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Ge-fälle bis Ge-fasel (Bd. 3, Sp. 105 bis 106) | |||
Ge-fälle, n. ge-fallen, st. Ge-fallen, m. ge-fällig, Adj. Ge-fälligkeit, f. gefangen-nehmen, st. Ge-fangener, m. Ge-fangenschaft, f. Gefäng-haus, n. Ge-fängnis, n. Ge-fasel, n. Ge-fäß, n. ge-faßt Ge-feuer, n. Ge-fecht, n. Ge-fege(t), n. Ge-fezel, n. Ge-fick, n. Ge-fuck, n. Ge-flattcher, n. Ge-flattier(s), n. ge-flazt, adj. Ge-flecht, n. ge-fleckt, Adj. Ge-fleischs, n. ge-fleischt, Adj. Ge-flenne, n. ge-fließen, st. Ge-flimmer, n. Ge-flitschte, Pl. ge-flozt Ge-flügel(s), n. ge-flügelt, Adj. Ge-flunker, n. Ge-foppe, n. -föppels, n. Ge-foze, n. Ge-frage, n. Ge-fragens, n. Ge-fräß, n. Ge-fräß, n. Ge-frieß, n. ge-fräßig, Adj. Ge-freckling, m. Ge-freier, m. ge-freit, adj. Ge-freiter, m. Ge-fresse, n. Ge-freunde, Pl. ge-frieren, st. Gefrier-fleisch, n. Ge-frieß Ge-frisels, n. Ge-frorenes Ge-fuchtel, n. Ge-fuck Ge-fucker, n. Ge-fuggers, n. Ge-fühl, n. Gefüll-ort, m. Ge-fundener Ge-fünkel, n. ge-furchen, schw. Gefurchen-stein, m. Ge-fürz, n. Ge-fuschels, n. Ge-fuser, n. Ge-futter, n. Ge-fütter, n. Ge-gacker, n. Ge-gacks, n. Ge-gäcks, n. Ge-gärte, n. Ge-gatter, n. Ge-gaukse, n. Ge-gauze, n. Ge-gecker, n. gegen Gegen-besuch, m. Gegen-bitte, f. Gegend, f. gegen-einander, Adv. Gegen-eltern, Pl. Gegen-geschwei, n. Gegen-kaut, m. Gegen-mutter, f. Gegen-part, m. Gegen-rede, f. Gegen-schwäher, m. Gegen-schwieger, m. Gegen-stoß, m. Gegen-teil, n. gegen-über, Adv. Gegen-vater, m. gegen-wärtig, Adj. Gegen-wind, m. Gegen-zug, m. Geger geger Ge-geß | 1. a. 'Grad der Neigung', vom fließenden Wasser, von Wegen. 's Wasser hot se wenich Gefell [ KU-Schmittw/O]. — b. RA.: (Der Trinker) hat ein starkes Gefäll [Pauli Heilm. 140]. — 2. aldes Gefell 'baufälliges Haus' [ PS-Donsied]. — 3. Pl. 'ständig anfallende Einkünfte', vgl. PfWB Gülte. Zs. PfWB Präsenzgefälle. a. 1555: gefälle von alten bäumen und von holtz, so es nit zu seiner zeit würde verbauet, höret halb der herrschafft und halb der gemeind [PfWeist. II 697 (LA-Gommh)]. — Südhess. II 1156; RhWB Rhein. II 275; ElsWB Els. I 107; Bad. II 318. 1. a. 'Zustimmung, Gefallen finden, angenehm sein', gefalle (-a- und -ḁ-, s. PfWB fallen) [allg.]. Des Klääd gefallt mer besser [ KL-Enkb, allg.]. Des hot mer arich gut gefall [ KU-Schmittw/O, allg.]. Die Grumbeere sin gequellt, do kann sich jerer schäle, so viel wie's ihm gefällt, Anspielung an das Lied vom Jäger aus Kurpfalz [ KL-Reichb]. Er gefällt mer net 'sieht nicht gesund aus' [ZW-Battw, verbr.]. SprW.: Jerem Narr gefällt sein Kapp [RO-Rehborn, verbr.]. — b. sich etwas g. lassen. Ich kann mer doch net grad alles g. losse [allg.]. — 2. a. '(als Erntegut) anfallen'. a. 1404: Vertrag zwüschen der Gemeyn zu Dydesheim eins und der Gemein zu St. Lambrecht anders Theils, Eckern halben, so jenseit der Neuwenstadter Bach gefallen [PfRh. 1974, S. 69]. — b. 'als Einkünfte zufallen'. a. 1568: Item gefelt ihme (dem Schultheißen) auch der klein zehenden an fruchten, obs vnd anderm zum halben theil [PfWeist. II 661 (LA-Gleisw)]. — Südhess. II 1156; RhWB Rhein. II 270; LothWB Lothr. 188; ElsWB Els. I 106; Bad. II 318. 1. 'Gefälligkeit, Liebenswürdigkeit', G(e)falle; e G. du [allg.]. Häufig gebrauchte Bittformel: Du kennscht mer e G. dun [KL-Stelzbg, verbr.]. SprW.: Wammer annere Leit e G. dut, dut mer sich selbscht e Schmoochet (Schmach) 'Undank ist der Welt Lohn' [Kaislt]. — 2. a. 'Wohlgefallen, Freude'. An so was han ich kään G. [KL-Bann, verbr.]. 's Kind trinkt 'm Gläsi (Gläs'chen) zum G., weil ihm das Glas so gut gefällt [ KU-Schmittw/O]. Der Verliebte laaft ehre zum G. [KB-Kriegsf, verbr.]. — b. 'Belieben'. a. 1537: (Von dem Nachlaß eines zum Tode Verurteilten) soll die herschafft allenn costen entriechtten, dem geriecht ein mal geben, das vbrig ires gefallens verhantirn [PfWeist. II 615 (RO-Gaugrw)]. — Südhess. II 1156 Z. 34 ff.; RhWB Rhein. II 270; LothWB Lothr. 188; ElsWB Els. I 106; Bad. II 318. [Bd. 3, Sp. 106] 1. 'hilfsbereit', umgspr., gefällich (gəfeliχ); e gefällicher Mensch [ BZ-Dernb]. Zs. PfWB ungefällig. SprW.: Mer muß sich in die Zeide schicke: gefällich sein un veel sich bicke [ KU-Schmittw/O]. — 2. 'zusagend, angenehm, angemessen'. Wann's gefällig isch, ... setzt Eich jetz hordig an de Disch [Keiler 137]. a. 1313: zimeliche nd gevellicliche [SpeyUrk. 213]. — Südhess. II 1157; RhWB Rhein. II 276; LothWB Lothr. 188; ElsWB Els. I 107; Bad. II 318.
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