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Pfälzisches Wörterbuch 
 
hin-geben bis hin-grutzen (Bd. 3, Sp. 1039 bis 1040)
 
hin-geben, st.
hin-gehen, st.
hin-gehören, schw.
hin-gehurgeln, schw.
hin-geraten, st.
hin-gerechteln, schw.
hin-glinden, schw.
hin-gratteln, schw.
hin-greifen, st.
hin-grenzen, schw.
hin-grutzen, schw.
hin-gucken, schw.
hin-hacken, schw.
hin-halten, st.
hin-hängen, st.,  schw.
hin-henken, st.,  schw.
hin-hauen, st.
hin-heben, st.
hin-heiraten, schw.
hin-henken
hin-hinter, Adv.
hinhinter-fahren, st.
hinhinter-gehen, st.
hinhinter-kommen, st.
hinhinter-nehmen, st.
hin-hocken, schw.
hin-hudeln, schw.
hin-huscheln, schw.
hin-huschen, schw.
Hinkel
hinkeln, schw.
Hinkel-stein, m.
hinken, schw.
Hinker
hin-kleben, schw.
hin-knacken, schw.
hin-knallen, schw.
hin-knuffen, schw.
hin-kollern, schw.
hin-kommen, st.
hin-können, schw.
hin-kotzen, schw.
hin-krabbeln, schw.
hin-kriegen, schw.
hin-kritzeln, schw.
hin-lachen, schw.
hin-lackeln, schw.
hin-langen, schw.
hin-länglich, Adj.
hin-lässig, Adj.
hin-latschen, schw.
hin-laufen, st.
hin-ledern, schw.
hin-legen, schw.
Hinlich
hinlich, Adj.
hin-linsen, schw.
hin-luchsen, schw.
hin-machen, schw.,  st.
hin-marschieren, schw.
hin-meißeln, schw.
hin-murksen, schw.
hin-müssen, schw.
hinn
hin-nehmen, st.
hinnen
hin-nicken, schw.
hin-nucken, schw.
hin-pappen, schw.
hin-patschen, schw.
hin-pfeffern, schw.
hin-pfetzen, schw.
hin-pfuschen, schw.
hin-planschen, schw.
hin-platschen, schw.
hin-plotzen, schw.
hin-plumpsen, schw.
hin-pritscheln, schw.
hin-purzeln, schw.
hin-rasen, schw.
hin-reiben, st.
hin-reichen, schw.
Hin-reise, f.
hin-reisen, schw.
hin-reißen, st.
hin-rennen, schw.
hin-ribbeln, schw.
hin-richten, schw.
Hin-richtung, f.
hin-rollen, schw.
hin-rücken, schw.
hin-rufen, st.
hin-rumpeln, schw.
hin-rutschen, schw.
hin-rütschen, schw.
hin-sacken, schw.
hin-sauen, schw.
hin-sausen, schw.
hin-schaffen, schw.
hin-scheinen, schw.
   hin-geben st.:
1. 'weggeben, verschenken', hin-, hengewwe [vereinzelt]; vgl. PfWB hergeben 2 d. Ich gääbt mein ganze Reichtum hin, wann ich nochmol e Biewel wär [ NW-Kallstdt]. —
2. sich h. 'mit einem Mann geschlechtlich verkehren'. Sie hot sich'm hingewwe [ FR-Albsh]. — -gehen st.:
1. 'an einen bestimmten Ort gehen', -geh(e), -gehn, -gihn [verbr.]; vgl. PfWB anegehen 1, PfWB hergehen 1 a, PfWB hinangehen 1, PfWB hinmachen 2, PfWB -marschieren, PfWB -reisen, PfWB -schlappen 1, PfWB -schlurpsen, PfWB -täppeln, PfWB -tappen, PfWB -torkeln, PfWB -trappen, PfWB -turmeln, PfWB -wackeln, PfWB -wandern. Wo gehsche hen? [KU-Seel, verbr.]. Ich gihn noht 'nachher' hin [ RO-Als]. Sie geht gern hin in d' Kinnerschul [ LA-Gommh]. Du kannscht grad widder hingehe, wo de herkumm bischt [Krieger 47]. Den zur Arbeit Gehenden wird zugerufen: Wo gehner hin? [ KU-Godhs]. RA.: Ich geh hen, un wann's Haigawwele (Mischtgawwele) reent [ KB-Bennhs, mancherorts]. Er geht hin, wu's mit de Schoppegläser zsammelait 'ins Wirtshaus, statt in die Kirche' [ KB-Kerzh]. Ich geh hin, wo de Kaiser zu Fuß hingeht (auf den Abort) [LU-Opp, verbr., auch Gal]. Wo gehscht de hin?Wo ich heit noch net war, dass. [LU-Opp Hebel 110]. Einen VR. s. PfWB herkommen 2 a. —
2.
a. 'sterben, krepieren' [mancherorts, bes. VPf]. Er is am Hingehn [ KU-Diedk]. Uns sein in korzer Zeit schun vier Stick Veh hingang [ KU-Schmittw/O]. Du sollscht hingeh!, Verwünschung [ BZ-Dernb]. —
b.
α. 'entzweigehen, zerbrechen'. Unser Hawwe (Schissel) isch hingange [ GH-Nd'lustdt, LU-Alsh]. Alles, was in der Kischt war, is hingang [ FR-Bockh]. —
β. 'Bankrott machen', hengeh [ GH-Wörth]. —
3. h. lassen 'Nachsicht üben, verzeihen', h. losse [verbr.]; vgl. PfWB hinangehen 2. Ich loß der's noch emol h. [ KL-Stelzbg]. Sein Modder leßt'm alles hingihn [ KU-Schmittw/O]. —
4. in einem h.

