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gammern bis Ganf (Bd. 3, Sp. 21 bis 22) | |||
gammern, schw. Gammer-sack, m. Gampel, f., m. gampsen, schw. Gamschel, f. gamschen, schw. Ganasser, m. Ganef Gan-erbe Gan-erbschaft, f. Ganf, m. Gamf, m. ganfen, schw. gamfen, schw. Ganfer, m. f. Ganferin, m. f. ganften Gang, m. gang, Adj. Gang-art, f. gang-bar, Adj. gang-beinig, Adj. gäng(e), Adj. Gängel Gängel-band, n. Gängeler, m. f. Gängler(s)in, m. f. gängeln, schw. Gänger, m. Gängerin gang-heil, Adj. gängig, Adj. Gang-kammer, f. Gängler gänglich Gang-licht, n. Gangsche, f. gangschen, schw. Gang-stecken, m. Gang-stiege, f. Gang-tür, f. gang-wedeln, schw. Gang-werk, n. Gankel, m. Gänkel, n. Gänkelchen, n. Gänkerlein, n. Gans, f. Ganschel ganschelig ganscheln ganschig Gänse-acker, m. Gans-acker, m. Gänse-auge, n. gänse-äugig, Adj. Gänse-bärbel, f. Gans-bärbel, f. Gänse-bein, n. Gänse-berg, m. Gänse-blume, f. n. Gänse-blümchen, f. n. Gänse-blümlein, f. n. Gänse-born, m. Gänse-braten, m. Gänse-brückel, n. Gänse-brünnchen, n. Gänse-brust, f. Gänse-bürzel, m. Gänse-busch, m. Gänse-darm, m. Gänse-distel, f. Gänse-dreck, m. Gänse-drecker, m. Gänse-eck, n. Gänse-ei, n. Gänse-fasel, m. Gänse-feder, f. Gänse-fett, n. Gänse-flaum(en), m. Gänse-fleisch, n. Gänse-flügel, m. Gänse-fuß, m. Gänse-füßer, m. Gänse-füßler, m. Gänsefüßer-rebe, f. f. m. Gänsefüßer-traube, f. f. m. Gänsefüßer-wein, f. f. m. Gänse-füßler Gans-füßler Gänse-futter, n. Gänse-garten, m. Gänse-gaukel, f. Gänse-geißel, f. Gänse-gras, n. Gänse-grete, f. Gänse-gürtel, m. Gänse-hafen, m. Gänse-hals, m. Gänse-haut, f. | 1. 'nach etwas (z. B. Leckerbissen) verlangen', gammere [ IB-Nd'würzb]; vgl. PfWB gauen. — 2. 'mit Bitten bedrängen' [ HB-Kirrbg]. Syn. s. PfWB quälen. — 3. 'zusammenscharren' [PfId. 49 (Bliesg)]. — Südhess. II 1071 gämmern; RhWB Rhein. II 996; Saarbr. 72; LothWB Lothr. 181. 1. a. = PfWB Gammel 1, Gambel [SP-Mechth GH-Hay Klein Prov. 134]; e langi G. [NPfGV Nr. 3/1926]; e großer G. [ ZW-Lambsbn]. — b. 'schmutzige Person' [PfId. 49 (IB-Blieskst)]. — 2. 'großes Mädchen, das sich noch kindisch gibt'; aldi G. [ LU-Neuhf]; vgl. PfWB Gammel 2 b. — 3. Zs. PfWB Butzengampel. — Südhess. II 1072; RhWB Rhein. II 997; Bad. II 283. [Bd. 3, Sp. 22] gampse [ LA-Rhodt]; vgl. PfWB ganfen. Südhess. II 1071/72 gammsen; RhWB Rhein. II 996. 1. f. 'Gelände, das sich ehedem im Gemeinbesitz mehrerer Dörfer befand', auch PfWB Haingeraide und PfWB Ganerbschaft genannt. Zu den bekanntesten Ganerben in der Pfalz gehören die beiden Ganerbenwälder westlich von Dürkheim und das ehemalige Weidegelände am unteren Speyerbach. Der große Ganerbenwald heißt auch Herxheimer Ganerbschaft bzw. Großganerbschaft, der kleine Ganerbenwald auch Bobenheimer oder Kleine Ganerb bzw. Kleine Ganerbschaft. An die Ganerb am Speyerbach erinnert heute der zu NW-Haßl gehörende Wohnplatz gleichen Namens. Anteilgemeinden dieser rund 690 ha umfassenden Ganerb waren Haßloch und Gommersheim als Häupter der Gemeinschaft, sowie Böhl, Iggelheim, Hanhofen, Harthausen und Dudenhofen. Bei der Auflösung und Aufteilung im Jahre 1819 erhielten Hanhofen, Harthausen und Gommersheim die größten Anteile. De Vadder fahrt uff d' Ganerb heit, for Gerschd dort ei(n)semache [Kunnrädel 32]. 16. Jh.: Vnd wysen aüch die Spyerbach von Dudwyher (NW-Duttw) margk an bus an die ganeerbe zü eym rechtten vnderscheydt zwüschen ine (d. h. den Bewohnern von Geinsheim) vnd den von Haselach (Haßloch) [PfWeist. II 618 (NW-Geinsh)]; vgl. PfWB Erbenbüsche. — 2. m. a. 'wer Erbgenosse einer Ganerbe (s. oben 1) ist'. 16. Jh.: Dies sint Recht So die gan Erben Handt [SSp., Lgb. 53, Bl. 227 (SP-Hanhf)]. a. 1560: Nun folgen die wälde so vns Ganerben angehörig [DirmstAWeist.]. — b. Neckname der Bewohner von Germh, Ganerb. — Entstanden aus Geanerbe 'Mitanerbe', Weigand I 617, DWB DWb. IV/1, 1, 1215. Zur Entstehung der Ganerbschaften vgl. auch Wenz 139 ff., PfMHk. 1926, S. 187 ff., PfW 10/1968, S. 5. — -erbschaft f. : = PfWB Ganerbe 1. 1563: Diese wälder der ganerbschaft liegen dieser zeit im streit [PfWeist. I 89 (FR-Beindh)]. Zs. PfWB Waldganerbschaft. DWB DWb. IV/1, 1, 1218.
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