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Holz bis Holz-baracke (Bd. 3, Sp. 1152 bis 1155) | |||
Holz, n. Holz-apfel, m. Holzapfel-baum, m. Holzapfel-brühe, f. Holz-arm, m. Holz-art, f. Holz-äsche, f. Holz-aufnehmer, Pl. Holz-axt, f. Holz-ball, m. Holz-baracke, f. Holz-bauer, m. Holz-beil, n. Holz-bein, n. Holz-biegen, m. Holz-birne, f. Holzbirnen-kopf, m. Holz-block, m. Holz-bock, m. holz-bockig, Adj. Holz-bollen, m. Holz-brücke, f. Holz-bündel, n. Holz-bütte, f. Holz-dörren, n. Holz-dreher, m. Holz-egge, f. Holz-eimer, m. Holzeisen-egge, f. Hölze(l)-klumpen holzen, Adj. hölzen, Adj. hölzern, Adj. holzen, schw. Hölzen-graben, m. holzenig, Adj. hölzenig, Adj. Holzen-stück, n. Hölzer-lipps, m. hölzern Hölzer-schuh Holz-essig, m. Holz-fahrer, m. Holz-farn, m. Holz-flechtwerk, n. Holz-flözen, n. Holz-flözer, m. Holz-formen, Pl. Holz-förmchen, Pl. Holzform-guts, n. Holz-fuhre, f. Holz-fuß, m. Holz-gabel, f. Holz-galoschen, Pl. Holz-gärtchen, n. Holz-gärtlein, n. Holz-gebäck, n. Holz-gebackenes, n. Holz-gefräß, n. Holz-geld, n. Holz-gemark, f. Holz-gerist, n. Holz-gerümpel, n. Holz-gerüst, n. Holz-geschmack, m. Holz-gestell, n. Holz-getäfel, n. Holz-hacke, f. Holz-hacker, m. Holz-hafer, m. Holz-hahnen, m. Holz-hammer, m. Holz-hand, f. Holz-hauer, m. Holz-haufen, m. Holz-haus, n. Holz-hof, m. Holz-hube, f. Holz-huhn, n. holzig, Adj. hölzig, Adj. Holz-joch, n. Holz-kandel, m. Holz-kaplan, m. Holz-karch, m. Holz-kasten, m. Holz-keidel, m. Holz-keller, m. Holz-kelter, f. Holz-kiste, f. Holz-klappen, Pl. Holz-kläpper, f. Holz-klauer, m. Holz-klicker, m. Holz-kloben, m. Holz-klotz, m. Holz-klumpen, m. Holze-, m. Hölze(l)-, m. Holz-knorzen, m. | 1. a. 'H. als Stoff', Holz (holds, seltener hǫlds) [weit verbr.], (hols) [mancherorts], Hulz (hulds) [ KU-Langb O'alb Dennw Konk WD-Niedkch RO-Rehborn]; hardes (wääches, gesundes) H. [NW-Kallstdt, verbr.]. Zu den Holzarten vgl. PfWB affoltern, PfWB ahornen, PfWB aspen, PfWB bellen2, PfWB birken, PfWB birnbaumen, buchen/ PfWB büchen, PfWB tannen, PfWB eichen1, PfWB erlen, PfWB forlen, PfWB haseln, PfWB kiefern, PfWB nußbaumen. Zs.: PfWB Ahorn-, PfWB Pappel-, PfWB Birken-, PfWB Buchen-, PfWB Tannen-, PfWB Treib-, PfWB Eichen-, PfWB Erlen-, PfWB Eschen-, Fichten-, PfWB Forlen-, PfWB Haseln-, PfWB Kiefern-, PfWB Laub-, PfWB Linden-, PfWB Nadel-, Nußbaum-, Zwetschenbaumholz. Das H. geht noch 'ist noch zu verwenden' [ ZW-Bottb]. SprW.: Uf'm harte Boddem wachst 's beschte H. [ PS-Saalstdt mancherorts Gal]. 