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Grappsch-mutter bis Gras-blume (Bd. 3, Sp. 410 bis 411) | |||
Grappsch-mutter, f. grapschen, schw. Grapscher, m. Gras, n. Gras-acker, m. Gras-affe, m. Gras-äugelchen, n. Gras-ball, m. Gras-bändchen, n. Gras-bauer, m. Gras-blume, f. Gras-bollen, m. Gras-bündel, n. Gras-busch(en), m. Gras-putsch(en), m. grasen, schw. Graser, m. f. Gräser, m. f. Gräserin, m. f. Gras-etsch Gras-fitsche, f. Gras-frosch Gras-gänsel, n. Gras-garten, m. Gras-gedutter, n. Gras-geld, n. gras-grün, Adj. Gras-halm(en), m. Gras-hecht, m. Gras-hof, m. Gras-horst, m. Gras-hübel, m. Gras-hupfer, m. Gras-hüpfer, m. Gras-huppser, m. Gras-hutsche, f. Gras-hütsche, f. grasicht, Adj. grasig, Adj. Gras-karch, m. Gras-klumpen, m. Gras-korb, m. Gras-korn, n. Gras-kräppchen, n. Gras-lauch, m. Gras-magd, f. Gras-mahd, f. Gras-mähder, m. Gras-mücke, f. Gras-mut, f. Gras-nägelchen, n. Gras-nelke, f. Gras-pelz, m. Gras-pfennig, m. Gras-placken, m. Gras-platz, n. Gras-potsch Gras-pusch Gras-putsch(en) Gras-rech, m. Gras-rose, f. Gras-sack, m. Gras-samen, m. graß, Adj. Gräß Gräßchen Gras-scheder, m. Gras-schoder, m. Gras-schollen, m. Gras-schübel, m. Gras-schulpe, f. Gras-schurz, m. Gras-sense, f. Gras-sichel, f. gräßlich, Adj. Gras-stück, n. Gras-teufel, m. Gras-tuch, n. Gras-veile, n. Gras-wasen, m. Gras-weg, m. Grat, m. Grat, f. Gräte, f. graten, schw. Gräten-stück, n. Grat-hobel, m. gratlingen, Adv. Gratscheler, m. gratschelig, Adj. gratscheln, schw. gratschen, schw. Grat-sparren, m. Grattel Gratzel Grattel2, m. Grattel-arsch, m. Grattel-bein, n. Gratt(e)ler, m. grattelig, Adj. | 1. a. wie schd., Gras (-ā-) [verbr. WPf NPf nördl. VPf Lambert Penns 69], (grs) [KU-Kaulb Kreimb Seel Nd'eisb RO-Lohnsf KB-Zell verbr. Gal], (g Rs) [ KL-Lind], (grḁs) [verbr. mittl. VPf (Bertram § 32) südl. VPf (vgl. Heeger Südostpf. §. 52)]; e Sack voll G. [Bertram § 293]; e Lascht G. 'Bündel G.' [ WD-Niedkch]. Zs.: PfWB Bodem-, PfWB Faschen-, Hart-, Rai-, PfWB Reh-, PfWB Sumpf-, PfWB Wald-, PfWB Wiesengras. Die Wies hat sieß (sauer, fett, safdich) G. [Kus, verbr.]. In de Wisse steht 's G. schun houch [ LA-Herxh]. Die Wiss hot e klään Grässel [ LA-Herxh, WD-Niedkch], e fein Gräsje, von dem schmalblätterigen, weichen und kleinwüchsigen Gras der Bergwiesen [ KU-Kaulb]. 's G. kummt (wachst) scheen [KU-W'mohr, verbr.]. 's G. treibt [ PS-Schmalbg]. 's G. macht sich noo'm Reen [ KU-Kaulb]. Ich muß noch ins G. gehe 'G. für das Vieh holen' [SP-Heiligst, verbr.], ins G. fahre, dass. [ LU-Opp]. 's G. werd schun gemäht [allg.], geschruppt, vom dritten Grasschnitt [ RO-Breunigw]. 's G. is trucke, mer kann's zu Haufe mache, vom Heu [ LU-Opp]. RA.: Er heert 's G. wachse, wer sich für besonders klug hält [KU-Trahw, verbr., auch Don Gal Buch]. In deim Hof soll G. wachse, Verwünschung [GH-Vollmw Wilde 79]. Wo der hintret, wachst keen G. mehr [verbr., auch Gal]. Er loßt sich kään G. unner de Fieß wachse, vom Fleißigen [ZW-Stamb, verbr., auch Gal]. Loß ken G. driwwer wachse! 