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Glasur bis glatt-haarig (Bd. 3, Sp. 333 bis 334) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Glasur, f. Glässur, f. Glas-ziegel, f. glatt Glatt-bach glatt-balbiert, Adj. Glatt+-brunnen, m. Glatt-eis, n. Glatt-fisch, m. glatt-gesichtig, Adj. Glatt-haar, n. glatt-haarig, Adj. glattig glatt-machen, schw. Glatt-platte, f. glatt-rasiert, Adj. Glattsche Glattscher, m. glattschig, Adj. Glättsching, (Gen. glatt-strählen, schw. Glatt-walze, f. Glatz, m. Glatze, f. Glattsche, f. Glatzer(t), m. Glatzes, m. Glatz-kopf, m. glatz-köpfig, Adj. glau, Adv. Glaube, m. glauben, schw. Glauber-salz, n. gläubig, Adj. Gläubiger, m. glaublich, Adj. Glaub-schwerlich, n. glausper glauspern Glecke, f. n. Gleck, f. n. glecken, schw. gleckeln, schw. Glecken-garbe, f. Glecker, m. Gleckerin, f. Gleef Glefe, f. glehm gleich gleich, Adj. Gleich, m., n., f. gleich-alterig, Adj. Gleiche, n. gleichen, st., schw. gleichen, schw. gleichen, Adj. gleichet gleich-falls, Adv. Gleich-gewicht, n. gleich-gültig, Adj. gleichig, Adj. gleichicht, Adj. gleichlich, Adj. gleichlingen, Adj., Adv. gleichlings, Adj., Adv. Gleichnis, n. gleich-vollst, Adv. gleich-zeitig, Adv. Gleif, f., n. Gleif-eck, n. Gleif-mauer, f. Gleifung, f. Gleif-wand, f. Gleis, n. f. gleisig, Adj. gleisper gleispern gleiten, st. Glenne glennen glernen Glicker glickern Glied, n., m. Glieder-egge, f. gliederig Glieder-knöchelchen, n. Glieder-krankheit, f. glieder-lahm, Adj. Glieder-lähmung, f. Glieder-puppe, f. Glieder-rappler, m. Glieder-reißen, n. Gliederschaft, f. Glieder-schmerzen, Pl. Glieder-waage, f. Glieder-wasser Glieder-weh, n. Glieder-zerren, n. | 1. a. 'Emaille', Glasur [vereinzelt]. — b. 'Glanz auf der oberen Brotkruste'. 's Brot kriet e G. angebenselt (angepinselt) [ HB-Mimb]. — 2. 'Zahnschmelz', Glasur (glaˈsūr) [verbr.], Glessur (glęsūr) [ RO-Lohnsf LU-Alsh]. — Südhess. II 1376; RhWB Rhein. II 1256; LothWB Lothr. 207; ElsWB Els. I 262; Bad. II 426. I. Adj.: 1. a. gegenst. 'ohne Unebenheit', glatt (glad) [verbr. WPf NPf nördl. u. teilweise mittl. VPf (Bertram § 22)], (glḁd) [mancherorts WPf NPf verbr. südl. VPf (Heeger § 52) u. südl. Teil der mittl. VPf (Bertram a. a. O.)]; vgl. PfWB glattig 1, PfWB glitscherig, PfWB glitschig. Zs.: PfWB eis-, PfWB glitzeglatt. Die Fisch sin g. [LA-Gommh, verbr.]. Die Strooß is g. (wegen des Glatteises) [KB-Kriegsf, verbr.]. Es is so g., daß mer sich de Hals breche kann [ LU-Limbghf]. Er hot e glatti Haut [LU-Friesh, verbr.], glatte Areme 'unbehaarte Arme' [KU-Bedb, verbr.], glatte Händ 'Hände ohne Schwielen' [LA-Gommh, verbr.], e g. Gesicht 'hübsches, zartes Gesicht' [KU-Wolfst, verbr.], glatte Hoor 'nach hinten gekämmtes Haar' [ ZW-Bechhf LU-Alsh Neuhf]. Des isch e glatter Hund 'kurzhaariger Hund' [ NW-Geinsh LU-Alsh], e glatti Kuh 'gut genährt, mit glänzendem Fell' [ GH-Nd'lustdt]. Man unterscheidet hooriche un glatte Raupe [ NW-Frankeck]. In der Landwirtschaft verwendet man die g. Walz [ HB-Kirrbg ZW-L'wied]; vgl. PfWB Glattwalze. Vergleiche: Er is so g. wie e Fisch [KU-Diedk, verbr.], g. wie e Aff am Arsch, vom bartlosen Gesicht [ KL-Mölschb ZW-Bechhf LU-Neuhf]. Der Dackel is so g. wie e Spichel, un ee Härche leit wie 's anner [Westricher Kalender 1957]. Eine Frau mit [Bd. 3, Sp. 334] flachem Busen is g. wie e Bichelbrett [Kaislt]; vgl. PfWB Mönchen-Gladbach. — b. übertr. α. 'schlau, sich überall listig hindurchwindend' [verbr.]; vgl. PfWB glattig 1 b α. Der is so g. wie'n Ool (Aal) [LU-Oggh, verbr.]. Zs. PfWB aalglatt. — β. 'heuchlerisch, schmeichlerisch', vgl. PfWB glattig 1 b β, PfWB Glattfisch. Er hat e glatti Zung [ PS-H'einöd KU-Wolfst NW-Hardbg]. Die is immer g. ins Gesicht [ NW-Elmst]. — 2. glatte Frucht, von den Getreidekörnern (Roggen und Weizen), im Gegensatz zur rauhen Frucht (Hafer, Gerste, Spelz). a. 1705: meine Besoldung auf ... 24 Viertel glatten Früchten erhöhet [SSp., Fasz. 518]. — 3. 'quitt'. Mir sin g. (mitnanner) [NW-Leistdt, mancherorts VPf]. — II. Adv. 1. 'ohne Schwierigkeit', vgl. PfWB glattig 2. Die Sach is g. abgang [Kaislt Zweibr]. — 2. 'ohne Umschweife'; eppes g. eraussaa [ KB-Bischh]. — 3. 'völlig, gänzlich'. Des isch g. geloche [Neustdt, verbr.]. a. 1792: Es ist g. aus mit ihm [Klein Prov. 149]. Hann trucke Brot ich nor im Sack, ... dran hann ich g. genunk [Schandein Ged. 17]. — Südhess. II 1376 ff.; RhWB Rhein. II 1257/58; LothWB Lothr. 207; ElsWB Els. I 262; Bad. II 426.
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