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Pfälzisches Wörterbuch 
 
hinauf-fahren bis hinauf-hankeln (Bd. 3, Sp. 1002 bis 1003)
 
hinauf-fahren, st.
hinauf-fallen, st.
hinauf-führen, schw.
hinauf-gabeln, schw.
hinauf-galoppieren, schw.
hinauf-geben, st.
hinauf-gehen, st.
hinauf-gratteln, schw.
hinauf-greifen, st.
hinauf-gucken, schw.
hinauf-hankeln, schw.
hinauf-heben, st.
hinauf-hocken, schw.
hinauf-hotzeln, schw.
hinauf-huppsen, schw.
hinauf-jackern, schw.
hinauf-klettern, schw.
hinauf-kommen, st.
hinauf-können, schw.
hinauf-krabbeln, schw.
hinauf-kraxeln, schw.
hinauf-langen, schw.
hinauf-lassen, st.
hinauf-laufen, st.
hinauf-machen, schw.,  st.
hinauf-müssen, schw.
hinauf-nehmen, st.
hinauf-pfeffern, schw.
hinauf-reichen, schw.
hinauf-rennen, schw.
hinauf-rollen, schw.
hinauf-rücken, schw.
hinauf-rufen, st.
hinauf-rütschen, schw.
hinauf-schaffen, schw.
hinauf-schicken, schw.
hinauf-schlagen, st.
hinauf-schleichen, st.
hinauf-schleifen, schw.
hinauf-schleppen, schw.
hinauf-schlupfen, schw.
hinauf-schmeißen, st.
hinauf-schnallen, schw.
hinauf-schucken, schw.
hinauf-schuppen, schw.
hinauf-schürzen, schw.
hinauf-schürzeln, schw.
hinauf-schwingen, st.
hinauf-setzen, schw.
hinauf-spießen, schw.
hinauf-springen, st.
hinauf-stecken, schw.
hinauf-steigen, st.
hinauf-strüpfen, schw.
hinauf-stumpfen, schw.
hinauf-stürmen, schw.
hinauf-stürzen, schw.
hinauf-torkeln, schw.
hinauf-tragen, st.
hinauf-trappen, schw.
hinauf-treiben, st.
hinauf-turmeln, schw.
Hinaufundherunter-kragen, m.
hinauf-wärgeln, schw.
hinauf-watscheln, schw.
hinauf-werfen, st.
hinauf-wickeln, schw.
hinauf-winden, st.
hinauf-winken, st.
hinauf-zackern, schw.
hinauf-ziehen, st.
hinauf-zus, Adv.
hinauf-zusig, Adv.
hin-aus, Adv.
hinaus-beißen, st.
hinaus-bleuen, schw.
hinaus-bringen, st.,  schw.
hinaus-brunzen, schw.
hinaus-bugsieren, schw.
hinaus-drücken, schw.
hinaus-duckeln, schw.
hinaus-dürfen, schw.
hin-auser, Adv.
hinauser-fahren, st.
hinaus-fahren, st.
hinaus-fallen, st.
hinaus-feuern, schw.
hinaus-fliegen, st.
hinaus-führen, schw.
hinaus-gabeln, schw.
hinaus-galoppieren, schw.
hinaus-gehen, st.
hinaus-gratteln, schw.
hinaus-gucken, schw.
hinaus-hängen, st.,  schw.
hinaus-henken, st.,  schw.
hinaus-heben, st.
hinaus-helfen, st.
hinaus-huppsen, schw.
hinaus-jagen, schw.
   hinauf-fahren st.:
1.
a. 'bergan fahren', (e)nuffahre, s. PfWB hinauf [verbr. bes. VPf], nof- [ GH-Leimh Nd'lustdt]; vgl. herauf-, PfWB hinauferfahren. Mit dem Gaul kammer de Berg n. [ LA-Gommh]. Fahr nuf ans Geberg! [ LU-Alsh]. —
b. 'flußaufwärts fahren' [ LU-Altr GH-Neubg]; vgl. PfWB hinaufschleppen 2. —
2. von einer Fahrt in die Stadt; enuf noh Neistadt fahre [ FR-Bockh]. — Südhess. III 498; Bad. II 704. — -fallen st.: in der Wendung die Trepp (die Stää) (e)nuffalle:
1. 'stolpernd die Treppe (Stiege) aufwärts fallen' [mancherorts]. SprW.: Wer die Trepp enuffallt, kriet for die Eel (Elle) drei Batze [ PS-Th'eischw]. Volksgl.: Wammer die Steeg nuffallt, hot mer Glick [Fogel Beliefs Penns Nr. 458]. Es bedeit Hochzich, wammer die Steeg nuffallt [ebd. Nr. 333]; Var. s. PfWB Magd. —
2. 'im Amt unverdient befördert werden' [verbr.]; vgl. PfWB hinaufrücken. — Südhess. III 498. — -führen schw.: 'aufwärts geleiten', -fihre, -fehre [mancherorts]; uf de erschde Stock (uf de Speicher) n. [ LU-Alsh]; vgl. heraufnehmen. Südhess. III 498. — -gabeln schw.: 'mit der Erntegabel hinaufreichen', -gaww(e)le [verbr.]; vgl. PfWB gabeln 1, herauf-, PfWB hinaufergabeln, PfWB hinaufschaffen 1. Südhess. III 498; Bad. II 704. — -galoppieren schw.: 'im Galopp hinauffahren 1 a', nufkaloppiere [ LU-Alsh]. — -geben st.: = PfWB hinaufgabeln, nufgewwe [ LU-Alsh GH-Zeisk]. Bad. II

