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Pfälzisches Wörterbuch 
 
Einstands-gaul bis ein-stellen (Bd. 2, Sp. 832 bis 833)
 
Einstands-gaul, m.
Einstands-geld, n.
Einstands-mann, m.
ein-starr, Adv.
ein-stauben, schw.
ein-stechen, st.
ein-stecken, schw.
Einsteck-stift, m.
ein-stehen, st.
ein-steigen, st.
ein-stellen, schw.
Einster
ein-stiefeln, schw.
ein-stimmig, Adj.
ein-stöckig, Adj.
ein-stopfen, schw.
ein-stoßen, st.
ein-streichen, st.
ein-streuen, schw.
ein-striefen, schw.
ein-studieren, schw.
ein-stufen, schw.
Ein-stufer, m.
ein-stürmen, schw.
ein-stürzen, schw.
einst-weilen, Adv.
eint
eint-armig
ein-tauchen, schw.
ein-teilen, schw.
ein-teilig, Adj.
Ein-teilung, f.
Ein-töter, m.
Ein-tracht, f.
ein-trächtig(lich), Adj.
Ein-trag, m.
ein-tragen, st.
ein-träglich, Adj.
ein-tränken, schw.
ein-treffen, st.
ein-treiben, st.
ein-treten, st.
ein-traten, st.
ein-trichtern, schw.
ein-trippeln, schw.
Ein-tritt, m.
Eintritts-geld
Eintritts-karte
Eintritts-preis
ein-trückeln, schw.
ein-trudeln, schw.
ein-tun
Ein-tun, m.
ein-tun
ein-tunig, Adj.
ein-tunken, schw.
ein-türmelig
ein+-turmen, schw.
ein-turnen, schw.
Ein-türmung, f.
ein-und-dreißig, Num.
ein-zwanzig, Num.
Einung, f.
Einungs-meister, m.
ein-verstanden
ein-wachsen, st.
ein-wachsen
ein-walzen, schw.
Ein-wand, m.
Ein-wanderer, m.
ein-wandern, schw.
einwand-frei, Adj.
ein-wärmen, schw.
ein-wärts, Adv.
ein-wässern, schw.
ein-weben, schw.
ein-wecken, schw.
ein-weichen, schw.
ein-weihen, schw.
Ein-weihung, f.
ein-wenden, schw.
ein-wendig, Adv.
ein-werfen, st.
ein-wichsen, schw.
ein-wickeln, schw.
ein-wiegen, st.
Ein-wieger, m.
ein-willigen, schw.
ein-wintern, schw.
Ein-wohner, m.
-wohnunger, m.
ein-wühlen, schw.
Ein-wurf, m.
ein-wurzeln, schw.
ein-zackern, schw.
ein-zahlen, schw.
ein-zähmen, schw.
ein-zaumen, schw.
zäumen, schw.
ein-zäunen, schw.
  Einstands-gaul m.: 'Pferd, bei dem das Militär das Recht des Vorkaufs hat', Einstandsgaul [BZ-Dernb (1914)]. Dem E. wurde auf dem Hinterbacken das Zeichen der königlichen Krone eingebrannt; sein Besitzer war verpflichtet, das Tier im Bedarfsfall (Krieg) dem Militär zu verkaufen. — -geld n.: 'Geld, das man an den Einstandsmann zahlte, um nicht selbst zum Militärdienst eingezogen zu werden', -geld [ BZ-Dernb]. Südhess. II 142. — -mann m.: 'vom Militärdienst durch Los freigestellter, aber als Ersatzmann für einen anderen gegen ein entsprechendes Einstandsgeld dienender Soldat aus der Zeit vor Einführung der allgemeinen Wehrpflicht', -mann [ BZ-Dernb]. Vgl. Südhess. II 142 Einständer; DWB DWb. III 307/08 Einstandsrecht.
 
  
ein-starr Adv.: 'unverwandten Auges', eigentl. 'in einer Starre'. Er hot mich so enstaar angeguckt [ KL-Weilb]. Er hot mich äinstoor besiehn [ KU-Schmittw/O]. De Herr Bahnhofsvorstand vun Debbsbach steht vor seiner Birodeer un guckt änstarr no'm Tunnel [PfRSch. 17. 2. 1927]. Des Hundsvieh streckt sein Schwanz bolzestrack hinnenaus un guckt ähnstaar vor sich hin [Kühn Schnitze I 127]. Hierher gehört auch PfWB anstarr. Vgl. Rhein. VIII 535 Z. 25/26.
 
