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Pfälzisches Wörterbuch 
 
Hand-spanne bis Hand-tatschel(n) (Bd. 3, Sp. 641 bis 643)
 
Hand-spanne, f.
Hand-spannerleins, n.
Hand-spiegel, m.
Hand-spritze, m.
Hand-stand, m.
Hands-quehle
Hand-streich, m. f.
Hand-streiche, m. f.
Hand-stufe, f.
Hand-tasche, f.
Hand-täsche, f.
Hand-tatsche, f.
Hand-tatschel(n), n.
Hand-tätschelns, n.
Hand-tatschen, n.
hand-tatschen, schw.
Hand-tatze, f.
Hand-teller, m.
Hand-toppchens, n.
Hand-treue, f.
Hand-tuch, n.
Handudel
Hand-uhr, f.
Hand-umdrehen
Hand-voll, f.
handvoll-weise, Adv.
Hand-wagen, m.
Hand-walze, f.
hand-warm, Adj.
Hand-wärmer, m.
Hand-wasser, n.
Hand-werk, n.
Hand-werker, m.
Handwerker-bude, f.
Handwerker-butik, f.
Handwerker-stube, f.
Handwerks-bursche, m.
Handwerksburschen-kluft, f.
Handwerksburschen-lied, n.
Handwerks-leute, Pl.
Handwerks-mann, m.
Handwerks-zeug, n.
Hand-wurzel, f.
Hand-zeichen, n.
Hands-quehle
Hand-zwehle, f.
Hanf, m.
Hanf-acker, m.
Hanf-bodem, m.
Hanf-breche, f.
Hanf-brechloch, n.
Hanf-dulfe, f.
Hanfel
hanfen, Adj.
hänfen, Adj.
Hänfen-tuch
Hänfer, m.
Han-filipp
Hanf+-klüppel, m.
Hanf-knüppel, m.
Hanf-krätzel, n.
Hanf-leine, f.
Hanf-macher, m.
Hanf-mädel, n.
Hanf-reibe, f.
Han-fried
Hanf-rocken, m.
Hanf-röze, f.
Hanf-roze, f.
Hanf-samen, m.
Hanf-stecken, m.
Hanf-stengel, m.
Hanf-strang, m.
Hanf-stück, n.
Hänfterling, m.
Hanf-vogel, m.
Hanf-wasser, n.
Hanf-weber, m.
Hang, m.
Hangard
Häng-arsch, m.
Henk-, m.
Häng-auf, m.
Han-gawrel
Häng-backen, Pl.
Henk-, Pl.
häng-bäckig, Adj.
henk-backig, Adj.
Häng-bauch, m.
Henk-, m.
Hange, f.
Hänge-backen
Hänge-bauch
Hänge-dottel, m.
Hänge-gerüst
Hangeisen-licht, n.
Hänge+-kleid, n.
Hängel, m.
hängeln, schw.
henkeln, schw.
   Hand-spanne f.: wie schd., Handspann [ KU-Brück BZ-Dernb]; häufiger ist das Simpl. Spanne; vgl. PfWB Handbreite. Südhess. III 100. — -spannerleins n.: ein Klickerspiel in der Straßenrinne, -spannerles [ BZ-Annw]. Spielverlauf: Der eine Spieler wirft seinen Klicker eine kleine

[Bd. 3, Sp. 642]
Strecke vor. Der andere wirft hinterher und gewinnt, wenn er den ersten Klicker trifft oder seine Kugel nicht mehr als eine Handspanne von der ersten liegenbleibt. — -spiegel m.: 'kleiner Spiegel', -spiel [ KB-Kriegsf]. — -spritze m.: 'Feuerspritze, die mit der Hand bedient wird', -spritz [ NW-Frankeck]. — -stand m.: wie schd., -stand [verbr.]. Er kann de H. mache [verbr.]. RA. (scherzh.): Er muß H. mache 'alles Geld, das er in den Taschen hat, herausgeben' [vereinzelt]. Südhess. III 100; Bad. II 551.
 
 
Hands-quehle s. PfWB Handzwehle.
 
  
Hand-streich m., -streiche f.: = PfWB Handschlag 2, Handsträäch [KU-O'alb Konk HB-Mimb RO-Dielkch KL-Weilb PS-Erfw NW-Weish/Sd Haßl LA-Venn Gommh PfId. 87], -streech [ KU-Diedk Don-Schowe Torscha],

[Bd. 3, Sp. 643]
-streich [ KU-Albess ZW-Lambsbn BZ-Dernb], -sträich [ KU-Schmittw/O WD-Niedkch], -straaich [ Don-Werb Tscherwk]. Syn. s. PfWB Verlobung. Sie hän am Sunndach H. g'halde [LA-Gommh, verbr.]. Bei dieser um 1930 schon veralteten Form der Verlobung erhielt die Braut vom Bräutigam das Handgeld 1 c α. — Genus f. belegt in Schandein Bav. IV/2, 366 und für Don-Tscherwk. — Südhess. III 100; RhWB Rhein. III 203; ElsWB Els. II 625; Bad. II 551. — -stufe f.: 'Kohlenprobe'. a. 1777: ... Wobey einer Hochlöbl. Bergamtscommission die Handstufen vorgezeigt worden (um die Erlaubnis für den Abbau zu erlangen) [NPfGV 1934, S. 43]. DWB DWb. IV/2, 420. — -tasche, -täschef.: nach dem Schd., Handdasch, Hanndasch [verbr.], Handtäsch [ RO-Schmalfhf KB-Gauh BZ-Heuchh], -däschche, -je (Dim.) [vereinzelt], -täschi (Dim.) [ RO-Schiersf], -däschelche [ BZ-Nd'horb]; vgl. PfWB Handsack. Südhess. III 100/01; Bad. II 551. — -tatsche f.:
1.
a. = PfWB Handpatsche 2, Hand-, Handatsch, Pl. -datsche [verbr. vorn. VPf], -tatsch [ KU-Obw/T RO-Obd BZ-Annw]; Dim.: -dätschel, Pl. -dätschle [ GH-Kand], Pl. -dätschlich [ BZ-Klingmst], Pl. -datschelcher [ LA-Birkw]; vgl. PfWB tatschen 1 a. Dem muß ich mol e H. gewwe [KU-Brück, verbr.]. Er hot Handdatsche kriet [FR-Bockh, verbr.]. —
b. 'Schlag mit der Hand', Handdatsch [ LU-Maud]. —
2. 'besonders dicke Spielkugel', Handdatsch [ KU-Lauteck]; vgl. Handtatschel(n). Syn. s. PfWB Schießklicker. — Südhess. III 90 Handdatsche. — -tatschel(n), -tätschelns, -tatschenn.: 'Auffangspiel mit Klickern und Steinchen', -datsche [ KL-Siegb Kaislt KU-Diedk], -datschel [ PS-Schmalbg], -datschele [ KL-Stelzbg Pirmas], -dätschels [ BZ-Dernb GH-Zeisk PS-Fehrb]; vgl. PfWB handtatschen. Mer spielen Handdätschels [BZ-Dernb, verbr.]. Das Spiel hat verschiedene Formen. In der Hauptsache geht es darum, den hochgeworfenen Klicker einmal auf die Steinplatte aufschlagen zu lassen und ihn dann aufzufangen, wobei man zwischen dem Hochwerfen und dem Auffangen noch besondere Aufgaben (Versetzen der am Boden aufgestellten Steine) ausführen muß. ElsWB Els. II 731 Handtatschers; Bad. II 551 Handtatschen.