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Pfälzisches Wörterbuch 
 
Ge-fuggers bis Ge-futter (Bd. 3, Sp. 110 bis 111)
 
  Ge-fuggers n.: 'Geld', Gefuggers [Kieffer Bilderb. 44]; vgl. PfWB fuggern.
 
  
Ge-fühl n.:
1. 'Empfindung'. Ich häb e dumm Gefihl em Kopp [ LA-Herxh]. So Kinner han e fein G. defor, ob's bei eem stimmt odder nit [Feierowend Nr. 28/1965, S. 5]. —
2. 'Verlangen nach einer bestimmten Speise', vgl. PfWB Gehüge; so e G. han [ KU-Bedb]. — Südhess. II 1162; RhWB Rhein. II 873; LothWB Lothr. 188; ElsWB Els. I 112; Bad. II 321.
 
  
Gefüll-ort m.: 'im Kohlenbergwerk der halbmondförmige Vorplatz, an dem der Förderkorb mit Kohle gefüllt wird', Gefillort [ HB-Höch].

[Bd. 3, Sp. 111]

 
  Ge-fundener s. PfWB finden 4.
 
  
Ge-fünkel n.: 'beißender Schmerz', G'finkel [ BZ-Dernb]; vgl. PfWB fünkeln 2. Rhein. II 899 Z. 9.
 
 
ge-furchen schw.: 'angrenzen', vgl. PfWB befurchen, PfWB furchen 2, PfWB Gefurchenstein. a. 1463: ein Garten zu Colgenstein, geforcht oben zu der Schmidgassen 'grenzt oben an die Schmiedegasse' und nieden zu Starcken Peter Haus [WerschwReg. Nr. 945]. a. 1582: Juncker Philips von Franckenstein hatt allhir ein backhauß, geforcht oben vnd unden juncker Vitzthum [Pf-Weist. II 525 (FR-Flomh)]. a. 1608: Hat ein erblich verliehene hoffstatt, geforcht naher berg Hannß Geich, naher Rhein Wilhelm Schultheiß [PfWeist. II 729 (FR-Gr'karlb)].
 
 
Gefurchen-stein m.: 'Genzstein zwischen zwei Äckern', vgl. PfWB Furchstein. a. 1537: Item soofft steinsetzens oder maßung von notten, das soll gescheen durch das geriecht oder wer darzuo vonn der herrschafftt verordnet wirt; darvon gebort sich vonn eynnem gefurchenstein sex pfenning vnnd vonn eynem eckstein neun pfenning [PfWeist. II 611 (RO-Gaugrw)].
 
 
Ge-fürz n.: 'schlecht funktionierende Vorrichtung', Gferz [ Don-Schowe Torscha Werb]. Des veflucht G. will net stehn bleiwe [ Don-Werb]; vgl. PfWB Furz II 2 b, PfWB Gefick 1 a. Südhess. II 1162; ElsWB Els. I 146; Bad. II 322.
 
 
Ge-fuschels n.: 'das Betrügen beim Kartenspiel', Gfuschls [ Don-Werb]; vgl. PfWB fuscheln 2, PfWB Fuschlerei. Rhein. II 929 Z. 14.
 
 
Ge-fuser n.: 'abfallende Fasern und Haare', vgl. Fiser/Fuser 1. Do leit so Gefusser erum [KU-Kaulb, Lambert Penns 65]. Volksgl.: Fider e Kuh, as der Idrich (s. iterücken) verlore hot, 's Gfusser in Kleeder (aus Kleidern) [Fogel Beliefs Penns Nr. 846]. Südhess. II 1162 Gefusem; Rhein. II 931 Z. 16 Gefusel(s); Bad. II 319 Gefiser.
 
 
Ge-futter, -füttern.: 'Viehfutter'. a. 1767; An Stroh und Gefütter 13 Ztr. Heu [Kurpf. 940-42 (KU-Einöll)]. a. 1777: Gefutter [LU-Assh, alte Akten]. RhWB Rhein. II 952.