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Pfälzisches Wörterbuch 
 
Ge-horsam bis Gehren-weg (Bd. 3, Sp. 130)
 
Ge-horsam, m.
Gehört-sich, n.
ge-host, Adj.
Ge-hotzelte, Pl.
Geh-platten, Pl.
Geh-rauch
Gehr-dauge, f.
Gehren, m.
gehren, schw.
Gehren-berg, m.
Gehren-weg, m.
Gehret
gehrig, Adj.
Geh-rock, m.
Gehrung, f.
Gehrungs-säge, f.
Gehr-weiler, ON
Geh-schritt, m.
Gehstdu-hintermir, m.
Gehstdu-wegdahinten, m.
Gehstdu-hintenweg, m.
Gehstdu-weg, m.
Geh-steig, m.
geh-stützig
Ge-hudel(s), n.
Gehudel-wesen, n.
Ge-hüge, n.
Ge-hugnis, n.
Ge-hüle, n.
Ge-hummer, n.
Ge-huppse, n.
Gehurgel-knöpfe, Pl.
ge-hurgeln, schw.
Ge-huste, n.
Ge-hüstel(s), n.
Ge-hutsch, n.
Ge-hütsch, n.
Ge-hutschel, n.
Ge-hutschel, n.
Geh-weg, m.
Gehweg-dahinten, m.
Geh-werk, n.
Gei
geier
Geier, f.
Geier, m.
Geierer, m.
gei(e)rig, Adj.
Geier-maul, n.
geiern, schw.
Geiers-äcker, Pl.
Geiers-berg, m.
Geiers-brunnen, m.
Geiers-bühl, m.
Geier-schnause, f.
Geier(s)-nest, n.
Geier(s)-stein, m.
Geier(s)-woog, m.
Geifer, m.
Geifer-lappen, m.
geiferlich, Adj.
geifern, schw.
Geige, f.
geigen, schw.,  st.
Geigen-bogen, m.
Geigen-kasten, m.
Geigen-mann, m.
Geigen-sack, m.
Geigen-spieler, m.
Geigen-stunde, f.
Geiger, m.
Geigerei, f.
geil, Adj.
Geil-äcker, Pl.
Geil-bach, f.
Geil-baum, m.
geilen, schw.
geilerisch, Adj.
geilern, schw.
Geil-weide, f.
Geimchen, n.
Geins-heim, ON
Geischel
Geischtel
Geisel-hofmann, m.
Geiß, f.
Geiß-bart
geiß-bärtig
Geiß-beine
geiß-beinig, Adj.
Geiß-blatt
Geiß-blume
Geiß-bock
Geißbock-fest, n.
Geißbock-füße, Pl.
Geißbock-schneider, m.
Geißbock-versteigerung, f.
Geiß-delle
Geißel, f.
Geißel-brunnen, m.
   Ge-horsam m.: 'Gefängnis'. Er kimmt in de Gehorsam [ KL-Wörsb]. Syn. s. PfWB Kittchen. a. 1724: der gehorsam oder betzen Cammer [Gerichtsbuch von RO-Münchw im Heimatmuseum Rockhs]. DWB DWb. IV/1, 2, Sp. 2539 Gehorsam 3.
 
 
Gehört-sich n.: 'gutes Benehmen'. Der hat gar kee Gheertsich [ Don-Lenauh]; vgl. PfWB gehören 2. Südhess. II 1180 Z. 17.
 
  
ge-host Adj.: in der Verb. gut gehoost 'feste Schenkel aufweisend', vom Rindvieh [ ZW-Battw]. DWB DWb. IV/1, 2, Sp. 2542.
 
  
Ge-hotzelte Pl.: 'Scheiben von gekochten Kartoffeln, auf der Herdplatte beidseitig geröstet und dann in einer Schüssel mit Butter und Salz geschüttelt', Gehotzelde [ KU-Bedb]; vgl. PfWB hotzeln.
 
  
Geh-platten Pl.: 'Steinplatten, die man früher zum Gehen in der Mitte der Dorfstraße auslegte', Gehplatte [ BZ-Dernb].
 
 
Geh-rauch s. PfWB Höhrauch.
 
  
Gehr-dauge f.: 'halbmondartige, spitz endende Randdaube des Faßbodens', Gehrdau [ FR-Albsh]; vgl. PfWB Gehren 2 c.
 
  
Gehren m.:
1.
a. 'Schoß', bes. 'Schoß der Mutter', Gehre (gērə) [ WD-Niedkch], (grə) [RO-Feil (PfId. 49)], Gihre (gīrə) [ RO-Odh Rehbn] Gerre (gärə) [lothr. SWPf]; 's Kind uf de G. nemme [verbr. NWPf SWPf]. —
b. 'Schoßteil am Frauenrock', vgl. PfWB Gehrung 1 b, PfWB gehrig. Ich han mer e naue Gerre in mein Rock gesetzt [lothr. SWPf]. —
c. 'Kleiderzipfel'. 15. Jh.: Ist es aber, dasz (der fremde Mann) nit antworten wil, so sol der ancleger in begryfen by dem geren vnd sol in dem richter beuellen [PfWeist. I 245 (LA-Diedf)]. —
2.
a. 'äußerstes (spitz zulaufendes) Stück des Fußbodens', Gehre [ NW-Mußb LA-Göckling Frankw]. —
b. 'schräger Teil an der Tür', Gehre [ LA-Ilbh Walsh]; vgl. PfWB Gehrung 2. —
c. = PfWB Gehrdauge, Gehre [ FR-Albsh LA-Nußb Böching]. —
d. 'Werkzeug des Küfers zur Herstellung von Rillen an den Daubenenden', Gehre [ FR-Albsh]; vgl. PfWB Gehrungssäge. —
3. FlN für spitz zulaufendes Feldstück, Gehre [verbr.]; vgl. PfWB Gehrenweg, PfWB Frechte 1. — Mhd. gēre. — Südhess. II 1263/64; RhWB Rhein. II 1192/93; Saarbr. 79; LothWB Lothr. 197; ElsWB Els. I 229; Bad. II 334.
 
  
gehren schw.: 'schräg schneiden', Fachausdruck der Schreiner, gehre [ GH-Berg]; vgl. PfWB Gehren 2.
 
 
Gehren-berg m.: FlN für einen spitz auslaufenden Berg bei KL-Baalbn; a. 1600: Gehrenberg, a. 1609 u. a. 1731: Gernberg. Bad. II 335. — -weg m.: FlN in ZW-Marthh, Gehrnweg; vgl. PfWB Gehren 3.