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Pfälzisches Wörterbuch 
 
ein-säckeln bis ein-sappeln (Bd. 2, Sp. 815 bis 816)
 
ein-säckeln, schw.
ein-sackeln, schw.
ein-sacken, schw.
ein-säen, schw.
ein-sagen, schw.
ein-salben, schw.
ein-salzen, schw.,  selten  st.
ein-sammeln, schw.
ein-sammen
Ein-sammler, m. f.
Ein-sammlerin, m. f.
Ein-sammlung, f.
ein-sappeln, schw.
Ein+-sasse, m.
Ein-satz, m.
Ein-satzung, f.
-setzung, f.
ein-säuern, schw.
ein-saumen, schw.
ein-schaffen, schw.
Einschal-brett, n.
ein-schalen, schw.
ein-schälen, schw.
Einschäl(s)-birnen, Pl.
ein-schalten, schw.
ein-schanzen, schw.
ein-schärben, schw.
ein-schärfen, schw.
Einschar-pflug, m.
ein-scharren, schw.
ein-schärren, schw.
Ein-schenke, f.
ein-schenken, schw.
ein-scheuern, schw.
Ein-schichte, f.
ein-schichtig, Adj.
ein-schicken, schw.
ein-schieben, st.
ein-schießen, st.
ein-schlafen, st.
ein-schläfern, schw.
ein-schläfrig, Adj.
Ein-schlag, m.
Einschlag-blume, f.
ein-schlagen, st.
ein-schlägig, Adj.
ein-schläglich, Adj.
ein-schlägig, Adj.
ein-schlämmen, schw.
ein-schlampen, schw.
ein-schleichen, st.
ein-schleifen, schw.
ein-schleppen, schw.
ein-schlichten, schw.
ein-schließen, st.
Ein-schluff, m.
Ein-schlupf, m.
ein-schlüpfen
ein-schlupfen
Einschlupf-schurz, m.
ein-schlürfen, schw.
ein-schmeicheln, schw.
ein-schmeißen, st.
Einschmier-bürste, f. n.
Einschmier-bürstchen, f. n.
ein-schmieren, schw.
ein-schnappen, schw.
ein-schnärren, schw.
ein-schneen
Einschneid-birnen, Pl.
ein-schneiden, st.
ein-schneien, schw.
ein-schneigen, schw.
ein-schneen, schw.
ein-schneigen
Ein-schnitt, m.
ein-schnurren, schw.
ein-schockeln, schw.
ein-schöpfen, schw.
ein-schoren, schw.
Einschreibe-brief, m.
ein-schreiben, st.
Ein-schreibung, f.
ein-schreiten, st.
ein-schroten, schw.
ein-schrumpeln, schw.
ein-schrumpfen, schw.
ein-schrunzeln, schw.
ein-schüchtern, schw.
ein-schüren, schw.
ein-schütten, schw.
ein-schwefeln, schw.
ein-segnen, schw.
Ein-segnung, f.
ein-sehen, st.
Ein-sehen(s), n.
ein-seifen, schw.
ein+-seit, Adv.
ein-seitig, Adj.
ein-senden, schw.
   ein-säckeln, -sackelnschw.:
1. 'in die Tasche stecken', bes. von Geldeinnahmen, insäck(e)le [verbr. WPf, Don-Werb Gal-Obl], en- [verbr. NPf (bis RO-Sippf KL-Wörsb)], ein- [ KB-Kerzh FR-Albsh LU-Altr NW-Friedh], ensackele [ KB-Mauchh]; vgl. PfWB säckeln, PfWB einsakken 1 b, PfWB -schärren 2, PfWB -stecken, PfWB -streichen 1. Do harer (hat er) noch emol ingesäckelt 'das Geld gierig zusammengerafft' [KU-Kollw, verbr.]. Er (der Geizhals) säckelt alles ein fer sich Nd'hochstdt, verbr.]. Ich hun se (die Klikker) all ingesäckelt 'beim Spiel gewonnen' [ KU-Hohöll, Frankth]; Gegensatz dazu: versäkkeln.
2. 'entwenden', insäckele [ KU-Heinzhs]. Syn. s. PfWB stehlen. — Südhess. II 123; RhWB Rhein. VII 681. — -sacken schw.:
1.
a. 'in Säcke füllen', von Getreide, Kartoffeln, Kohlen, einsacke [ BZ-Dernb]; vgl. PfWB sacken, PfWB einfassen 2. —
b. = PfWB einsäckeln 1, insacke [ RO-Obd], en- [ KB-Bennhs], ein- [verbr. VPf]. Er sackt heit in 'gewinnt beim Kartenspiel' [ ZW-Battw]. Er dut nix wie einsacke [ SP-Harths]. —
2. übertr.
a. 'Tadel anhören müssen'. Er hat manches ingesackt [ ZW-Battw]. —
b. 'ins Gefängnis stecken'. Sie han'ne ingesackt [ KU-Kollw O'eisb]. — Südhess. II 123/24; RhWB Rhein. VII 682; ElsWB Els. II 344. — -säen schw. :
1. 'in die Erde säen', einsäe [ LU-Altr]; Kleesame in de Hawwer insäe [ ZW-Battw]; vgl. PfWB hineinsäen. —
2. den Acker, den Garten e. 'mit Saatgut bestellen'; de Acker ('s Feld, 's Land) einsäe [GH-Kand, verbr.]; de Gaarde ('s Beet) insäe [PS-Schmalbg, verbr.]; vgl. PfWB einblümen, PfWB -legen 1 a. — Südhess. II 124; RhWB Rhein. VII 685; ElsWB Els. II 341; Bad. I 661. — -sagen schw.: '(dem Mitschüler) zuflüstern', insaae [ ZW-Battw], ensaan [ KU-Bedb], einsage [ LU-Friesh], -saache [ LU-Oggh]; vgl. PfWB vorsagen. Südhess. II 124; Bad. I 661. — -salben schw.: 'Salbe auftragen'. Ich muß mer grad noch mei Baan insalwe (-sąlwə) [ KU-Kaulb]; vgl. PfWB einschmieren 1. Südhess. II 124. — -salzen schw., selten st.:
1. gegenst. 'in Salz (in Lake) legen, mit Salz bestreuen und dadurch haltbar machen'; 's

