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Pfälzisches Wörterbuch 
 
Grieß-auflauf bis Grieß-joch (Bd. 3, Sp. 439 bis 440)
 
Grieß-auflauf, m.
Grieß-blume, f.
Grieß-brei, m.
Grieß-brett, n.
Grieß-brunnen, m.
grießeln, schw.
grießen, schw.
Grieß-flutten, Pl.
Grieß-heimer, m.
grießig, Adj.
Grieß-joch, n.
Grieß-kloß, m.
Grieß-knödel, m.
Grieß-knopf, m.
Grießknopf-stock, m.
Grieß-krämer, m.
Grieß-krankheit, f.
Grieß-kuchen, m.
Grieß-mehl, n.
Grieß-nägel, Pl.
Grieß-säcke, Pl.
Grieß-stecken, Pl.
Grießstecken-nägel, Pl.
Grieß-suppe, f.
Grieß-weg, m.
Grieß-zapfen, Pl.
Griet
Griet-nagel
Griet-ring
Griff, m.
Griff-brett, n.
Griffel, m.
Griffel-büchse, f.
Griffel-halter, m.
Griffel-kasten, m.
Griffel-schachtel, f.
Griffel-scheide, f.
Griffel-schieber, m.
Griffel-spitzer, m.
Griffel-stumpfen, m.
Griffel-wetzer, m.
Griffer
griff-fest, Adj.
griffig, Adj.
Griff-zähne, Pl.
Grille, f.
Grillen-maus, f.
Grill-haken, m.
Grimasse, f.
Grimassen-macher, m.
Grimassen-schneider, m.
Grimes, m.
grimisch
grimmen, schw.
Grimmen, n.
grimmig, Adj.
grimmlich, Adj.
Grind, m.
Grind-beutel, m.
Grind-blume, f.
Grindblumen-salat, m.
Grindblumen-stock, m.
Grindel, m.
Grundel, m.
Grindel-griff, m.
Grindel-haken, m.
Grindel-kette, f.
Grindel-nagel, m.
Grindel-stecker, m.
Grind-gesicht, n.
Grind-gusche, f.
grindig, Adj.
Grind-kopf, m.
grind-kopfig, Adj.
grind-köpfig, Adj.
Grindkopf-kuchen, m.
Grindkopfs-, m.
Grind-magen, m.
Grind-maul, n.
grind-maulig, Adj.
Grind-nase, f.
Grind-nickel, m.
grind-pockig, Adj.
grind-pottig, Adj.
Grind-sack, m.
Grind-säckel, m.
Grind-schädel, m.
Grind-schnusse, f.
Grind-schnüsse, f.
Grind-schnute, f.
Grind-stückel, n.
Grind-watz, f.
Grin-ede(ch)s
grinen
Gringel
Grinnel
grinseln, schw.
grinsen, schw.
Grippe, f.
grippen, schw.
   Grieß-auflauf m.: wie schd., Grießauflauf [ LU-Opp]. — -blume f.:
1. 'wilde Möhre', auch andere Doldenblütler werden so genannt, -blumm [Wilde 67]; vgl. PfWB Gelbrübe 1 b. —
2. 'Labkraut (Galium verum)' [Wilde 156]; vgl. PfWB Bettstroh 2. — Südhess. II 1463; Bad. II 472 and. Bed. — -brei m.: wie schd., -brei [verbr.]. Südhess. II 1463; ElsWB Els. II 177; Bad. II 472.
 
  
Grieß-brett n.:
1. 'das Tragholz über dem Achsenstock des Vorderwagens', Grießbrett [ BZ-Ingh Kling Nd'horb Nd'ottb]; vgl. PfWB Bett 2 f β, PfWB Pfülben 4 a. —
2. 'das auf dem Achsenstock des Vorderpfluges aufliegende Brett', s. Abb. 21, Teil 6 [Klein Wag. 120]; vgl. PfWB Gereihe 1 b. — Die Herkunft des ersten Wortteils ist nicht sicher geklärt; vgl. auch PfWB Grießjoch, PfWB -nägel, PfWB -stecken. — Südhess. II 1463; ElsWB Els. II 202; Bad. II 472.
 
 
Grieß-brunnen m.: FlN in PS-Th'eischw, Griesbrunne. Kleinen Kindern erzählt man, sie seien aus dem G. geholt worden. — Zum ersten Wortteil vgl. PfWB Grieß 3.
 
 
grießeln schw.: 'gleichzeitig regnen und schneien'. 's grießelt [Germh]; vgl. PfWB Grieß 2 b, PfWB kieseln, PfWB gowetteln. Südhess. II 1267 geriseln 1; RhWB Rhein. II 1417 griseln 1 c; Bad. II 373 geriseln.
 
 
grießen schw.: 'Schrotmehl mit der Handmühle mahlen', vgl. Lexer Lexer I 1080 griezen 'zerkleinern'. a. 1590: Dieweil wir auch nunmehr ein weißmühl mach vnd ufrichtenn lassen, so sollen sich die Becker des Griessens enthaltenn [ZweibrUrkb. 131]. Bad. II 472.
 
 
Grieß-flutten Pl.: 'Knödel, die mit dem Löffel aus steifgekochtem Grießbrei ausgeschöpft werden', Grießflutte [ Don-Schowe Torscha]; vgl. PfWB Grießkloß. ElsWB Els. II 147; Bad. II 472 Grießpflutten.

[Bd. 3, Sp. 440]

 
   Grieß-heimer m.: eine Pflugsart, Grießemer [ KL-Fischb KB-Zell]; auch Grießemer Plug [ RO-Lohnsf KB-Boland FR-Bockh].
 
  
grießig Adj.:
1. 'körnig'.
a. von den Knöllchen in schlecht verrührter Streichfarbe, im Leim, grießich [ KB-Eisbg]. —
b. von den steinigen Körnchen in manchen Birnen [Wasgau-Bote Nr. 7/1934]. —
2. 'locker', von der Gartenerde [ RO-W'grehw]; vgl. PfWB greis, PfWB mehlig. — RhWB Rhein. II 1416 griselig 1 a; LothWB Lothr. 216 grießlich; ElsWB Els. I 282 griesig.
 
 
Grieß-joch n.: 'am Vorderpflug die die Grießstecken verbindende obere Stange', Grießjoch [Klein Wag. 120 (NPf Sick.)]; vgl. PfWB Brücke 3 e u. Teil 2 auf Abb. 21.