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Pfälzisches Wörterbuch 
 
Gollen-berg bis gönnen (Bd. 3, Sp. 381 bis 382)
 
  Gollen-berg m.: FlN für eine Anhöhe bei GH-Bellh, auf der wahrscheinlich einmal ein PfWB Gollenstein stand [E. Christmann in PfH 1960, S. 121/22]. — -stein m.: der 7 Meter hohe Menhirstein bei IB-Bliskst, der wegen seiner spindelförmigen Gestalt an den Spinnrocken (lat. colus) erinnert, vgl. Becker Vk. 13 und PfH 1960, S. 121/22; in PfM 1894 (S. 38) wird der erste

[Bd. 3, Sp. 382]
Wortteil von mhd. goln 'laut singen, johlen' hergeleitet.
 
  
Göll-heim ON.: Dorf im Kr. KB, Gellem. Seine Bewohner werden geuzt: Gellemer Haihuppser und Gellemer Saubeere. Der Nordwestwind in KB-Kerzh heißt Gellemer Wind. Neckreim: In Gellm gebt's große Schelm. BR.: Wann's uf de Kerchemer (Kirchheimbolanden) Markt net reent, reent's sicher uf de Gellemer Markt [ KB-Stett]. Vgl. die BR. bei Eck 2 i.
 
 
Goll-licht s. PfWB Gutlicht.
 
 
Gol-mann m.: 'Torhüter', im KR. bei Bäck1: Du bist Golmann. Zum ersten Wortteil vgl. PfWB Gol. Bad. II 443 Z. 29.
 
 
Golmer(t) s. PfWB Goldammer.
 
  
Golo m.:
1.
a. 'großer Mann', Gollo (ˈgolō) [ BZ-Mühlhf]. —
b. 'großmauliger, bösartiger Mensch'; e rechder G. [ KU-Elschb]; scheeler G. [ KU-Kaulb HB-Beed Kaislt]. RA.: Jetzt kumm ich! sagt der G., Ausspruch desjenigen, der beim Spiel an die Reihe kommt [ZfdMa. 1911, S. 58]. —
2. 'besonders dicke Spielkugel' [ BZ-Steinf]. Syn. s. PfWB Schießklicker. — Das Wort erinnert an den gleichnamigen Bösewicht der Genoveva-Sage. — Südhess. II 1419; RhWB Rhein. II 1304; ElsWB Els. I 212; Bad. II 446.

 


Aus den Nachträgen
 
 
Golowin m.: 'großmauliger, unbeholfener, nicht ganz ernst zu nehmender Mann', Golowin (gōlōwīn) [Spey]; vgl. PfWB Golo 1 b.


 
  Gommer s. PfWB Kukumer.
 
  
Gommers-heim ON.: Dorf im Kr. Landau, Gummerschum, Gummersche (gumərum, -ə); Gummerschemer Bart 'Bartkoteletten' [ SP-Harths]. Necknamen für die Bewohner von G.: Pefferminzbaure, Hansdieter, Schlappehit, Glukkesupp un Geedelwein (s. Götelwein). a. 1655: bis an die Gummersheimer gemarkung [PfWeist. I 155].
 
 
gönnen s. PfWB gunnen.