's wächst alle Johr H. for e Määsekar 'Für den dringenden Bedarf ist immer Hilfe vorhanden' [ GH-N'potz]. Dummheit un Stolz wachsen uf oom H. [Gal-Augustd, verbr. Gal Buch Don-Ulmb]. — b. 'die Zweige am Rebstock, an Sträuchern'; jung H. 'Trieb vom letzten Jahr' [NW-Kallstdt, verbr.]. Zs.: PfWB Bodem-, PfWB Trag-, PfWB Frucht-, PfWB Mittel-, PfWB Reb-, Riesling-, PfWB Un-, PfWB Wildholz. Der Stock do hot dot H. [FR-Albsh, verbr.], kräftiches H. [ BZ-Heuchh], schlecht H. [verbr.]. 's därr H. is ganz sprock [ KU-Schmittw/O]. — 2. 'Brennholz', grienes (nasses, truckenes, knuppiches) H. [KL-Stelzbg, verbr.]; H. mache [verbr.]. Wann de Dag kummt, misse mer am H. sein [ LU-Alsh]. Ich han e Ster H. gehackt [Kaislt]. RA. u. Vergl.: Sie isch dumm wie H. [ ZW-Battw]. Er säät H., vom Schnarcher [KL-Erlb, verbr.]; dass. von einem Inhaftierten [ ZW-Battw]. Die Vollbusige hat H. vor de Deer (vorm Haus) [ KU-Trahw, mancherorts]. Wer einen Streit schürt, traacht H. zum Feier [LA-Impfl]. Fastnachtsspruch der Schulkinder: Herr Lehrer, lassen Sie uns heim! Die Buwe missen H. hacke, die Mädle missen Kichlich backe [LA-Impfl]. Zum Niesenden sagt man: G'sundheit, Sägbock! Der Angesprochene erwidert: Leg Holz druf! [ FR-Merth]. Zungenbrecher: Hinner'm hooche Haufe H. hocken hunnert Hase [PennsDeitschEck 7. 12. 1935]. Eine Ortsneckerei s. PfWB Gleiche. Ein SprW. s. PfWB geheim 1 a. Volksgl.: Das am Karsamstag geweihte H. wird auf dem Speicher aufgehängt und soll gegen Blitzschlag helfen [ NW-Geinsh]. Wann em die Hand beißt, soll mer sie an H. reiwe [Fogel [Bd. 3, Sp. 1153] Beliefs Penns Nr. 299]. Mer därf ken H., wu 's Gewitter neing'schlage hot g'hatt, in'me Haus verbrenne, schunscht schlagt 's Gewitter a ins Haus [ebd. Nr. 1071]. Rätsel: Welle Stiwwel sin vun H. (die Wingert- und Pflugstiefel) [Klein Wag. 117]. Rätsel von der Korbflechterei: Grad H., krumm geboo, mit Menschehänn dedorchgezoo; wann de Aarsch wackelt, dann geht's [Hebel 114]. a. 1450: das holts darzu geben, den offen damit zü wermen [PfWeist. II 683 (KB-Göllh)]. a. 1566-87: 1 gulden 3 ½ Schilling han mir den Forleuten geben houltz zu hollen [SSp., Kirchenrechnung Wernersberg]. Zs.: PfWB Abfall-, PfWB Anmach-, PfWB Back-, PfWB Brenn-, PfWB Prügel-, PfWB Treib-, PfWB Trift-, PfWB Feuer-, PfWB Gab-, PfWB Gipfel-, PfWB Hag-, PfWB Hecken-, Hepen-, PfWB Kien-, PfWB Klafter-, PfWB Lese-, PfWB Loh-, Maser-, PfWB Raff-, PfWB Rod-, PfWB Scheit-, PfWB Schleif-, PfWB Schul-, Spelt-, PfWB Spieß-, PfWB Stamm-, PfWB Stangen-, PfWB Stiefel-, PfWB Stock-, PfWB Stück-, PfWB Stümmel-, Stumpfen-, PfWB Wellenholz. — 3. a. 'H. in der Verarbeitung'; e Stick (e Scheit) H. [verbr.]