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Pfälzisches Wörterbuch 
 
Gras-etsch bis Gras-hof (Bd. 3, Sp. 413)
 
  Gras-etsch s. PfWB Grashütsche. — -fitsche f.: = PfWB Grasmücke, Grasfitsch [KU-Heinzhs Nerzw KL-Reichb Katzw Schandein Sprachsch. 77]. Vgl. RhWB Rhein. II 1358 Grasbätsche. — -frosch .: wie schd., -frosch [verbr.]. Südhess. II 1445. — -gänsel n.: 'junge Gans'. (Sie) hupst in dene Johre noch im Klingel rum wie e Grasgänsel [Zahn Pläsier 189]. — -garten m.: 'Rasenplatz beim Haus', oft von Obstbäumen bestanden und eingezäunt, mancherorts als Wäschebleiche oder als Auslauf für Hühner dienend, -gaarde [verbr., Wilde 284], Gräsgaarde [Wilde (Nachlaß)]; vgl. PfWB Grasstück 1, PfWB Wiesengarten. In LA-Edk heißt ein Weinberg Im Grasgaarde. a. 1600: wiesen Platz oder Graßgarten [Vellmann Wolfst. 277]. Südhess. II 1445; ElsWB Els. I 233; Bad. II 461. — -gedutter n.: 'unreife Jugend'; das jung, grin Grasgedudder [ KL-Stelzbg]. — Das Grundw. zu PfWB Quadutter. — -geld n.: 'Pacht für Grasnutzung', -geld [ BZ-Hermbghf]. a. 1553: von diesen wiesen jahrs an grasgeld [ABlieskst. 64]. Südhess. II 1445.
 
 
gras-grün Adj.:
1. 'grün wie Gras', grasgrin, -grin, s. PfWB grün [verbr.]; e grasgrünes Samthüdel [Hartmann Unkel 47]. VR.: Grasgrini Wisseblumm, alleweil werd mein Schätzche kumm [Wilde 79]. —
2. 'unreif', vom Obst. Die Äppel do sin jo noch g. [ZW-Battw, verbr.]. Im VR. bei Heidelbeere: e grasgrini Helbeer. Südhess. II 1445/46; RhWB Rhein. II 1359; Lothr. 213; ElsWB Els. I 276; Bad. II 461.
 
  
Gras-halm(en) m.: 'Grashalm', Grashalm(e) [verbr.]. RA. von einer weitläufigen Verwandtschaft: uf siwwe Wisse en Grashalme [ LU-Friesh]. Südhess. II 1446; RhWB Rhein. II 1359; Lothr. 213; Bad. II 461. — -hecht m.: 'junger Hecht', -hecht [Beam Penns 44]. RhWB Rhein. IX 1264. — -hof m.: 'Platz in Spey, an dem früher mit Heu und Futtermitteln gehandelt wurde', -hof. DWB DWb. IV/1, 5, Sp. 1974. —