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Pfälzisches Wörterbuch 
 
ent-wischen bis en-uf(er) (Bd. 2, Sp. 914 bis 915)
 
  ent-wischen schw.: nach dem Schd., entwische [verbr.]; vgl. PfWB durchgehen I 4 a. Syn. s. PfWB weglaufen. Südhess. II 221; RhWB Rhein. IX 586.
 
  
ent-witschen schw.: 'entschlüpfen', entwitsche [ KU-Bedb RO-Obd PS-Geisbg]; vgl. PfWB durchwitschen. Südhess. II 221; RhWB Rhein. IX 596; LothWB Lothr. 124 entwutschen; Bad. I 693.
 
 
ent-ziehen st.: 'wegnehmen', nach dem Schd. Noh dem Unfall hat er de Fihrerschein gleich entzoo kriet [KL-Kindsb, verbr.]. a. 1635: Ihr neu ahngenomne greyder 'Gereidegenossen' sollet handtreulich ahngeloben, daß ihr ... wollet auff den Querenberg, Peternell, gute achtung gegeben, deren (der Gereidegenossen) rechten und ordnung helffen handhaben, davon nichts entziehen laßen [PfWeist. I 106 (Bergz)]. a. 1740: Seither deme aber, daß der bischofflich zoll zu Barbelrod von voriger landesherrschafft ist weggethan worden, ist vnß dieße beholtzung auch entzogen [ebd. I 77 (BZ-Barbr)]. Südhess. II 221; RhWB Rhein. IX 780; Bad. I 693.
 
  
Ent-zücken n.: 'Begeisterung, Freude', nach dem Schd., Entzicke [ BZ-Dernb]. Südhess. II 221.
 
  
ent-zückt Part-Perf.: 'begeistert', nach dem Schd. Er war ganz entzickt [ BZ-Dernb].
 
  
ent-zünden schw.: sich e., nur von Wunden und erkrankten Körperteilen, sich ent-, enzinde [verbr.]. Die Wund hat sich entzindt [KL-Reichb, verbr.], entzendt [ WD-Niedkch]. Die Wund entzindt sich [ BZ-Dernb]. Sein Ääche (Augen) sen entzindt [BZ-Dierb, verbr.]. Die Worzel (vom Zahn) is enzindt [ HB-O'bexb]. Er hot entzindete Driese [ NW-Frankeck], entzindte Aae [KB-Kerzh, verbr.]; vgl. PfWB brandig 3 a. Südhess. II 221; RhWB Rhein. IX 868; Bad. I 693.
 
  
Ent-zündung f.: wie schd., Ent-, Enzindung [verbr.]; vgl. PfWB Brand 6 a. 's kann leicht e Entzindung gewwe [ GH-Kand]. Zs. Blinddarm-, Brustfell-, Drüsen-, Gelenk-, Hals-, Lungen-, Mandel-, Mittelohr-, Rippenfell-, Venen-, Zahnwurzelentzündung. Südhess. II 221; Bad. I 693.
 
  
ent-zwei Adv.:
1. 'zerbrochen, zerrissen, entzwää (ęndˈdswǟ) [KB-Kerzh NW-Elmst Land], (ęnˈdswǟ) [ KU-Bedb Kaislt LU-Alsh], erzwää (ęrdswǟ) [ BZ-Münchw], (ərdswǟ) [Heeger Südostpf. 22], erzwee [Schandein Ged. 253], ezwei (ədswäi) [ KU-Schmittw/O], (ədswā) [ KU-Kaulb KL-Niedkch]; vgl. PfWB kaputt. De Oorem (Arm) is ezwei [ KU-Schmittw/O]. RA.: Ich sein wie e. 'todmüde von der Arbeit' [ebd.]. Er esch allegebott am Arsch erzwää 'ist oft krank' [ LA-Nd'hochstdt]. Er is im Arsch entzwää wie e Quetschekere 'ist körperlich (auch wirtschaftlich) am Ende' [ KL-Einsdhf]. An dene därf kän

[Bd. 2, Sp. 915]
Liftl kumme, sunscht esch er im Arsch erzwää [ BZ-Münchw]. —
2. 'in zwei Teile geteilt'. Die hann e Schnur, die schneidt so gut; wann die nor eemol schnärre dut, dann is der Block erzwee [Schandein Ged. 72]. a. 1563: biß oben an den Meisendeich, da ist die Franckweide enttzwey vnder der großen buchen [PfWeist. II 545 (Frankenweide)]. — Südhess. II 221/22; RhWB Rhein. IX 890; ElsWB Els. II 922; Bad. I 693.
 
  
entzwei-brechen st.: wie schd., ezwaabreche [ KU-Kaulb]; vgl. PfWB durchbrechen 1. Südhess. II 222. — -schlagen st.: wie schd. Ich schlaa em die Glieer (Glieder) entzwää [ KB-Kerzh]. Er horrem (hat ihm) de Kopp enzwääg'schlaache [ LU-Alsh]. Ich hon em die Knoche em Leib ezwaageschlaan [ KL-Niedkch, KU-Bedb]. Südhess. II 223.
 
 
en-uf(er) s. PfWB hinauf.