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hinhinter-fahren bis hinken (Bd. 3, Sp. 1041 bis 1043) | |||
hinhinter-fahren, st. hinhinter-gehen, st. hinhinter-kommen, st. hinhinter-nehmen, st. hin-hocken, schw. hin-hudeln, schw. hin-huscheln, schw. hin-huschen, schw. Hinkel hinkeln, schw. Hinkel-stein, m. hinken, schw. Hinker hin-kleben, schw. hin-knacken, schw. hin-knallen, schw. hin-knuffen, schw. hin-kollern, schw. hin-kommen, st. hin-können, schw. hin-kotzen, schw. hin-krabbeln, schw. hin-kriegen, schw. hin-kritzeln, schw. hin-lachen, schw. hin-lackeln, schw. hin-langen, schw. hin-länglich, Adj. hin-lässig, Adj. hin-latschen, schw. hin-laufen, st. hin-ledern, schw. hin-legen, schw. Hinlich hinlich, Adj. hin-linsen, schw. hin-luchsen, schw. hin-machen, schw., st. hin-marschieren, schw. hin-meißeln, schw. hin-murksen, schw. hin-müssen, schw. hinn hin-nehmen, st. hinnen hin-nicken, schw. hin-nucken, schw. hin-pappen, schw. hin-patschen, schw. hin-pfeffern, schw. hin-pfetzen, schw. hin-pfuschen, schw. hin-planschen, schw. hin-platschen, schw. hin-plotzen, schw. hin-plumpsen, schw. hin-pritscheln, schw. hin-purzeln, schw. hin-rasen, schw. hin-reiben, st. hin-reichen, schw. Hin-reise, f. hin-reisen, schw. hin-reißen, st. hin-rennen, schw. hin-ribbeln, schw. hin-richten, schw. Hin-richtung, f. hin-rollen, schw. hin-rücken, schw. hin-rufen, st. hin-rumpeln, schw. hin-rutschen, schw. hin-rütschen, schw. hin-sacken, schw. hin-sauen, schw. hin-sausen, schw. hin-schaffen, schw. hin-scheinen, schw. hin-scheißen, st. hin-schicken, schw. hin-schieben, st. hin-schießen, st. hin-schlagen, st. hin-schlappen, schw. hin-schleichen, st. hin-schleifen, schw. hin-schleppen, schw. hin-schlupfen, schw. hin-schlurpsen, schw. hin-schmeißen, st. hin-schmieren, schw. hin-schnutteln, schw. hin-schreiben, st. hin-schubsen, schw. hin-schucken, schw. hin-schustern, schw. hin-schütten, schw. hin-sein hin-serbeln, schw. | 1. gegenst. 'sich hinsetzen', hin-, henhocke [mancherorts Buffington Penns Var. 249/63 verbr. Gal (z. T. mit abschätziger [Bd. 3, Sp. 1042] Bed.)]. Jetzt hock ich mich e bißche hen, um auszuruhen [RO-Münstapp]. Volksgl.: En fremmer (fremder) Mann muß sich immer h., wann er an en fremm Haus kummt, oder er nemmt de Leit die Ruh [Fogel Beliefs Penns Nr. 441]; vgl. ane-, her-, PfWB hinanhocken. — 2. übertr. 'sich von der Allgemeinheit versorgen lassen'; sich der Gemään h. [ KB-Kriegsf]. Dass. auch passiv: Er isch gut hiegehockt worr [ ZW-Battw]. — Südhess. III 552; ElsWB Els. I 318. — -hudeln schw.: 'flüchtig arbeiten', -huddele [verbr. VPf], -hull(e)le [ LA-Hainf]; vgl. PfWB anehudeln, PfWB hingrutzen. Sie hot alles hingehuddelt [ LU-Opp]. Südhess. III 553; Bad. II 715. — -huscheln, -huschenschw.: 1. = PfWB hinhudeln, hinhusch(e)le [ LU-Opp FR-Kirchh], -husche [verbr. NPf nördl. VPf KL-Alsbn BZ-Dernb]; vgl. PfWB dahinhuschen, PfWB hingrutzen. — 2. eine (eins) h. 'eine Ohrfeige, einen Hieb versetzen'; äni (äns) h. [LU-Opp, RO-Sippf]. Dem häb ich e paar hing'huscht [ BZ-Dernb]; vgl. PfWB hinhauen 1 a. — Südhess. III 553; Rhein. III 650 Z. 43. 1. 'hinken', hinkele (hiŋgələ) [ KU-Herschw/Petth ZW-Bottb KL-Hirschhn]. — 2. 'auf einem Bein hüpfen' [ GH-Neubg]. — Südhess. III 553; RhWB Rhein. III 655; Bad. II 715. [Bd. 3, Sp. 1043] genanten Hinkelstein, welches eine schwartze rauhe wackigte Felß [GGA. Akte 102 m]. Der über einer Sandgrube bei NW-Deidh stehende H. ist kaum von Menschenhand aufgerichtet worden, sondern ein gewachsener Fels mit einem Umfang von über 8. m. Das gleiche läßt sich von dem H. bei NW-Greth sagen. Von der Gefahr des Ablösens bedroht war um 1830 der H. bei FR-N'lein [M. Frey, Bayrischer Rheinkreis III 375]. Auch unterhalb des Weinbiets bei NW-Haardt gab es einen H. Wahrscheinlich aus einem einstigen Grenzstein umgeformt wurde der 1,20 m hohe Quaderstein bei LA-Burrw am Eingang zum Modenbachtal. Der H. bei BZ-Dierb zeigt im oberen Teil Spuren eines Bildwerks. — Nach Becker Vk. 13 dienten die Hinkelsteine ursprünglich religiösen Zwecken. Christmann (Menhire und Hinkelsteine in der Pfalz, Speyer 1947) sieht in dem Wort eine volksetymol. Umdeutung aus nicht erhaltenem Hünenstein; als Zwischenstufe könnten ältere Belege aus Lorsch (Südhess. III 554) herangezogen werden, ebenso ein Beleg von 1656 aus Handschuhsheim bei Heidelberg (acker am hünerstein). In KL-Mölschb und in KB-Dannfs läßt man ahnungslose Kinder das Ohr auf den H. legen, damit sie das Piepen von Küken hören können; dabei wird der Kopf mehr oder weniger sanft auf den Stein gestoßen. In KU-Hundh ist der H. ein einfacher Feldstein mit einer Vertiefung, aus der die Hühner Wasser trinken können. — Südhess. III 553/54.
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