| Pfälzisches Wörterbuch | ![]() | ||
Gürtel-joppen bis guschen (Bd. 3, Sp. 511 bis 512) | |||
Gürtel-joppen, m. Gürtel-rock, m. Gürtel-rose, f. Gürtel-schaube, f. gurten, schw. Gurz gusch Gusche, f. n. Gusch, f. n. guscheln Guschem, m. guschen Guschen-putzer, m. Guß, m. Guß, f. n. Gußchen, f. n. Guß-barmen, m. gussen, Adj. guß-guß Guß-kessel, m. Guß-kuchen, m. Guß-pflug, m. Guß-regen, m. Guß-ständer, m. güst, Adj. Gustav, m. Gusto, m. gut Gut, n. Gut-besseres, n. gutchen, Adj. Gutchen-macher, m. Gut-delle, f. Güte, f. Gute-bach, f. Gut-edel, f. Gutenacht-flappe, f. m. Gutenacht-flapp, f. m. Gutenacht-patsche, f. Gutenacht-platscher, m. Gutenacht-schlag, m. Gutenacht-schlappe, f. n. Gutenacht-schläppel, f. n. Güter-bahnhof, m. Güter-pacht, f. guter-sprech Güter-versteigerung, f. Güter-wagen, m. Güter-zug, m. Gut-genug, m. gut-haben, schw. Gut-häher, m. Gutheit, f. gut-herzig, Adj. gütig Gut-letzte, f. Gut-leute, Pl. Gutleute-acker, m. Gutleute-frau, f. Gutleute-haus, n. gütlich, Adj. Gut-licht, n. Gutlicht-stumpfen, m. gut-machen, st., schw. gut-mütig, Adj. Guts, n. Guts'chen, n. Gutsel(chen), n. gut-sagen, schw. Guts-backerei, f. Guts'chen-, f. Gutsel-, f. Guts-besitzer, m. Gutsche, f. Gutsche gutscheln Guts'chen gutschen, schw. Gut-schlocker, m. gut-schlockerig, Adj. Gut-schmack, m. Gutsel Gutsel-backerei Gutsel-fladen Gutsel-form Gutsel-hafen Gutsel-schmiere Gutsel-spritze Gutsel-stand Gutsel-stange Gutsel-teig Gutsel-tüte Guts-, m. Guts'chen-, m. Gutsel-fladen, m. Guts-form, f. Guts-fresser, m. Guts-hafen, m. Guts-herr, m. Guts-hof, m. | 1. a. 'Maul beim Rindvieh', Gosch [ NW-Niedkch BZ-Albw]; vgl. PfWB Schnusse. — b. 'Mund'. α. derb., scherzh., Gosch (go) [verbr. VPf selten WPf NPf, Lambert Penns 68 Don-Schowe Torscha Werb Tscherwk], Gusch (gu) [verbr. WPf NPf selten VPf, verbr. Gal Beam Penns 47], Gosch und Gusch [mancherorts, -o- vorn. jüngere Gener.], Gousch und Gosch [ GH-Neubg]; Pl. meist -ə, seltener -ər, mancherorts endungslos; Dim. Guschje [ KU-Kaulb WD-Niedkch], Geschel [ NW-Geinsh BZ-Billh Dernb], Geschelche [ LU-Altr]. Syn.: PfWB Bläff 1, PfWB Plärre 1, PfWB Brot(schub)lade, PfWB Brutsche, PfWB Brutze, PfWB Fang 3 a β, PfWB Flappe2 1 a, PfWB Fotze 2, PfWB Fresse 1, PfWB Freßmaschine 2, PfWB Futterladen 2 a, PfWB Gefräß 2 a, PfWB Klappe, PfWB Maul, PfWB Rachen, PfWB Raffel, PfWB Rüssel, PfWB Schlappe, PfWB Schlärre, PfWB Schnabel, PfWB Schnauze, PfWB Schnüffel, PfWB Schnusse, PfWB Schnute. Zs.: PfWB Pappel-, PfWB Boll-, PfWB Dreck-, PfWB Fang-, Frosch-, PfWB Grieben-, PfWB Grind-, PfWB Groß-, Hänge-, PfWB Krotten-, Lefzen-, PfWB Lügen-, Sau-, PfWB Scharten-, PfWB Schlabber-, PfWB Schlappen-, PfWB Schrunden-, Seifergusche. Er hot e [Bd. 3, Sp. 512] großi G. [LU-Alsh, verbr.]. Die hot eich e G.! [ LA-Herxh]; e scheppi G., von einem schiefen Mund [ NW-Neidfs]. Sie hot e bäise G. 'tratscht viel' [ LA-Maik], e frechi G. [ RO-Alsbr], e frech Geschel [ LA-Herxh], e lahme G. 'ist mundfaul' [ PS-Nd'simt]. Ich schlaa d'r uf die G. [RO-Sippf, verbr.]. Ich treff d'r die G., dass. [ZW-O'hs, verbr.]. Vergl. u. RA.: Er hot e G. wie e Hellschuch (so groß wie ein Holzschuh) [ LA-Herxh], wie e Schwert [ KB-Bischh], wie e Hädefrää (sprachgewandt wie eine Zigeunerin) [ GH-Kand], wie e Bettelgääß (meckert immerzu wie eine Geiß) [ LA-Nd'hochstdt], wie e Schereschleifer (laute Stimme) [ Don-Bulkes], wie de Deiwel [ LA-Nd'hochstdt]. 's geht dein G. heit wie e Kläpper [Kühn Hamet 55]. Ehr G. laaft wie e Grammophonplatt [Krieger 48]. Er loßt (beim Weinen) die G. henke bis uf de Borrem [ FR-Bockh]. Er reißt die G. uf 'gähnt' [ GH-Hagb]. Er sperrt 's G. of, daß mer mim Schubkärchel neinfahre kinnt [ GH-Zeisk]. Die Kinner dun die G. ufreiße 'schreien' [ KB-Gauh]. Er hängt sein G. in alles 'redet in alles hinein' [ PS-Burgalb], hot sei G. iwweral vornedran, dass. [ LU-Neuhf]. Sie hängt äm e G. an 'mault' [NW-Gimmdg, verbr.]. Sie wetzt mit der G. 'redet einfältig' [ Gal-Obl]. Dem muß mer iwwer die G. fahre 'zurechtweisen' [LU-Opp, verbr.], 's G. stoppe 'verhauen' [ LA-Herxh], 's G. sauwer halle 'gute Sachen entziehen' [ Rußl-Worms]. — β. ohne negativen Gefühlston; e G. voll, auch: e Goschvoll, Guschvoll 'ein Mundvoll' [verbr. VPf]; zwää Gosche/Gusche voll [ NW-Niedkch GH-Rh'zab]; zwää Gescher voll [mancherorts südl. VPf]; zwää Guschevoll [ NW-Freinsh]. Die hot mol e lieb Geschel [ NW-Geinsh]. — 2. 'Kuß', Gusch [ Don-Torscha], Guschel [ KL-Stelzbg], Goschl [ NW-Frankeck BZ-Dernb], Geschl [ Rußl-Katharinental]; vgl. PfWB Mäulchen. — Genus f. gilt fast allg.; n. mancherorts südl. VPf Rußl-Worms. — Südhess. II 1422/23; RhWB Rhein. II 1308; LothWB Lothr. 211; ElsWB Els. I 238/ 39; Bad. II 448/49.
| ||
| © 2002—2010 by Kompetenzzentrum für elektronische Erschließungs- und Publikationsverfahren in den Geisteswissenschaften an der Universität Trier Home | Impressum | Kontakt | ![]() | ||