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gähling(s) bis Gähret (Bd. 3, Sp. 10 bis 11) | |||
gähling(s), Adv. gählingen, Adv. Gahn, m. Gahnen, m. gähnen, schw. gahnen-weise, Adv. gahnern, schw. Gäh-nickel, m. gäh-stutzig, Adj. gäh-stützig, Adj. Gäh-zorn, m. gäh-zornig, Adj. Gähren Gähret Gai Gake, f. Gakel gakelig gakeln gakern gäkern Gäker(t) gaksen gäksen Gakumer Gäkler, m. Gala, f. Gala, f. Galach galant, Adj. Galch, f. Gale Galee, n., m. f. Galeer, n., m. f. Galeere, n., m. f. Galerei, f. Galerie, f. galern, schw. Galgen, m. Galgen-acker, m. Galgen-berg, m. Galgen-buckel, m. Galgen-dieb, m. Galgen-feld, n. Galgen-gesicht, n. Galgen-gewanne, f. Galgen-haken, m. Galgen-hals, m. Galgen-höhe, f. Galgen-holz, n. Galgen-horst, f. Galgen-hübel, m. Galgen-jacke, f. Galgen-kopf, m. Galgen-nägel, Pl. Galgen-ohren, Pl. Galgen-platz, m. Galgen-ringe, Pl. Galgen-schanze, f. Galgen-schraube, f. Galgen-schurz, m. Galgen-schwengel, m. Galgen-stange, f. Galgen-statt, f. Galgen-strick, m. Galgen-stück, n. Galgen-stützen, Pl. Galgen-tod Galgen-vogel, m. Galgenvogel-gesicht, n. Galgen-wald, m. Galgen-weg, m. Galgen-wiese, f. Gall, m. Gallach, m. Gallochem, m. Gall-apfel, m. Gallapp-mühle, f. Gallapp-woog, m. Galle, f. Galle, f. Galle, f. Galle, f. Gallen-birnen, Pl. gallen-bitter, Adj. Gallen-blase, f. Gallen-boden, m. Gallen-brunnen, m. Gallen-grieß, m. gallen-grün, Adj. Gallen-markt, m. Gallen-platz, m. Gallen-puppen, Pl. Gallen-stein, m. Gallen-tag, m. Gallen-woche, f. Gall(e)rei, f., m. Gallerei-schmiere, f. Gallerich, (Gen. gallerig, Adj. gallig, Adj. | 1. a. 'schnell, hastig, jäh', gählinge (gēliŋə, g-, s. PfWB gäh) [verbr.], -ling (-liŋ) [mancherorts WPf KB-Göllh Kriegsf PS-Bobth NW-Lambr BZ-Hofstätt], -lings (-liŋs) [mancherorts, bes. mittl. WPf mittl. VPf Schandein Sprachsch. 73]. 's werd gehlings Nacht [ KU-Wolfst]. Trink net so gehlinge! [ RO-Dielkch]. Mer maant, dei Schwiermotter wär der gehlings ins Haus gefall [Kühn Schnitze II 108]. a. 1605: Zur Erde bestattet N. von Traweiler .. hat morgens früh angefangen zu kricheln 'kränkeln' und gehlingen tot gewesen [Kuseler Kirchenbuch]. — b. 'alsbald'. Er werd gehlinge komme [ KU-Erdb]. — 2. a. 'steil an- oder absteigend'. Es geht gehlinge de Berg enuf [ KL-Gimsb]. Hinner de Kerch geht's ganz g. de Berj enunner [ KU-Kaulb]. 's Perd geht gählinge in die Heh, vom aufbäumenden Pferd [ HB-Nd'bexb]; vgl. PfWB beilingen, PfWB börlingen. — b. 'scharf abbiegend'. a. 1600: daselbsten müssen wir gelings herumb zur rechten Hand [Vellmann Wolfst.]. — Südhess. II 1056/ 57; RhWB Rhein. II 980/81; Saarbr. 71; LothWB Lothr. 180; ElsWB Els. I 197; Bad. II 277. 1. 'Ackerstreifen, der in einem Arbeitsgang bearbeitet wird', Gohn, Pl. Gohne (gōn, -ə) [verbr. westl. WPf SWPf Gal-Bruckth Sap Buch-Onufry], Gahn (gn) [ ZW-O'hs], Gohne (Sing. u. Pl.) [KU-Schmittw/O Rathsw Reichsth Heinzhs RO-O'mosch Nd'mosch Don-Bulkes Liebling verbr. Buch], Gahne (--) [verbr. mittl. WPf], Jahn [ NW-Wachh Meckh], Jaun [Heeger Südostpf. § 45], John [ HB-Medh Don-Gottlob Heufeld Kernei], Jou [ LA-Böbing] vgl. PfWB Gang 6 d β, PfWB Furche 3 b. Die früher übliche Handarbeit erforderte einen beträchtlichen Zeitaufwand für die Bearbeitung größerer Anbauflächen. Ein großer Kartoffelacker wurde daher gahnenweise gerodet; ebenso wurde das Getreide zumeist in Gahnen mit der Sichel geschnitten oder mit der Sense gemäht. Die Mechanisierung im Ackerbau hat das Arbeiten in Gahnen längst überflüßig gemacht. — 2. 'abgemähter Grasstreifen', Gahne [ KU-Wolfst KU-Heinzhs RO-O'mosch], Jahne [ NW-Meckh]; vgl. Gemahd 1. Syn. s. PfWB Schwaden. 's Haai is trucke, mer kann's in Gahne sammerechele (zusammenrechen) [ KU-Wolfst]. — 3. 'zum Abholzen bestimmter Streifen im Wald', Juhn [ PS-Schindhd Erfw]. — Zur Etym. s. Kluge-Mitzka20 Jahn. — RhWB Rhein. III 1138/39 [Bd. 3, Sp. 11] Jan; Saarbr. 85 Gon; LothWB Lothr. 211 Gone, 268 Jon; ElsWB Els. I 407. 1. a. 'widerspenstig, trotzig', gehstitzich (gēdidsiχ) [RO-Hochst KL-Miesb verbr. südl. VPf PfId. 52 Don-Schowe], gäh- [ KL-Lind], geje- (gęjə-) [RO-Messbhf KL-Hirschhn Kaislt PfId. 49]. Des isch e gehstitzicher Mensch [ LA-Edk]. — b. 'jähzornig' [NW-Gimmdg verbr. südl VPf]; vgl. PfWB gähzornig. — 2. 'steil', gähstotzich [ NW-Dürkh]. Do nuff isch mer's zu gähstützig [Zahn Einkehr 46]. — Zu PfWB gäh; die Form geje- in Anlehnung an gegen. — Südhess. II 1057; RhWB Rhein. II 981.
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