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Pfälzisches Wörterbuch 
 
Gefüll-ort bis Ge-gacks (Bd. 3, Sp. 110 bis 111)
 
   Gefüll-ort m.: 'im Kohlenbergwerk der halbmondförmige Vorplatz, an dem der Förderkorb mit Kohle gefüllt wird', Gefillort [ HB-Höch].

[Bd. 3, Sp. 111]

 
  Ge-fundener s. PfWB finden 4.
 
  
Ge-fünkel n.: 'beißender Schmerz', G'finkel [ BZ-Dernb]; vgl. PfWB fünkeln 2. Rhein. II 899 Z. 9.
 
 
ge-furchen schw.: 'angrenzen', vgl. PfWB befurchen, PfWB furchen 2, PfWB Gefurchenstein. a. 1463: ein Garten zu Colgenstein, geforcht oben zu der Schmidgassen 'grenzt oben an die Schmiedegasse' und nieden zu Starcken Peter Haus [WerschwReg. Nr. 945]. a. 1582: Juncker Philips von Franckenstein hatt allhir ein backhauß, geforcht oben vnd unden juncker Vitzthum [Pf-Weist. II 525 (FR-Flomh)]. a. 1608: Hat ein erblich verliehene hoffstatt, geforcht naher berg Hannß Geich, naher Rhein Wilhelm Schultheiß [PfWeist. II 729 (FR-Gr'karlb)].
 
 
Gefurchen-stein m.: 'Genzstein zwischen zwei Äckern', vgl. PfWB Furchstein. a. 1537: Item soofft steinsetzens oder maßung von notten, das soll gescheen durch das geriecht oder wer darzuo vonn der herrschafftt verordnet wirt; darvon gebort sich vonn eynnem gefurchenstein sex pfenning vnnd vonn eynem eckstein neun pfenning [PfWeist. II 611 (RO-Gaugrw)].
 
 
Ge-fürz n.: 'schlecht funktionierende Vorrichtung', Gferz [ Don-Schowe Torscha Werb]. Des veflucht G. will net stehn bleiwe [ Don-Werb]; vgl. PfWB Furz II 2 b, PfWB Gefick 1 a. Südhess. II 1162; ElsWB Els. I 146; Bad. II 322.
 
 
Ge-fuschels n.: 'das Betrügen beim Kartenspiel', Gfuschls [ Don-Werb]; vgl. PfWB fuscheln 2, PfWB Fuschlerei. Rhein. II 929 Z. 14.
 
 
Ge-fuser n.: 'abfallende Fasern und Haare', vgl. Fiser/Fuser 1. Do leit so Gefusser erum [KU-Kaulb, Lambert Penns 65]. Volksgl.: Fider e Kuh, as der Idrich (s. iterücken) verlore hot, 's Gfusser in Kleeder (aus Kleidern) [Fogel Beliefs Penns Nr. 846]. Südhess. II 1162 Gefusem; Rhein. II 931 Z. 16 Gefusel(s); Bad. II 319 Gefiser.
 
 
Ge-futter, -füttern.: 'Viehfutter'. a. 1767; An Stroh und Gefütter 13 Ztr. Heu [Kurpf. 940-42 (KU-Einöll)]. a. 1777: Gefutter [LU-Assh, alte Akten]. RhWB Rhein. II 952.
 
  
Ge-gacker n.:
1. 'anhaltendes, lästiges Gackern der Hühner', Gegacker [ KB-Bubh LU-Altr]; vgl. PfWB gackern 1, PfWB Gegacks 1 b. RA.: Viel G. un wenich Eier [ KB-Bubh]. —
2. 'lästiges Schnattern der Enten' [ LU-Altr].
 
  
Ge-gacks, -gäcksn.:
1.
a. 'stockendes Reden', abschätzig, Gegacks [verbr.]; vgl. PfWB gacksen 2 a, PfWB Getottel. Er macht e G. [ LA-Ilbh]. —
b. = PfWB Gegacker 1, Gegäcks [ KU-Schmittw/O]; vgl. PfWB gacksen 1. —
2. 'das Ausplaudern von Geheimnissen', Gegacks [ KU-Schmittw/O]; vgl. PfWB gacksen 2 b. — Rhein. II 970 Z. 1; LothWB Lothr. 188 ElsWB Els. I 252.