[Bd. 2, Sp. 816]
Flääsch insalze [WPf westl. NPf], en- [östl. NPf], ein- (oin-, ain-) [VPf PS-Ost]. Die Fleischstücke werden vom Hausmetzger in eine Bütte gelegt und mit Salz überstreut; vgl. Lak-, PfWB Salzfleisch. Volksgl.: Uf Quatember (von der katholischen Kirche vorgeschriebene Fasttage) därf mer ken Fleesch einsalze [Fogel Beliefs Penns Nr. 1307]. a. 1571: zum wilpret insaltzen [ZweibrLSchrR]. —
2. übertr. in RA.
a. Des kannscht der einsalze, von einer Ware, die nicht gefragt ist [LA-Nd'hochstdt, verbr., auch Gal], ... insalze for sauri Brih [ Gal-Brig]. Salz der's in, do hoschde länger droon! zu einem, der etwas für sich allein behalten will [ KU-Schmittw/O]. Salz der's in for Sauerkraut! dass. [ KU-Bedb]. Loß der's insalze! [ Gal-Josbg]. Du kannscht der dei Arwet insalze losse, weil sie nichts taugt [ LU-Limbghf]. —
b. Die (Hiebe) kann er sich ensalze [ KB-Kriegsf, LU-Limbghf GH-Zeisk]. Dem haw i an ingsalze 'Dem habe ich eine heruntergehauen' [ GH-Neubg]. Dem muß mer mol die Gummer (Gurke 'Nase') insalze [ ZW-Ixh]; vgl. PfWB einreiben 2, PfWB versalzen 2. —
c. Geh, loß dich oinsalze! zu einem, der für Neuerungen nicht zu haben ist [NW-Freinsh, BZ-Dernb Hebel 23]; Ausdruck der Geringschätzung [verbr. Gal Buch-Illisch Don-Tscherwk Bulkes Gert]. — Südhess. II 124/25; RhWB Rhein. VII 720; LothWB Lothr. 259; ElsWB Els. II 356; Bad. I 661. — -sammeln schw. :
1. Beiträge, Spenden, Geld, Stimmzettel e., wie schd., einsammle, in-, en- [allg.]. Die Gärrbuwe (s. PfWB Gärrbube) sammeln am Karsamsdag ehr Oschtereier ein [ BZ-Dernb]. a. 1602: einem büttel viertzig heller, der die beeth (s. PfWB Bete) einsamlet und uberlieffert an die orth, da man ihn hinbescheidt [PfWeist. I 62 (LU-Altr)]. —
2. '(Heu) einernten', vgl. PfWB einfahren 1 a. a. 1480: wan das graß dauon gemacht vnd ihnngesamet ist, so seind sie (die Wiesen) wider offen [Pf-Weist. I 446 (KL-Erlb)]. — Südhess. II 125; Rhein. VII 725; ElsWB Els. II 357. — -sammen s. PfWB einsammeln 2.
 
  
Ein-sammler m., -sammlerin f.: 'wer etwas einsammelt', s. PfWB einsammeln 1, Einsammler [ LU-Altr BZ-Dernb], -sammlern [ BZ-Dernb]. a. 1625: das Geld vor den Wein Insamlern [Lgb. 52]. — -sammlung f.: wie schd., umgspr., Einsammelung [ BZ-Dernb]. a. 1592: einen wagen zu einsamblung vnd abholung der cappen (Kapaune) ... schicken [PfWeist. II 554 (GH-Freckf)].
 
 
ein-sappeln schw.: sich e. 'sich schmutzig machen'. Er sappelt sich immer in [ Don-Gertianosch, Gal-Josbg Dornf]. Südhess. II 125 einsampeln.