. Beim Zuschieben größerer Holzbalken rufen die Zimmerleute: H., kumm! [RO-Gundw, verbr.]. Ausruf beim Kartenspielen: Eppes uf de Disch: e Kart orrer e Stick H.! [ KB-Bischh]. a. 1566-87: alß mir das hultz zu der Schauer hant geschleyft [SSp., Kirchenrechnung Wernersberg]. Zs.: PfWB Bau-, PfWB Pflugs-, PfWB Bloch-, PfWB Daugen-, PfWB Floß-, PfWB Galgen-, PfWB Gruben-, PfWB Holländer-, PfWB Kirchen-, PfWB Krippen-, PfWB Lang-, PfWB Nutz-, PfWB Rund-, PfWB Rüst-, Sink-, PfWB Sperr-, Wingert-, Zainholz. — b. 'aus H. gefertigtes Werkzeug und Gerät und dessen Teile'. Gebb mer mol e Helzche! 'Streichholz' [ RO-Bistschd, vereinzelt]. Rätsel vom pflügenden Bauer: Hinne Flääsch un vorre Flääsch, un in de Mitt Holz un Eise [Hebel 114]. Zs.: PfWB Bengel-, PfWB Bett-, PfWB Pflanz-, PfWB Bind-, Bodembrill-, Bodemdiel-, PfWB Brillen-, PfWB Pritsch-, PfWB Prügel-, PfWB Trag-, PfWB Dreh-, PfWB Eimer-, PfWB Fixfeuer-, PfWB Fix-, PfWB Fleisch-, PfWB Gereite-, PfWB Gespärr-, PfWB Hächsen-, Hand-, PfWB Häng-, PfWB Hinter-, PfWB Joch-, Kelter-, PfWB Kerb-, PfWB Kleider-, PfWB Klopf-, PfWB Knie-, PfWB Kopf-, PfWB Kreuz-, PfWB Krumm-, PfWB Kummet-, PfWB Kuppel-, Lege-, PfWB Leuchsen-, PfWB Licht-, PfWB Linien-, PfWB Mechanik-, PfWB Meß-, PfWB Nudel-, PfWB Quer-, Reib-, Reih-, Reiß-, PfWB Reitel-, PfWB Rücken-, PfWB Rung-, PfWB Rütsch-, PfWB Schleim-, PfWB Schlicht-, PfWB Schnärrbogen-, Schwabbel-, PfWB Schwefel-, PfWB Setz-, Spang(en)-, PfWB Spann-, Spelter-, PfWB Spreiz-, PfWB Sprieß-, Steck-, PfWB Streich-, PfWB Stütz-, PfWB Wald-, Wälger-, PfWB Wärgel-, PfWB Wehr-, Wend-, PfWB Winde-, PfWB Winkel-, PfWB Zünd-, Zweig-, PfWB Zwerch-, PfWB Zwischenholz. — 4. 'Wald', vgl. PfWB Gehölz. Zs. Krüppel-, PfWB Schutzholz. 's H. geht uf 'Der Wald ist für Holzsammler geöffnet' [ KL-Stelzbg]. Mer fahren morge ins H. [ GH-Kand]. Sie gehn ins H. [ GH-Hördt, mancherorts]. Er es im H. [ RO-O'mosch]. — 5. Pl. [Bd. 3, Sp. 1154] 'Beine', Helzer [GH-Leimh, verbr. (ohne lothr. SWPf)]. Die hot mol lange (krumme) H. [ KL-Bann, mancherorts]. Du dein H. weg! [Kaislt]. Heb die stracke H. uf! 'Beeile dich!' [ HB-Alth]. Dem treff ich die H. 'Dem haue ich in die Beine' [ LU-Opp]. Zs. PfWB Spazierhölzer. — 6. s. PfWB Pulver-, PfWB Gelb-, PfWB Hartriegel-, PfWB Rauch-, PfWB Süßholz. — Südhess. III 675 ff.; RhWB Rhein. III 783 ff.; LothWB Lothr. 248; ElsWB Els. I 331; Bad. II 759/60. 1. 'Wildapfel', Holzappel, -apfel [verbr.], Hulzappel [ WD-Niedkch]; vgl. PfWB Pelzapfel 1. Holzäpfel sind ein gutes Geliermittel [ KL-Weilb], eignen sich gut für Obstwein [ BZ-Dernb]. Vergl. u. RA.: Das is sauer wie e H. [verbr.]; hart wie e H. 