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Ge-mahd(en) bis Ge-markt (Bd. 3, Sp. 185 bis 187) | |||
Ge-mahd(en), m. ge-mähen, schw. ge-mahnen, schw. Ge-maiasch, f. ge-mällich Ge-mangse, n. Gemanns-mahd, f. Ge-mark, f., n. f. f. märk(e), f., n. f. f. Ge-markung, f., n. f. f. Gemark(en)-stein, m. Gemarkungs-stein, m. Gemark(en)-gericht, n. Ge-markt Ge-markung Gemärsch ge-marschieren, schw. Ge-marschier(s), n. Ge-marschores, n. Ge-matsche, n. Ge-mäuer(s), n. Ge-maule, n. Ge-mäumel, n. Ge-maungse, n. Ge-maunze, n. Ge-mauschel, n. ge-mein, Adj. Ge-meinde Gemeinde-amt, n. Gemeinde-einnehmerei, f. Gemeinde-esse, f. Gemeinde-graben, m. Gemeinde-sekretär, m. Gemein(d)s-leute, Pl. Gemein(d)s-mann, m. Gemein(d)s-weiber, Pl. Ge-meine, f. -meinde, f. Gemeine-acker, m. Gemeine-backhaus, n. Gemeine-bann, m. Gemeine-brunnen, m. Gemeine-büttel, m. Gemeine-diener, m. Gemeine-farren, m. Gemeine-fasel, m. Gemeine-feld, n. Gemeine-gasse, f. Gemeine-glocke, f. Gemeine-gut, n. Gemeine-haus, n. Gemeine-herde, f. Gemeine-holz, n. Gemeine-hure, f. Gemeine-kasse, f. Gemeine-kosten, Pl. Gemeine-krippe, f. Gemeine-land, n. Gemeine-lump, m. Gemeine-platz, m. Gemeine-politik, f. Ge-meiner, m. Gemeine-rat, m. Gemeinerats-mitglied, n. Gemeinerats-sitzung, f. Gemeinerats-wahl, f. gemeiner-hand, Adv. Ge-meines, n. Gemeine-saal, m. Gemeine-säckel, m. Gemeine-schelle, f. Gemeine-schreiber, m. Gemeine-steuer, f. Gemeine-stier, m. Gemeine-straße, f. Gemeine-stücke, Pl. Gemeine-tochter, f. Gemeine-uhr, f. Gemeine-umlagen, Pl. Gemeine-versammlung, f. Gemeine-verwaltung, f. Gemeine-vorsteher, m. Gemeine-waage, f. Gemeine-wald, m. Gemeine-weg, m. Gemeine-wiese, f. Gemeine-zettel, m. ge-meiniglich, Adv. ge-meinlich, Adv. ge-meinsam, Adj. Gemein-schaft, f. Gemeinschafts-leute, Pl. Ge-melke, n. gemeine Ge-mergel, n. Gemerich, m. Ge-misch, n. Ge-mischels, n. Gems-horn, n. Ge-muckel, n. | 1. 'Reihe gemähten Grases oder Getreides', Gemahd (gəmād) [NW-Haßl Spey LA-Nußd Lambert Penns 63 Don-Torscha Tscherwk Werb Kernei verbr. Gal Buch-Illisch Onufry], Gemahr [ Gal-Golkowice Biczyce], Gemohr [ Gal-Neukalusz], Gemahde [NOPf nördl. Teil der SOPf vereinzelt NPf PfId. 51 verbr. Don-Gal Buch], Gemahre [NPf vereinzelt NWPf KL-O'arnb PS-Schopp Gal-Unterb Stadlo]; e G. Gras (Klee) [verbr.]; e G. Hawwer [ LA-Nußd Gal-Dornf]; e doppelder G. (wenn auf dem Hinweg gegen das stehende Gras gemäht wird, auf dem Rückweg vom stehenden Gras weg) [verbr. Gal]; vgl. PfWB Furche 3 a, PfWB Gang 6 d α, PfWB Mahd(en), PfWB Schwaden. Zs. PfWB Viergemahden. — 2. 'auf Längsstreifen zusammengeharktes Heu'; 's Haai uf Gemahde zammereche [ LU-Alsh KB-Zell]. Des gebt dicke G. [ Gal-Obl]. — Südhess. II 1234; RhWB Rhein. V 714. 