm.: = PfWB Hasenknupper, -schlepper [ FR-Dirmst], -schleppler [ NW-Herxh]. — Zum Grundw. s. PfWB Schlupf 'Schlinge'. — Südhess. III 151; RhWB Rhein. IX 1286. — -schmiede f.: FlN in KU-Kaulb, -schmidd. Man erzählt den Kindern, auf der H. lege man den Hasen Hufeisen an, damit sie besser laufen können. — -schnee m.: 'leichter Schnee, in dem während der Herbstjagd die Hasenspuren gut erkennbar sind', -schnee [Beam Penns 48]. DWB DWb. IV/2, 541. — -schnute f.:
1.
a. = PfWB Hasenscharte 1, -schnut [LU-Altr Kühn Hamet 55]. —
b. = PfWB Hasenmaul 1 b [ KL-Fischb]. —
2. Bez. für das Kind, Koseform, Haseschnitche (-nīdχə) [ RO-Schiersf KL-Fischb]. — Südhess. III 151; RhWB Rhein. III 288; Bad. II 569. — -schrot m.: 'Schrotkugeln für Hasen', -schrot [ KU-Schmittw/O]. Südhess. III 151. — -schwanz m.:
1. wie schd., -schwanz, Dim. -schwänzel [verbr. VPf]; vgl. PfWB Hasenpritsche 1 a. —
2. 'Feigling', Schimpfw. [ FR-Beindh]; vgl. PfWB Hasenfuß 2. — Südhess. III 151. — -sonne f.: 'Abendsonne', -sunn [ KU-Kollw]. Zur Zeit der H. kommen die Hasen aus ihren Verstecken zum Äsen [ KU-Kaulb]. RhWB Rhein. III 288 and. Bed. —