[Bd. 3, Sp. 1040]
'nebenbei erledigt werden'. 's geht in ääm hin [ NW-Kallstdt, mancherorts, auch Gal]. 's geht in äiner Rechnung hin 'Der kleine Betrag kommt auch auf die Gesamtrechnung' [ KU-Schmittw/O]. —
5. noch so h. 'gerade noch den Ansprüchen genügen'. Mit'm Werrer is es in meim Urlaub noch so hingang [Zweibr, mancherorts]. —
6. Füllwort, wie PfWB hergehen 5. Do geht mer am beschde hin un sät Riwe enin [ KU-Kaulb]. — Südhess. III 549/50; Rhein. III 650 Z. 46; LothWB Lothr. 243; ElsWB Els. I 189; Bad. II 715. — -gehören schw.: wie schd., -geheere [vereinzelt]; vgl. PfWB anegehören. Wu geheert'n des hin? [ NW-Kallstdt]. Ich bring dich hin, wo du hingeheerscht (vor den Richter) [ PS-Geisbg]. Südhess. III 550; Bad. Bad. II 715. — -gehurgeln schw.: 'hinrollen', hinkurgle [ LU-Altr]; vgl. PfWB gehurgeln. Bad. II 715. — -geraten st.: 'an einen Ort geraten', -geroode, -geroore [vereinzelt]; vgl. PfWB hinkommen. Wu bin ich dann do hiegeroot? [ Gal-Dornf]. Wo du hingerootscht, wachst kään Gras mehr [Kaislt]. Südhess. III 550. — -gerechteln schw.: 'vorbereiten'. Du alles hingerechtle, bis ich kumm [ Don-Werb]. — -glinden schw.: 'auf der Eisfläche hingleiten', hinglenne [ LU-Alsh]; vgl. PfWB glinden. — -gratteln schw.: 'hinkriechen', hingroddele [ LU-Alsh BZ-Dernb]; vgl. PfWB hergratteln, PfWB hinkrabbeln. — -greifen st.: 'nach etwas greifen, um es an sich zu nehmen', hingreife [ LU-Altr GH-Nd'lustdt]; vgl. hergreifen, PfWB hinfingern, PfWB -fühlen, PfWB -langen 1, PfWB -strecken 1 b. Wann ich hiegreif, wu's sein mißt, is es net do [ Gal-Hartf]. Südhess. III 550. — -grenzen schw.: 'mit etwas in Berührung kommen'. RA.: Wo der Kerl hingrenzt, gibt's Dorchenanner, von einem Streitsüchtigen [ KU-Kaulb]. — -grutzen schw.: 'nicht sorgfältig arbeiten, pfuschen', vgl. PfWB grutzen. Des hot er mol widder hengekrotzt [ RO-Falkst]; vgl. PfWB hinhudeln, -husche(l)n, PfWB -knuffen, PfWB -kotzen, PfWB -murksen, PfWB -pfuschen, PfWB -sauen, PfWB -schlappen 2, PfWB -schmieren 2, PfWB -schnutteln, -wamsen. Weitere Syn. s. PfWB schnutteln. Südhess. III 550. —