1. '(an etwas) erinnern', gemahne (gəmnə) [KU-Kaulb A'glan RO-O'hs Obd NW-Gimmdg Haßl Spey Lambert Penns [Bd. 3, Sp. 186] 63], gemohne [ KU-Gangl Gal-Dornf]. Wann de sou babbelscht, gemahnscht mich an dein Groußvadder [ NW-Gimmdg]. Du gemahnscht mich an unser alder Schimmel deheem; der is aa so kreizlahm rumgeloffe [Reichard Penns 428]. De Schorsch gemaant em wie e Urwäldler [Kühn Schnitze II 107]. Er dut mich widder dran gemohne 'bringt das Unangenehme in Erinnerung' [ KU-Gangl]. — 2. 'den Anschein erwecken'. 's hot mich gemahnt 'Es schien mir so' [ LA-Venn]. Das gemahnt mich emol artlich 'kommt mir komisch vor' [KU-Kaulb, verbr., Zahn Pläsier 73]. Wie gemahnsche mich dann? 'Was soll ich von dir halten ?' [ RO-Semb, Don-Schowe Torscha Gal-Dornf]. 's gemahnt mich noch als wie 'ne Morjetraam [Schandein Ged. 181]. — Südhess. II 1234/35; RhWB Rhein. V 744; LothWB Lothr. 194; ElsWB Els. I 687; Bad. II 358. 1. 'die ganze zu einem Dorf gehörende Feldflur', Gemark [verbr. bes. NPf, s. K. 22, verbr. Gal], Gemarkung [verbr. bes. VPf Don-Segenthau verbr. Gal Buch-Altfratautz Tereblestie Rußl-Rastatt], Gemarik [ KU-Rothsbg PS-Gersb], Gemarking [ NW-Wachh], Gemärk [ RO-Finkb KL-Schneckhs NW-Gönnh]. Syn. s. PfWB Bann 1; vgl. auch PfWB Beriß 1, PfWB Etter 1. 's Kannler Gemark isch groß [ GH-Kand]. Fränsem hot e schäni Gemark [ NW-Freinsh]. RA.: Der zieht Dischdele for die ganz Gemark, von einem Bauern, der auf seinem Acker die Disteln nicht vertilgt [ KU-Schmittw/O]. Dem geheert die ganz Gemark, vom Dieb [ NW-Weish/S]. Du kannscht mich gewanneweis — dann siehscht, wu 's Gemark ufheert, Abwandlung des Götzzitats [ GH-Bellh]. a. 1492: darzu den ußmerckern, die dan gutter in dieser gemarcken haben [PfWeist. I 11 (FR-Albsh)]. a 1505: vnd steet eyn born In der gemercke [ KB-Bischh]. a. 1565: hagen vnd jagen alles wiltprets hab die churfurstlichen Pfaltz in Belheimer gemarken [PfWeist. I 94 (GH-Bellh)]. a. 1717: ob einer ... mit vieh, waßerley es wolle, uff unsere gemarkkung nahe, der soll die gemeindestraßen fahren [ebd. I 4 (KU-Adb)]. a. 1736: Otterberger Gemarkt [GdeArch. von KL-Ottbg, Lb. von Otterbach [Bd. 3, Sp. 187] u. Sambach 144]. — 2. 'Gemarkungsgrenze, Grenzstein, -zeichen', vgl. Gemarkstein. a. 1485: Item ob jemant dem anndernn stein, zeihenn oder gemerck verruckt, vorttstecket oder außwerff, der hett verbrochenn die hochste buß [PfWeist. II 656 (KU-Glmünchw)]. a. 1553: Darzwischen haben sie ihre stein, alle gemärk und maß [ABlieskst. 45]. 16. Jh.: wenn einer mit seinem Pflug oder mit der Egge ungefährlich einen Markstein oder Gemärk auswirft, so soll er stillhalten und das Gemark wiederum aufstellen [Dimel 45]. a. 1600: und ist diese Heck ein gemarkung oder geloch [Vellmann Wolfst.]. — F.: Der Vokal in der Stammsilbe ist zumeist kurz; Dehnung (meist --) vorn. NPf und VPf. Genus bei Gemark überwiegend f.; n. vorn. VPf. — Südhess. II 1235, 1236; RhWB Rhein. V 877; Bad. II 358.
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