'kerngesund' [Wilde 8]. Sie hat e Keppche wie e Holzäppelche, von einem ebenmäßigen Kopf [Kus]. Du machscht dich wie 'n H. im Liche 'Du änderst dich nicht zum Besseren (wie ein H. vom Liegen auch nicht süßer wird)' [Wilde 8]. Mädchen, die morgens lange im Bett bleiben, sagen: Mer werren vum Leie gut wie die Holzäppel [Pirmas]. Mein Mage vertragt Holzäppel un Schuhnächel [ PS-Erfw]. SprW.: Mit Geduld lernt mer aach Holzäppel esse [ LA-Rohrb]. — 2. Uzname für die Bewohner von BZ-Völkw: Holzäppel. — Südhess. III 679; RhWB Rhein. III 790/01; LothWB Lothr. 248; ElsWB Els. I 59; Bad. II 760. 1. 'wilder Apfelbaum'. VR.: Holzappelbäämche, wie sauer is dein Wein; wann ich bei meim Schätzel bin, kann ich lustig sein [Wilde 10]. Holzäppelbäämche, wie sieß is de Wein; scheen is mein Schätzche, awwer noch klein [WPf]. a. 1547: vonn der marckhenn biß vff ein holtz Apffellbaum [ZweibrOABannb. 59]. — 2. FlN in KU-Albess: Beim Holzappelbaam. — Südhess. III 679; RhWB Rhein. III 791. — -brühe f.: a. 1639 gab es viel Wein; er war aber sauer und wurde Holzapfel-Brühe genannt [Dochnahl 144]; vgl. PfWB Plämpelbrühe. 1. 'Holzasche', -äsch [verbr.]. Geräuchertes Schinkenfleisch wurde früher zum Schutz gegen Mücken in H. gesteckt [ BZ-Dernb]. — 2. ungebrenndi H. 'Stock zum Prügeln' [ Gal-Dornf]. — Südhess. III 679; RhWB Rhein. III 791. — -aufnehmer Pl.: 'Mitglieder des Gemeinderates, die das geschlagene Holz aufnehmen und taxieren'. D' Holzufnemmer sin in de Wald [ LA-Gommh]. — -axt f.: 'Axt der Waldarbeiter', -ax [verbr.], -axt [vereinzelt]; vgl. PfWB Holzbeil, PfWB -hacke. RA.: Er kemmt immer gleich met der Hulzax, von einem ungehobelten Menschen [ WD-Niedkch]. Des es mit de H. ausgehaa 'plump gearbeitet' [KB-Albish, verbr.], mit de H. zugehau [HB-Kirrbg, verbr.], mit de H. ausgehackt [verbr. Don Gal Buch]. Dem geheert [Bd. 3, Sp. 1155] g'schreppt mit de H., weil er nicht zur Einsicht kommen will [ LA-Gommh, mancherorts]. Dem Dummen muß mer mit der H. winke (verzeihe) [ BZ-Dernb KL-Siegb]. Den hän se mit de H. rasiert 'blutig geschlagen' [ GH-Zeisk]. Er schwimmt wie e H. 'Er kann nicht schwimmen' [ PS-Saalstdt]. a. 1748: ein Holtzax [Kurpf. 973— 76, Inventarium Flomersheim]. Südhess. III 679/80; RhWB Rhein. III 791; Bad. II 761. — -ball m.: 'Tanzveranstaltung der Holzhauer', ein Fest zur Beendigung des Holzeinschlags, Hulzbaal [ WD-Niedkch]. — -baracke f.: wie schd., -barack [vereinzelt]. Südhess. III 680. —
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