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Gelb-michel bis Gelbrüben-kraut (Bd. 3, Sp. 163 bis 164) | |||
Gelb-michel, m. Gelb-milding, m. Gelb-nase, f. Gelb-praume, f. Gelb-rübe, f. Gelbrüben-blaser, m. Gelbrüben-gesicht, n. Gelbrüben-grübe, f. Gelbrüben-häckel(chen), n. Gelbrüben-kopf, m. Gelbrüben-kraut, n. Gelbrüben-land, n. Gelbrüben-reiber, m. Gelbrüben-saft, m. Gelbrüben-salat, m. Gelbrüben-samen, m. Gelbrüben-schabsel, n. Gelbrüben-schwänze, Pl. Gelbrüben-tanz, m. Gelb-scheck, f. gelb-scheckig, Adj. Gelb-schimmel, m. Gelb-schisser, m. Gelb-schnabel, m. Gelb-schwamm, m. Gelb-seicherin, f. Gelb-sucht, f. gelb-süchtig, Adj. Gelbsuchts-dorn, m. Gelbsuchts-wurzel, f. Gelb-veigel, n. Gelb-veilchen, n. Gelb-vogel, m. Gelb-wagen, m. Gelb-wasser, n. Gelb-weide, f. Gelb-woche, f. Gelb-wurst, f. Geld, n. geld-arm, Adj. Geld+-bete, f. Geld-beutel, m. Geldbeutel-blume, f. Geldbeutel-wäsche, f. Geld-blase, f. Geld-bote, m. Geld-brief, m. Geldbrief-träger, m. Geldelns, n. Geld-feuer, n. geld-gierig, Adj. Geld-glut, f. Geld-gurt, f. Geld-heber, m. Geld-herr, m. Geld-hunger, m. geld-hungrig, Adj. Geld-kasse, f. Geld-katze, f. Geld-kiste, f. geld-klemm, Adj. Geld+-klemme, f. Geld-korb, m. Geld-laden, m. Geld-macher, m. Geld-macherei, f. Geld-mann, m. Geld-mensch, m. Geld-narr, m. Geld-sache, f. Geld-sack, m. m., n. Geld-säckel, m. m., n. Geld-schank, m. Geld-schisser, m. Geld-schlange, f. Geld-schlunk, m. Geld-schublade, f. Geld-schüssel, f. Geld-spiel, n. Geld-stehler, m. Geld-strafe, f. Geld-stück, n. Geld-tasche, f. Geld-zins, m. Ge-lebe, n. Ge-lecks, n. Gelée, n., m. Gelée-schisser, m. Ge-lege, n. ge-legen, adj. Ge-legenheit, f. Ge-leger, n. gelege-weise, Adv. Geleg-garbe, f. ge-lehm, Adj. ge-lehrig, Adj. ge-lehrt, Adj. Ge-lehrter, m. Ge-leich ge-leidig, Adj. | 1. 'Feuerlilie (Lilium bulbiferum)', -näs (beim Riechen bekommt man eine gelbe Nase) [ZW-Dellf KL-Fischb (Wilde 160)]; vgl. PfWB Bauernlilie. — 2. Spottname für einen, der an der Blume gerochen hat, -nas [FR-Grünstdt (Wilde 160)]. — RhWB Rhein. II 1173, IX 1248. — -praume f.: 1. 'Mirabelle (Prunus domestica)', -braimlich (Dim. Pl.) [LA-Herxh (Wilde 175)]. — 2. 'Reneklode (Prunus insititia)', -braume (Pl.) [ PS-Heltbg]. — RhWB Rhein. IX 1248. — -rübe f.: 1. a. 'Mohrrübe, Karotte', Gellerieb (gęlərīb) [verbr. bes. mittl. u. südl. WPf östl. NPf nördl. VPf, seltener übrige Pfalz], Gell- (gęl-) [vereinzelt mittl. u. südl. WPf und VPf verbr. Gal], Gääle- (glə-) [verbr. NWPf westl. NPf vereinzelt mittl. u. südl. VPf], Gääl(gl-) [ RO-Dielkch Rockhs LA-Nd'hochstdt GH-Kand], Geele (gēlə-) [KU-Schmittw/O Quirnb Reichsth A'glan KL-Lind mancherorts mittl. VPf (Wilde 67)], Geel- (gēl-) [KU-Etschbg Altkch Brück Breitb RO-Gundw KL-Ottbg (Wilde 67) PS-Geisbg LA-Wollmh Beam Penns 40 Don-Tscherwk], Geller- [Zweibr RO-O'hs FR-Tiefth LU-Friesh NW-Kallstdt], Gäler- [ PS-Erfw], Gaale- [ KU-Föckbg RO-Rehborn Duchroth], Gälwe- [KU-Lauteck (Wilde 67)]; Pl. -riewe (-rīwə). Sie dut Gelleriewe schawe [NW-Haßl, verbr.]