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Pfälzisches Wörterbuch 
 
Ellerchen bis Els (Bd. 2, Sp. 884)
 
  Ellerchen: im Rätsel: 32 Ellercher stehn in'me Ställerche; 's reent net druf un's schneet net druf, un sin doch alle naß (die Zähne im Mund) [verbr. Gal Buch]; vgl. PfWB Ellellell.
 
  
ellerig Adj.:
1. 'unheimlich', ellerich [ HB-Höch]. —
2.
a. 'feucht, kühl, ungemütlich'. In dem Haus is es e. [Kus]. —
b. 'modrig'. Do riecht's e. [Kus]. 's Haai (Heu) riecht so e. [ KU-W'mohr]. — Das Wort ist ellig 'sonderbar, seltsam' u. 'widerlich im Geschmack' an die Seite zu stellen; vgl. Schwäb. II 697, wo ellig auf ale-, eli- 'fremd' (s. PfWB Elend) zurückgeführt wird. Doch ist auch ein Zusammenhang mit elendern 2 nicht auszuschließen. — Saarbr. 57.
 
 
ellern s. PfWB elendern.
 
 
Ell(er)-stadt ON: Dorf im Kr. NW (seit 1969 Kr. Bad Dürkheim), Ellstadt (eldad). Die Bewohner von E. tragen den Uznamen Ellerstädter Raachhinkel. In LU-Alsh bezeichnet man den Nordwind als Ellstadter Wind. Eine Pfirsichsorte heißt in LU-Opp Ellerstädter Pärsching. Nach Christmann SN I2 133/34 'Heim (Dorf) des Alarid (Alarit)'. Das (unbetonte) Element -er- in der Mittelsilbe wurde ausgestoßen wie z. B. -e- in dengle (s. PfWB dengeln) oder -o- in Karlin (s. PfWB Karoline); vgl. Bertram § 178.
 
 
Ell-mach, -moch, -much s. PfWB Elchenbach; Ell-scheit s. Silscheit; Ell-stadt s. PfWB Ellerstadt; Ell-wiese s. PfWB Elchenwiese.
 
 
Elm-stein ON: Dorf im Kr. NW (seit 1969 Kr. Bad Dürkheim), Elmstään (elmdn). Aus dem Neckreim bei Deckel (II 177 Z. 33): Elmstään (is) e Salzkischt; vgl. auch PfWB Scheißkübel. — Der Name wird gedeutet als 'Stein (Felsenschloß) des Elbo oder Albo', vgl. Christmann SN I2 134.
 
 
Elpel s. PfWB Egelpfuhl; Els1, Elsch 'Wermut' s. PfWB Alsch, PfWB Älsch;