 
ein-stauben schw.:
1. 'mit Staub bedecken'.
a. de Kuche mit Puderzucker instaawe (-dāwə) [KL-Kindsb, verbr.]. —
b. die Bicher do sin ganz oingestaabt [Kaislt, verbr.]; vgl. PfWB verstauben. —
2. 'in trockene, staubige Erde einsäen'. BR.: Der Hawwer einschmiere, der Buchweeze einstaawe 'den Hafer naß, den Buchweizen trocken einsäen' [Fogel Beliefs Penns Nr. 1031]. — Südhess. II 142. — -stechen st.: 'eine Einspritzung ausführen', insteche, ingestoch [ Don-Torscha]; vgl. PfWB einspritzen 2. Südhess. II 143 u. ElsWB Els. II 572 and. Bed. — -stecken schw.:
1.
a. 'in die Tasche stecken', einstecke (-degə), in-, en- [allg.]. Fahrgeld haw ich mer eingsteckt [ PS-Erfw]; vgl. PfWB einsäckeln 1. Vergeß net, e Stick inzestecke!, vom Brot, das man sich zur Arbeit mitnimmt [ KU-Schmittw/O]. —
b. 'zum Schweigen bringen'. RA.: Ich steck'm sein frech Maul in [ KU-A'glan]; vgl. PfWB einstellen 5. Steck de Dege (Degen) ein! 'Sei ruhig'! [Weber 134]. —
2.
a. 'etwas für sich nehmen'. Er steckt die Diäte in un lebt wie e Färscht [Krieger 12]. Es steckt Geld in, wer die Zeit hot 'Jeder im Haus nimmt Geld für den eigenen Bedarf, sooft ihm das möglich ist' [ KU-Schmittw/O]. —
b. 'stehlen', enstecke [ FR-Bockh]; vgl. PfWB einkaufen 2. —
3. umgspr. 'ins Gefängnis stecken'; vgl. PfWB einsperren 1 a. Er is oingsteckt worre [LU-Opp, verbr. VPf]. —
4.

[Bd. 2, Sp. 833]
'stumm ertragen, hinnehmen'. Ich han schun manches vun ehm instecke misse [KL-Kindsb, verbr.]. —
5. jemand e. 'verhauen', einstecke [Kirchhbol]; vgl. PfWB einreiben 2. — Südhess. II 143; LothWB Lothr. 260; ElsWB Els. II 582; Bad. I 665.
 
  
Einsteck-stift m.: 'Eisenstift an der Vorrichtung zum Verstellen des Vorderpfluges', Einsteckstift [ NW-Elmst]. Südhess. II 143 Einstekker.
 
  
ein-stehen st.:
1. für etwas, für jemand e. 'bürgen, Verantwortung übernehmen'. Ich steh for des oin, was ich saa [Kaislt]. —
2. 'einen Dienst antreten', insteh [ KU-Diedk Krottb]; vgl. PfWB Einstand. Volksgl.: Wammer samschdags einsteht, bleibt mer net lang [Fogel Beliefs Penns Nr. 724]. Mittwochs soll mer ken Bedientes einstehn losse, oder 's bleibt net lang [ebd., Nr. 1313]. —
3. in der Wend. einstehenden Jahres 'laufenden Jahres'. a. 1621: Item 8 batzen ist ermeltem Sayler instehenden Jahrs Vor Karchschmier geliffert worden [WerschwSchR, Bl. 278]. a. 1621: Item 4 fl. 5 Pf. seindt instehenden 1621 Jahrs zweyen frembden Dhielschneidern (gezahlt worden) [ebd., Bl. 183]. — Südhess. II 143/44; RhWB Rhein. VIII 577; ElsWB Els. II 566; Bad. I 665. — -steigen st.:
1. 'in ein Fahrzeug steigen', Gegensatz: aussteigen; in de Zug einsteiche, in-, ensteie, s. PfWB ein- u. PfWB steigen [allg.]. —
2. 'durchs Fenster in ein Haus steigen, um zu stehlen' [verbr.]; vgl. PfWB einbrechen 1, PfWB hineinsteigen. Südhess. II 144; RhWB Rhein. VIII 589; Bad. I 665. — -stellen schw.:
1.
a. etwas e. 'vorübergehend unter-, abstellen', z. B. ein Fahrrad, einstelle (-delə), in-, en- [verbr.]. —
b. ein Rind, ein Schwein e. 'im Stall behalten und mästen' [verbr. WPf]; 'ein Jungtier zur Aufzucht bestimmen, es nicht verkaufen' [ KU-W'mohr]; vgl. PfWB anbinden 1. —
2. jemand e. 'in ein Arbeitsverhältnis aufnehmen', umgspr. Die Baufirma stellt noch zehn Maurer ein [Neustdt, verbr.]. —
3. sich e. 'sich einfinden, kommen', umgspr. [verbr.]; vgl. PfWB eintreffen 1. WR.: Was sunndags sell for Werrer sein, des stellt sich Freidag mittags ein [BZ-Albw, verbr.]. —
4.
a. technisch richtig e., umgspr.; de Apparat instelle [KL-Kindsb, verbr.]. —
b. sich auf jede mögliche Lage e., wie schd. Mer hun uns uf e lange Winder engestellt [FR-Bockh, verbr.]. —
c. 'sich einigen'. a. 1581: Wan einem im dorff schaden geschicht, das sich derselbig nicht mit im will einstellen vnd eigenwillig den schaden bezallen, der ihn gethan hatt [PfWeist. I 45 (KU-A'glan)]; vgl. PfWB einigen 2. —
5. 'beenden, mit etwas aufhören'; die Musik einstelle [LA-Wollmh, verbr.]. 's Verfohre is ingestellt [ KU-Schmittw/O]. Ich stell der dein frech Maul in, Drohung [ KU-A'glan]; vgl. PfWB einstecken 1 b. BR.: Kathrein (25. November) stellt's Danze un 's Feldschaffe ein [verbr. Gal]; vgl. einsper-

[Bd. 2, Sp. 834]
ren 3. — Südhess. II 144; RhWB Rhein. VIII 624; ElsWB Els. II 590; Bad. I 665.