. Die Gellriewe stehn so dick wie die Hoor uf'm Kopp [ ZW-Bechhf]. Mer esse heit Bahne un Gääleriewe darchenanner [ KU-Bedb]. Ich ess die Gellriebcher so gern [ Gal-Lindf]. Mittel gegen Würmer: rohe Gellriewe [ ZW-Battw]. Der Hund schabt Gääleriewe (kratzt sich wegen der Flöhe) [Wilde 67]. Blinzel net so wie e Gans nooch're G. [ PS-Geisbg]. Er drickt sich rin wie die Sau in die Gelleriewe [ Gal-Lindf]. Die alt Rechierung is iwwer die Gälleriewe gejagt worre 'wurde gestürzt' [ NW-Freinsh]. Ich bin ferdich wie e G. 'abgearbeitet' [Krieger 18]. Der Sorglose sagt: Wann ich gestorwe bin, kännen se mer e G. hinneneinstecke, dann schlääfen mich die Gäns [Bd. 3, Sp. 164] naus (auf den Friedhof) [ NW-Ellstdt]. D' Junge wachsen in d' Höch wie die Bääm, un mer Alte (wachsen) unnerschig wie die Geelerüwe [Zahn Pläsier 212, Wilde 67]. Volksgl.: Sät man die G. im Zeichen des Fisches, dann werden sie lang; die im Zeichen des Krebses gesäten werden grindig [Schandein Bav. IV/2, S. 379/80]. Rätsel: Hoorig enin (Gelbrübensamen) un spitz eraus (aus der Erde); hart enin (in den Kochtopf) un weech eraus [Hebel 121]. VR.: Mein Schatz macht Gäälriewe aus, bringt noch ken Schwänzche eraus, Reim zum Gelbrübentanz [ KU-Bedb]; Var. s. PfWB Schatz. Kathrinche, Filpinche, was kochschde deim Mann? — Gellriebcher, Gellriebcher, un Zwiwwelcher dran [ Gal-Dornf]. Gellriewe, Gellriewe, wie sein ehr so gut! Wie sein ehr noch viel besser, wann mer e Stickelche Fleisch derzutut! [ Gal-Hartf]. — b. wilde Gääleriewe füttert man dem Vieh [vereinzelt, Lambert Penns 62]; vgl. PfWB Pferdsgelbrübe 1. — c. 'Pastinake'; wilde Gääleriewe [ LA-Venn]. — 2. a. 'lange Nase', scherzh., wohl im Hinblick auf die Gelbrübennase des Schneemannes [verbr.]. Was der e G. im G'sicht hot! [ KL-Fischb]. Beim Schnupfen troppst die G. [Krieger 27]. — b. 'männliches Glied', bes. beim Ochsen [vereinzelt]. De Ochs streckt die G. eraus [ KL-Fischb]. — c. 'Klarinette', auch 'Flöte', Musikantenspr. [mancherorts bes. mittl. WPf]; vgl. PfWB Gelbrübenblaser. Er bloost die G. [Zweibr]. Die G. heert mer aa immer noch eraus [ KU-Kaulb]. — d. Geeleriewe, Uzname für die Bewohner von KU-Breitb und KL-Lind. Zum -e- in der Wortfuge vgl. PfWB Dickrübe. — Südhess. II 1212/13; RhWB Rhein. IX 1248; ElsWB Els. II 221; Bad. II 350.
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