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Erdchen bis er-denken (Bd. 2, Sp. 927 bis 929) | |||
Erdchen, n. Erde, f. Erd-echse erden, Adj. Erd(en)-bisser, m. Erd(en)-geschirr, n. Erd(en)-grube, f. Erd(en)-hafen, m. erdenig Erd(en)-kaute, f. er-denken, schw. Erd(en)-männchen, n. erden-wohl, Adj. Erdes-bach, ON erd-fest, Adj. Erd-feuer, n. Erd-floh, m. Erd-geschmack, m. Erd-geschoß, n. Erd-grube Erd-hase, m. Erd-hexe Erd-hund, m. Erd-kaute Erd-klicker, m. Erd-kohlrabe, f. Erd-kugel, f. Erd-kunde, f. Erd-licht, n. Erd-loch, n. Erd-männchen Erd-molch, m. Erd-nägelchen, n. Erd-nuß, f. Erdnuß-kuchen, m. Erdnuß-öl, n. Erd-öl, n. Erd-olig, n. Erdöl-faß, n. Erdöl-fuhre, f. Erdöl-funzel, f. Erdöl-kännchen, n. Erdöl-lampe, f. Erdöl-licht, n. Erd-olig Erd-pfuhl, m. Erd-rauch, m. Erd-raupe, f. Erd-reich, n. Erd(s)-bodem, m. Erd(s)-boden, m. Erd-scholle, f. m. Erd-schollen, f. m. Erd-schwollen, m. Erdsgrund(s)-bodem, m. Erd-spiegel, m. Erd-stamm, m. Erd-wachs, n. Erd-wuhlen, Pl. Erd-wurm, m. Eren eren, schw. er-erben, schw. er-erst, Adv. Erf, m. er-fahren, st. er-fahren, adj. Er-fahring, f. Er-fahrung, f. er-fassen, schw. er-finden, st. Er-folg, m. erfolg-reich, Adj. er-fordern, schw. er-freuen, schw. er-frieren, st. er-frischen, schw. er-füllen, schw. er-gänzen, schw. er-gattern, schw. er-geben, st. er-gehen, st. er-götzen, schw. Er-götzlichkeit, f. er-greifen, st. er-halten, st. Er-haltung, f. er-haschen, schw. er-heben, st. er-heblich, Adj. er-heiraten, schw. er-heiern, schw. er-hitzen, schw. er-holen, schw. Er-holung, f. Erholungs-reise, f. Erholungs-urlaub, m. er-hören, schw. Erika, f. er-innern, schw. | 1. 'der Planet Erde', Erd (ǟrd, ǟÄd) [fast allg.], (ǟd) [ KL-Erzhs], Ard [BZ-Dernb Schandein Bav. IV/2, 235]; vgl. PfWB Erdkugel 1. Die Erd dreht sich, wammer's aach net sieht [ Gal-Dornf]. Der Blitz fahrt vum Himmel uf die Ard [ BZ-Dernb]. RA.: Sie hot de Himmel uf de E. [KB-Harxh, verbr.], auch: uf Erde [GH-Minf, verbr.]. Er hot die Hell uf der E. (wegen der bösen Frau, auch durch großes Mißgeschick) [ LU-Opp]. Er setzt Himmel un E. in Trab, um sein Ziel zu erreichen [ LU-Opp]. Er schwebt zwische Himmel un E. 'lebt in einem Wolkenkuckucksheim' [ FR-Bockh]. Er liet (lügt) 's Blooe vum Himmel un 's Schwarze vun der Erd [verbr. Don Gal Buch Rußl]. Hoscht noch nix vun de' Palz geheert? Deß esch daß schäänschte Fleckel Erd', wu duut die Sunn beschdrahle! [Keiler 24]. a. 1343: leben, daz of erden ist [OttbgUrkb. 422]. — 2. 'Erdboden'; dafür meist PfWB Bodem 1, vgl. auch PfWB Erdsbodem. 's Wasser kummt aus der E. [RO-Dielkch, verbr.]. Die Kohlrabi sind die Kollerawe uf de E. [Wilde 142]. Volksgl.: Zwische Kärfreidag un Oschtre därf mer net im Garte schaffe; selli Zeit hot Jesus in der Erd gelege [Fogel Beliefs Penns Nr. 972]. a. 1533: stehn noch zween stein, seind der Erden gleich [PfWeist. II 546 (Frankenweide)]. — 3. a. 'Ackerland'. a. 1490: eyn zweitel erden, die nent man heßmans morgen [SSp, Leiningen 11 f, Bestandsbriefe]. a. 1496: von eyner erden am berge [SSp, Lgb. des Klosters Limburg]. a. 1552-57: 2 morgen erden In dem Euln geschrei [LeinSb. 120]. — b. 'Ödland'. a. 1552-57: 3 morgen acker vnd erden gelegen zwuschen dem Weissenheimer wege vnd leyninger weg [LeinSb. 98]. Zs. PfWB Niedererde. Vgl. hierzu [Bd. 2, Sp. 928] Christmann FlN 210. — 4. 'Erd-, Ackerkrume'; dafür meist PfWB Grund. Auch der in Tongruben gewonnene Ton wird Erd genannt [ KB-Eisbg Hettleidh Tiefth]. Die E. is fett (trocke, naß, leicht, schwer, sandich, schiwwerich, klotzich) [ RO-Dielkch]. Die E. isch arg trucke, 's därft e paar Daa reene [ ZW-Battw]. Fer 's Fundament muß mer die E. aushewe [Pirmas]. Am Grab dut mer E. uf die Dodlad 'Sarg' werfe [ LA-Mörzh]. SprW.: Sauerkraut un Speck drickt die E. eweg (?) [ RO-Als]. Zs. PfWB Baum-, PfWB Garten-, PfWB Mutter-, PfWB Wald-, PfWB Ziegelerde. — 5. Himmel un Erd, Bez. für Speisen, die sich aus Früchten der Erde (Kartoffeln) und der Obstbäume zusammensetzen [ NW-Frankeck]. — 6. vgl. PfWB Tonerde (essigsaure T.). — Südhess. II 237 ff.; RhWB Rhein. II 152 ff.; Saarbr. 58; LothWB Lothr. 125; ElsWB Els. I 65; Bad. I 700. 1. 'Vertiefung in der Erde, in die man die Klicker oder Bohnen wirft', Erdgrub [ RO-Gehrw Steinb]; vgl. PfWB Grube. Syn. s. PfWB Kaute. — 2. FlN in BZ-Ingh; dort wurde früher Töpfererde gegraben [Wasgau-Bote 10. 2. 1934]; vgl. [Bd. 2, Sp. 929] PfWB Erdloch. Südhess. II 240. — -hafen m.: 'irdener Topf', Erdehawwe [ PS-Geisbg], -haawe [ KU-Etschbg], Erdhäwwelche [ RO-Falkst].
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