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Pfälzisches Wörterbuch 
 
Erben-büsche bis er-bosen (Bd. 2, Sp. 919 bis 920)
 
Erben-büsche, Pl.
er-bertig, Adj.
Erbes, n.
Erbes-bühl
Erbes-feld
Erbes-sonntag, m.
Erbes-wurst
Erb-grind, m.
er-bitten, st.
erblich, Adj.
Erb-onkel, m.
er-bosen, schw.
Erb-pacht, f.
Erb-pächter, m.
er-brechen, st.
Erb-schaft, f.
Erbschafts-steuer, f.
Erb-schleicher, m. f.
Erb-schleicherin, m. f.
Erbse, f.
Erbsen-acker, m.
Erbsen-bär, m.
Erbsen-beet, n.
Erbsen-beutel, m.
Erbsen-blüte, f.
Erbsen-bober, m.
Erbsen-brei, m.
Erbsen-brunnen, m.
Erbsen-bühl, m.
erbsen-dick, Adj.
Erbsen-feld, n.
Erbsen-fresser
Erbsen-gemüse, n.
Erbsen-hecke, f.
Erbsen-hülse, f.
Erbsen-kirbe, f.
Erbsen-klicker, m.
Erbsen-kopf, m.
Erbsen-land, n.
Erbsen-mann, m.
Erbsen-püree, n.
Erbsen-ranke, f.
Erbsen-reiser, Pl.
Erbsen-reisig, n.
Erbsen-saat, f.
Erbsen-säcke, Pl.
Erbsen-schefe, f.
Erbsen-schote, f.
Erbsen-sonntag
Erbsen-stampfes, m.
Erbsen-stroh, n.
Erbsen-stück, n.
Erbsen-suppe, f.
Erbsen-wurst, f.
Erbsen-zähler, m.
Erbser, m.
Erbseritis, f.
Erbs-ring, m.
Erb-stück, n.
Erb-tante, f.
Erb-teil, n.
Erd-apfel, m.
Erdäpfel-acker, m.
Erdäpfel-blatt, n.
Erdäpfel-futter, n.
Erdäpfel-stengel, m.
Erdäpfel-stück, n.
Erd-beben, n.
Erd-bebing, f.
Erd-bebung, f.
Erd-beere, f.
Erdbeer(en)-bowle, f.
Erdbeer(en)-gelee, n.
Erdbeer(en)-gutsel, n.
Erdbeer(en)-kopf, m. n.
Erdbeer(en)-köpfchen, m. n.
Erdbeer(en)-marmelade, f.
Erdbeer(en)-nase, f.
Erdbeer(en)-pflanze, f.
Erdbeer(en)-ranke, f.
Erdbeer(en)-saft, f.,  m.
Erdbeer(en)-schmiere, f.
Erdbeer(en)-schnaps, m.
Erdbeer(en)-stock, m.
Erdbeer(en)-strauch, m.
Erdbeer(en)-stück, n.
Erdbeer(en)-torte, f.
Erdbeer(en)-wein, m.
Erd-biene, f.
Erd-boden
Erd-bollen, m.
Erd-brust, m.,  f.
Erdchen, n.
Erde, f.
Erd-echse
erden, Adj.
Erd(en)-bisser, m.
Erd(en)-geschirr, n.
Erd(en)-grube, f.
Erd(en)-hafen, m.
  Erben-büsche Pl.: FlN in PS-Haust, zumeist Waldland, das sich im gemeinschaftlichen Eigentum und Genuß der alteingesessenen Familien befand, Erbenbösch, -büsch [Kreuter Haust. 63/64].
 
  
er-bertig Adj.: 'sonderbar', vom Verhalten eines Menschen. Sie is so erbertig [ GH-Rh'zab]. — Verderbt aus apartig?
 
 
Erbes n.: 'Erbsen, Erbsengemüse, Erbsensuppe', das Erwes (ērwəs) [Kus]. — Verkürzt aus Erwesgemies (s. PfWB Erbsengemüse)? Erbes f. ist die ältere Form von Erbse. Südhess. II 230 Z. 37; Rhein. II 144 Z. 44; Bad. I 698 Z. 28.
 
 
Erbes-bühl, -feld s. PfWB Erbsenbühl, PfWB -feld.

[Bd. 2, Sp. 920]

 
  Erbes-sonntag m.: 'erster Fastensonntag nach dem Aschermittwoch, Sonntag Invocavit'. Sonntag mit Erbsengericht oder Nachklang zur Fastnacht, an der der Erbsenbär umging? Vgl. Christmann Vk. 26. a. 1464: vff den dinstag nach dem erweiß sontag [ZweibrUrkb. 67]. a. 1552-57: vff den Erbiß Sontag [LeinSb. Bl. 199]. a. 1567: vff den Erbeß Sontag [Lgb. 21]. a. 1567: Item es sollen alle jahr drey sonderliche gericht, die mann nennt vngebottene dinge (s. PfWB Ding IV 'Gerichtsversammlung'), gehallten werden, das erst vf donnerstag nach dem erbissontag [PfWeist. I 319 (RO-Ebbg)]. RhWB Rhein. II 151; DWB DWb. III 718.
 
 
Erbes-wurst s. PfWB Erbsenwurst.
 
  
Erb-grind m.: 'ererbte Krätze', Erbgrind [verbr. SOPf]. Nach dem Volksgl. überträgt sich der E. durch Berührung mit Elefanten, Fledermäusen und Vogelnestern [ BZ-Dernb]. RhWB Rhein. II 142; ElsWB Els. I 278; Bad. I 697.
 
 
er-bitten st.: 'durch Bitten bewegen'. a. 1469: Zu vrkunt haben wir, schulthes vnnd hübner, gebeten vnnd erbetten die edlen ernuesten (ehrenfesten) vnd hochachparn junckher ..., das sie ire insiegel hieran thun hangen [PfWeist. I 110 (KU-Berzw)]. Südhess. II 229.
 
 
erblich Adj.:
1. 'sich vererbend', erblich (ärbliχ) [verbr.]. Dummheit is e. [nördl. VPf, verbr.]. a. 1400 (1560): auß wolhergebrachter erblicher gerechtigkeit 'Gerechtsame, Recht' irer voreltern vnd irer selbst [PfWeist. II 556 (NW-Freinsh)]. a. 1737: die zwey pfordenhaüßer seynd gleichfalß erblich verliehen [ebd., II 585 (NW-Freinsh)]. —
2. 'ansteckend'; erwlichi Kranket [ Don-Lenauh Schowe Torscha]. Volksgl.: Uf der Himmelsfährdag soll mer siwwe Särte (Sorten) Tee drinke; noh kriegt mer sell Johr ken äärblichi Kranket [Fogel Beliefs Penns Nr. 1290]. — Südhess. II 230; RhWB Rhein. II 142; ElsWB Els. I 64; Bad. I 697.
 
  
Erb-onkel m.: wie schd., Erbunkel, seltener -onkel [verbr.]; vgl. PfWB Erbtante. Das gebt mol e E., scherzh. von einem alten Junggesellen [ PS-Gersb]. Er bleibt E. 'bleibt unverheiratet' [ LA-Wollmh]; vgl. PfWB ledig. Südhess. II 230; Rhein. II 142 Erbohm.
 
  
er-bosen schw.: sich e., wie schd., sich erbose (ärbōsə) [ KU-Dietschw]. Südhess. II 230; Rhein. I 880; LothWB Lothr. 125; ElsWB Els. II 102.