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Pfälzisches Wörterbuch 
 
Ein-spritzung bis ein-starr (Bd. 2, Sp. 831 bis 832)
 
Ein-spritzung, f.
Ein-spruch, m.
Ein-sprung, m.
einst
ein-stämpfeln
ein-stampfen, schw.
ein-stämpfeln, schw.
Ein-stand, m.
Einstands-gaul, m.
Einstands-geld, n.
Einstands-mann, m.
ein-starr, Adv.
ein-stauben, schw.
ein-stechen, st.
ein-stecken, schw.
Einsteck-stift, m.
ein-stehen, st.
ein-steigen, st.
ein-stellen, schw.
Einster
ein-stiefeln, schw.
ein-stimmig, Adj.
ein-stöckig, Adj.
ein-stopfen, schw.
ein-stoßen, st.
ein-streichen, st.
ein-streuen, schw.
ein-striefen, schw.
ein-studieren, schw.
ein-stufen, schw.
Ein-stufer, m.
ein-stürmen, schw.
ein-stürzen, schw.
einst-weilen, Adv.
eint
eint-armig
ein-tauchen, schw.
ein-teilen, schw.
ein-teilig, Adj.
Ein-teilung, f.
Ein-töter, m.
Ein-tracht, f.
ein-trächtig(lich), Adj.
Ein-trag, m.
ein-tragen, st.
ein-träglich, Adj.
ein-tränken, schw.
ein-treffen, st.
ein-treiben, st.
ein-treten, st.
ein-traten, st.
ein-trichtern, schw.
ein-trippeln, schw.
Ein-tritt, m.
Eintritts-geld
Eintritts-karte
Eintritts-preis
ein-trückeln, schw.
ein-trudeln, schw.
ein-tun
Ein-tun, m.
ein-tun
ein-tunig, Adj.
ein-tunken, schw.
ein-türmelig
ein+-turmen, schw.
ein-turnen, schw.
Ein-türmung, f.
ein-und-dreißig, Num.
ein-zwanzig, Num.
Einung, f.
Einungs-meister, m.
ein-verstanden
ein-wachsen, st.
ein-wachsen
ein-walzen, schw.
Ein-wand, m.
Ein-wanderer, m.
ein-wandern, schw.
einwand-frei, Adj.
ein-wärmen, schw.
ein-wärts, Adv.
ein-wässern, schw.
ein-weben, schw.
ein-wecken, schw.
ein-weichen, schw.
ein-weihen, schw.
Ein-weihung, f.
ein-wenden, schw.
ein-wendig, Adv.
ein-werfen, st.
ein-wichsen, schw.
ein-wickeln, schw.
ein-wiegen, st.
Ein-wieger, m.
ein-willigen, schw.
ein-wintern, schw.
Ein-wohner, m.
-wohnunger, m.
ein-wühlen, schw.
  Ein-spritzung f.: 'die Verabreichung von flüssigen Medikamenten durch die Hohlnadel', nach dem Schd.; e Einspritzung mache [NW-Kallstdt, verbr.]. Südhess. II 142. — -spruch m.: 'das Anfechten einer behördlichen Entscheidung', nach dem Schd.; Enspruch enlee [ KU-Bedb Schmittw/O]. Er hot Oinspruch erhowe [ LU-Opp]. Südhess. II 142; RhWB Rhein. VIII 445. — -sprung m.: FlN für eine Stelle im Wald, wo bei Jagden das Wild zusammengetrieben wurde, Am Insprung [ WD-Niedkch]. DWB DWb. III 305.
 
 
einst s. PfWB eist; ein-stämpfeln s. PfWB einstampfen.
 
  
ein-stampfen, -stämpfelnschw.:
1. 'Weißkraut im Faß mit einem Stößel oder mit den Füßen stampfen, bis es Brühe zieht', einstambe (-dḁmbə), in-, en-, s. PfWB ein- u. PfWB stampfen [verbr.], einstemble [ BZ-Dernb]; vgl. PfWB eintreten II 2 b. —
2. 'Heu festtreten'; Haai instambe [ IB-Nd'würzb]; vgl. PfWB eindämmern, PfWB -treten II 2 a, PfWB -trippeln.
3. Papier e., wie schd. [ BZ-Dernb]. — Südhess. II 142; RhWB Rhein. VIII 512; ElsWB Els. II 597; Bad. I 665.
 
  
Ein-stand m.: 'festlich (zumeist mit einem kleinen Umtrunk) begangener Dienstantritt oder Eintritt in eine Gemeinschaft'; Einstand (In-, En-) gewwe, zahle [verbr.]. Am Wandertag der Dienstboten (27. Dezember) hat jedes misse de Instand un de Abschied bezahle [ KU-Diedk]; vgl. PfWB Bündelstag. In KU-Krottb galt nach Vogelsgesang 28 der Straußbube als geborscht (s. PfWB burschen 1), wenn er seinen E. mit Bier, Wein oder Schnaps gegeben hatte. Im gleichen Ort mußte bis etwa 1910 jeder, der das Bürgerrecht erwerben wollte, den Gemeinderatsmitgliedern

[Bd. 2, Sp. 832]
Schnaps und Handkäse oder Schinken vorsetzen lassen. Auch wer zum erstenmal am Holzmachen im Wald teilnahm, mußte seinen E. zahlen [Vogelsgesang 28]. Südhess. II 142; RhWB Rhein. VIII 517; ElsWB Els. II 602; Bad. I 665.
 
 
Einstands-gaul m.: 'Pferd, bei dem das Militär das Recht des Vorkaufs hat', Einstandsgaul [BZ-Dernb (1914)]. Dem E. wurde auf dem Hinterbacken das Zeichen der königlichen Krone eingebrannt; sein Besitzer war verpflichtet, das Tier im Bedarfsfall (Krieg) dem Militär zu verkaufen. — -geld n.: 'Geld, das man an den Einstandsmann zahlte, um nicht selbst zum Militärdienst eingezogen zu werden', -geld [ BZ-Dernb]. Südhess. II 142. — -mann m.: 'vom Militärdienst durch Los freigestellter, aber als Ersatzmann für einen anderen gegen ein entsprechendes Einstandsgeld dienender Soldat aus der Zeit vor Einführung der allgemeinen Wehrpflicht', -mann [ BZ-Dernb]. Vgl. Südhess. II 142 Einständer; DWB DWb. III 307/08 Einstandsrecht.
 
  
ein-starr Adv.: 'unverwandten Auges', eigentl. 'in einer Starre'. Er hot mich so enstaar angeguckt [ KL-Weilb]. Er hot mich äinstoor besiehn [ KU-Schmittw/O]. De Herr Bahnhofsvorstand vun Debbsbach steht vor seiner Birodeer un guckt änstarr no'm Tunnel [PfRSch. 17. 2. 1927]. Des Hundsvieh streckt sein Schwanz bolzestrack hinnenaus un guckt ähnstaar vor sich hin [Kühn Schnitze I 127]. Hierher gehört auch PfWB anstarr. Vgl. Rhein. VIII 535 Z. 25/26.