[Bd. 3, Sp. 1003]
704. — -gehen st.:
1.
a. 'nach oben gehen', -gehe, gehn, s. PfWB gehen [allg.]; vgl. PfWB hinaufergehen, PfWB hinaufbuckeln, PfWB -laufen, PfWB -rennen, PfWB -schleichen, PfWB -schlupfen, PfWB -springen 2, PfWB -stürmen, PfWB -stürzen, PfWB -torkeln, PfWB -trappen, PfWB -turmeln, PfWB -watscheln. Grad aweil is er die Gass nufgange [ NW-Ellstdt]. Ich geh mol 's Dorf nuf [ LU-Alsh]. RA.: Do kennt mer an der glatte Wand nofgeh (vor Schmerzen, vor Zorn) [ GH-Leimh]. Rätsel: Es geht die Stää (Stiege) enuf un hat vier Ohre (ein Mann mit der Backmulde) [ KU-Erdb]; Var. s. PfWB Treppe 1 b. Ein Spiel mit dem Kleinkind s. PfWB anzupfeln. Einen AR. s. PfWB Berg 1. a. 1627: wen man den Eberzpfadt ein wenig hinnaufgeht, trifft man auf ein Markierungskreuz [PfWeist. II 745 (FR-Gr'karlb)]. —
b. 'Platz finden in einem Raum'. Scherzrede: Wann die Leit, wo nuf wolle, all nufgehe, gehe se net all nuf; wann se net all nufgehe, dann gehe se all nuf 'Wenn auf dem Sportplatz Buchenloch in Kaislt nicht genug Platz ist, dann wollen noch mehr Besucher hin; wenn Platz genug wäre, dann gehen zuwenig Besucher hin' [Kaislt]; Ähnliches s. PfWB hineingehen 1 b. —
2.
a. 'steigen'.
α. Der Newwel geht nuf [GH-Vollmw, verbr.]; vgl. PfWB heraufgehen. —
β. Es geht gehlinge 'steil' de Berg enuf [ KL-Gimsb]. Es geht verlore 'allmählich' die Gass enuf [ KU-Schmittw/O]. Do geht's noch e Stich enuf 'Die Straße hat da eine Steigung' [ KU-Schmittw/O]. —
b. von der zunehmenden Tageslänge. Es geht wirrer enuf [ ZW-Ernstw]. —
c. von Preissteigerungen. Die Eier gehn widder nuf [ LU-Alsh]; vgl. PfWB aufschlagen II 2, PfWB hinauftreiben 2. — Südhess. III 498/ 99; Bad. II 704. — -gratteln schw. : 'mühsam hinaufsteigen 1'; de Berg enufgroddele [ NW-Frankeck Kallstdt LU-Alsh]. Er esch noch in seine alde Dage den Berg nufgegraddelt [ BZ-Dernb]. Am Kerschebaam, dort gradd'l ich nuf zum hoche Nascht un hock mich druf [Birmelin Penns Gezw. 137]; vgl. PfWB gratteln 2 b, PfWB heraufgratteln. Bad. II 704. — -greifen st. : wie schd., nufgreife un runnerhole [ LU-Altr]; vgl. PfWB hinauflangen. — -gucken schw. : 'hinaufschauen', -gukke [verbr.]. Guck emol do nuf, dort is e Vochelsnescht [ LU-Alsh]. Volksgl.: Wann de dich ime Busch verlore hoscht, guck ame Baam nuf! [Fogel Beliefs Penns Nr. 2075]; vgl. auch PfWB Weibsmensch. Südhess. III 499; Bad. II 704. — -hankeln schw. : sich nufhankele 'sich an einem Ast auf den Baum hinaufschwingen' [ Gal-Dornf]. —