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Pfälzisches Wörterbuch 
 
Einschneid-birnen bis ein-schreiben (Bd. 2, Sp. 823 bis 824)
 
Einschneid-birnen, Pl.
ein-schneiden, st.
ein-schneien, schw.
ein-schneigen, schw.
ein-schneen, schw.
ein-schneigen
Ein-schnitt, m.
ein-schnurren, schw.
ein-schockeln, schw.
ein-schöpfen, schw.
ein-schoren, schw.
Einschreibe-brief, m.
ein-schreiben, st.
Ein-schreibung, f.
ein-schreiten, st.
ein-schroten, schw.
ein-schrumpeln, schw.
ein-schrumpfen, schw.
ein-schrunzeln, schw.
ein-schüchtern, schw.
ein-schüren, schw.
ein-schütten, schw.
ein-schwefeln, schw.
ein-segnen, schw.
Ein-segnung, f.
ein-sehen, st.
Ein-sehen(s), n.
ein-seifen, schw.
ein+-seit, Adv.
ein-seitig, Adj.
ein-senden, schw.
Ein-sender, m.
Ein-sendung, f.
ein-senken, schw.
Einser
ein-setzen, schw.
Ein-setzung
Ein-sicht, f.
ein-sickern, schw.
Ein-siedel, m.
Ein-siedler, m.
ein-sieden, st.
Ein-siedler
ein-silbig, Adj.
ein-singen, st.
ein-sinken, st.
ein-spannen, schw.
Ein-spänner, m.
Einspänner-wagen, m.
Einspänner-wiese, f.
ein-spännig, Adj.
Einspänniger-wiese
ein-sparen, schw.
ein-spaten, schw.
ein-speichen, schw.
ein-speisen, schw.
ein-sperren, schw.
ein-spinnen, st.
ein-springen, st.
ein-spritzen, schw.
Ein-spritzung, f.
Ein-spruch, m.
Ein-sprung, m.
einst
ein-stämpfeln
ein-stampfen, schw.
ein-stämpfeln, schw.
Ein-stand, m.
Einstands-gaul, m.
Einstands-geld, n.
Einstands-mann, m.
ein-starr, Adv.
ein-stauben, schw.
ein-stechen, st.
ein-stecken, schw.
Einsteck-stift, m.
ein-stehen, st.
ein-steigen, st.
ein-stellen, schw.
Einster
ein-stiefeln, schw.
ein-stimmig, Adj.
ein-stöckig, Adj.
ein-stopfen, schw.
ein-stoßen, st.
ein-streichen, st.
ein-streuen, schw.
ein-striefen, schw.
ein-studieren, schw.
ein-stufen, schw.
Ein-stufer, m.
ein-stürmen, schw.
ein-stürzen, schw.
einst-weilen, Adv.
eint
eint-armig
ein-tauchen, schw.
ein-teilen, schw.
ein-teilig, Adj.
Ein-teilung, f.
   Einschneid-birnen Pl.: = Einschäl(s)birnen. Zum Latwergekochen verwendete man als Einschneidbeere die Aschbacher (oder Haschbacher?) Saubirnen [ KU-Schellw].
 
  
ein-schneiden st.:
1. trans.
a. Sauerkraut e. 'Weißkohl mit dem Krauthobel zerschroten und in einem Ständer oder Faß einsäuern'; Kraut inschneire [verbr. WPf], -schneiðe [ Gal-Dornf], -schneide [ Don-Schowe Torscha Gal-Obl], ein-