'Laß es nicht lange anstehen!' [Wilde 79]; dass. ins Gegenteil verkehrt: G. driwwer wachse losse [LU-Opp, verbr. Don Gal Buch]. Er hot zu frih ins G. beiße misse [LA-Gommh, verbr.]. Gebt Gott e Häs'che, gebt er aa e Gräs'che [Kaislt, verbr.]. WR.: Wann de Hund G. freßt, gebt's Reen (Regen) [KL-Stelzbg, verbr.]; dass. von der Katze [ LU-Böhl GH-Scheibhdt]. Wann 's G. daut (sich mit Tau [Bd. 3, Sp. 411] bedeckt), gibt's gut Werrer [ HB-Höch]. BR.: Wächst das G. im Januar, wächst es schlecht dorch 's ganze Johr [ NW-Frankeck]. Märzestaab bringt G. un Laab (Laub) [KL-Schneckhs, verbr.]. De April soll 'm Bauer halwer G. un halwer Laab bringe [ GH-Neubg]. Kihler Mai bringt G. un Heu [ GH-Leimh]. Wann am Fronleichnamsdag 's G. derrt, gibt's e guri Hääern (Heuernte) [ NW-Geinsh]. VR.: Margretel, mein Maad, geh met mer ins G.; dort peife die Vöchel un klappert de Has [KU-Lauteck (Wilde 79)]. Saft, Saft Seire (Seide), Holler in die Weire (Weiden), Holler in das grüne G. leet (legt) mer aach de Oschterhas [ KB-Boland]. Den VR. vom Osterhasen s. PfWB Ei (I 741 Z. 49). - 14. Jh.: Item hatt der herr in der herrn wiesen gewalt, wan hauw (Heu) oder graß in der wiesen ist, zu nemmen vnd zu uerätzen (verätzen 'verfüttern') [PfWeist. II 644 (KU-Glmünchw)]. — b. 's dritt G. 'der dritte Grasschnitt' [verbr. SWPf]. Zs.: PfWB Futter-, PfWB Nach-, PfWB Stoppelgras; s. auch PfWB Grummet-, PfWB Heugras. — 2. 'Unkraut (bes. im Garten)'; G. roppe 'Unkraut jäten' [NW-Haardt, verbr., Wilde 285]. Zs.: PfWB Beutel-, PfWB Binsen-, PfWB Dreck-, PfWB Flechten-, PfWB Floh-, PfWB Gät-, PfWB Grundbirnen-, PfWB Hirsch-, PfWB Hirsen-, PfWB Honig-, Käse-, PfWB Kätzel-, PfWB Kleber-, PfWB Liesch-, PfWB Quecken-, PfWB Rassel-, Samt-, PfWB Sau-, PfWB Schlaf-, PfWB Schleif-, PfWB Schmielen-, PfWB Schneid-, PfWB See-, PfWB Seiden-, PfWB Spitz-, PfWB Stink-, PfWB Zieh-, PfWB Zier-, PfWB Zittergras. — 3. a. 'Vogelmiere' [ IB-Ensh Gersh]. Zs.: PfWB Darm-, PfWB Gänse-, PfWB Haus-, PfWB Hunds-, PfWB Hünkels-, PfWB Wingertsgras. — b. spanisch G. 'englisches Bandgras (Phalaris f. picta)' [ KL-Fischb]. — c. 'Hirtentäschelkraut', Grässel [ LA-Mörzh]. — Südhess. II 1443/44; RhWB Rhein. II 1355 ff.; LothWB Lothr. 213; ElsWB Els. I 280/81; Bad. II 460. 1. 'Nelke (Dianthus plum.)', -blumm, -blum, s. PfWB Blume [verbr. WPf NPf nördl. VPf Wilde 179 Journal 1786 S. 235/36 Beam Penns 44 Don-Schowe Gal-Dornf]. Syn.: PfWB Pfingstrose 2 a, PfWB Blutstropfen 2 d, PfWB Bodemnägelchen 3, PfWB Buschnelke, PfWB Tabaksblume 2 c, PfWB Erdnägelchen 1, PfWB Federblume, -röschen 1 a, PfWB Veilchen 1 f, PfWB Fleischblume 2 b, PfWB Grasnägelchen, [Bd. 3, Sp. 412] PfWB -nelke, PfWB -rose, PfWB -veile, PfWB Kuckucksblume, PfWB Nägelblume, PfWB Nägelchen, PfWB Nelke, PfWB Steinblume, PfWB Weinblume. — 2. 'Graslilie (Anthericum liliago)' [Wilde 80]. — Südhess. II 1444; RhWB Rhein. II 1358; LothWB Lothr. 213; ElsWB Els. II 157/58; Bad. II 460. —
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