[Bd. 2, Sp. 824]
schneire [ NW-Freinsh LA-Nd'hochstdt BZ-Dierb]; vgl. PfWB einhobeln. Bei uns werd heit owend 's Kraut eingschnirre [ BZ-Wilgws]. —
b. Holz e. 'Baumstämme zu Brettern schneiden'. De Bordschnerrer (s. PfWB Bordschnitter) schneidt 's Holz in [ KU-A'glan]. —
c. 'überflüssige Äste an Obstbäumen herausschneiden', oinschneire [ NW-Ungst Freinsh]; vgl. PfWB verschneien. —
2. intrans. 'schneidend in etwas eindringen'. De Rieme schneidt in 'schneidet ins Fleisch' [KU-A'glan, verbr.]. — Südhess. II 133; RhWB Rhein. VII 1593; ElsWB Els. II 493; Bad. I 663. — -schneien, -schneigen, -schneenschw.:
1. 'ganz mit Schnee bedeckt werden', vgl. PfWB ver-, PfWB zuschneien. 's is alles eingschneit [NW-Haßl, verbr. VPf], ingeschneit [ ZW-Hornb], ingeschneet (iŋgə-) [verbr. WPf], en- [verbr. NPf, KU-Bedb FR-Bockh], ingeschnaut [ ZW-Battw]. —
2. 'infolge anhaltenden Schneefalls an einem Ort festgehalten werden'. Alsmol dut mer so inschneie, daß mer nimmi vor de Bau 'vor die Haustür' kann [ ZW-Gr'bundb]. — Südhess. II 133; ElsWB Els. II 492; Bad. I 663. — -schneigen s. PfWB einschneien.
 
  
Ein-schnitt m.: 'Einkerbung', bes. am vorderen Ende des Heubaumes, Inschnitt [KL-Schrollb PS-Gersb], En- [ KU-Bedb], Ein- [ KB-Otth FR-Carlsbg]. Südhess. II 133; RhWB Rhein. VII 1632.
 
  
ein-schnurren schw.:
1. = PfWB einschlafen 3. 's Bään is mer eingschnorrt [ LU-Friesh]. —
2. 'zusammenschrumpfen', vgl. PfWB einschnärren, PfWB -schrumpfen, PfWB zusammenschnurren. Der Maage schnurrt mer vor Hunger ganz ein [ GH-Schwegh]. — Südhess. II 133/34 einschnorren; LothWB Lothr. 260; ElsWB Els. II 506; Bad. I 663. — -schockeln schw.: 'in den Schlaf wiegen', einschockele [LU-Alsh Buffington-Barba Penns Gal-Dornf]; vgl. PfWB einlullen 1 a, PfWB -puppeln, PfWB -schläfern, PfWB -singen. Südhess. II 134. — -schöpfen schw.: 'in etwas schöpfen'; die Supp einscheppe [ LU-Friesh], in- [KU-A'glan verbr. Gal]; vgl. PfWB hineinschöpfen. Südhess. II 134; RhWB Rhein. VII 1048 einscheppen. — -schoren schw.: 'mit der Schaufel (s. PfWB Schore) eingraben', einschore, -gschort [ BZ-Dernb]; vgl. PfWB einspaten.
 
 
Einschreibe-brief m.: wie schd., Ein-, Inschreibbrief [verbr.].
 
  
ein-schreiben st.:
1. 'hineinschreiben'; de Ufsatz (Aufsatz) ins Heft einschreibe, in-, en- [allg.]; in die Schul inschreiwe losse 'zum Schulbesuch anmelden' [ KU-Schmittw/O]; 's Kind einschreiwe losse 'in das Geburtsregister eintragen lassen' [ LU-Limbghf]. Sie werren (beim Standesamt) eingschrewwe 'standesamtlich getraut' [ PS-Erfw]. a. 1526: so solle ein jeglicher burger oder dorffmann ... einen jeglichen, den er findet stehend holtz hawen (hauen), rügen vnd daselbig bey einem stattschreiber einschreiben laßen [PfWeist. I 104 (Bergz)]. —
2. 'eine Postsendung durch Einschreiben

[Bd. 2, Sp. 825]
versichern lassen'; e Brief inschreiwe losse [ZW-Battw, verbr.]. Ich hab e eingschriwwene Brief kriegt [VPf, verbr.]; vgl. PfWB Einschreibebrief. — Südhess. II 134; RhWB Rhein. VII 1797/98; ElsWB Els. II 514; Bad. I 663.