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Pfälzisches Wörterbuch 
 
ein-rollen bis ein-salben (Bd. 2, Sp. 813 bis 815)
 
ein-rollen, schw.
ein-rosten, schw.
ein-rücken, schw.
ein-rufen, st.
ein-rühren, schw.
eins
ein-säckeln, schw.
ein-sackeln, schw.
ein-sacken, schw.
ein-säen, schw.
ein-sagen, schw.
ein-salben, schw.
ein-salzen, schw.,  selten  st.
ein-sammeln, schw.
ein-sammen
Ein-sammler, m. f.
Ein-sammlerin, m. f.
Ein-sammlung, f.
ein-sappeln, schw.
Ein+-sasse, m.
Ein-satz, m.
Ein-satzung, f.
-setzung, f.
ein-säuern, schw.
ein-saumen, schw.
ein-schaffen, schw.
Einschal-brett, n.
ein-schalen, schw.
ein-schälen, schw.
Einschäl(s)-birnen, Pl.
ein-schalten, schw.
ein-schanzen, schw.
ein-schärben, schw.
ein-schärfen, schw.
Einschar-pflug, m.
ein-scharren, schw.
ein-schärren, schw.
Ein-schenke, f.
ein-schenken, schw.
ein-scheuern, schw.
Ein-schichte, f.
ein-schichtig, Adj.
ein-schicken, schw.
ein-schieben, st.
ein-schießen, st.
ein-schlafen, st.
ein-schläfern, schw.
ein-schläfrig, Adj.
Ein-schlag, m.
Einschlag-blume, f.
ein-schlagen, st.
ein-schlägig, Adj.
ein-schläglich, Adj.
ein-schlägig, Adj.
ein-schlämmen, schw.
ein-schlampen, schw.
ein-schleichen, st.
ein-schleifen, schw.
ein-schleppen, schw.
ein-schlichten, schw.
ein-schließen, st.
Ein-schluff, m.
Ein-schlupf, m.
ein-schlüpfen
ein-schlupfen
Einschlupf-schurz, m.
ein-schlürfen, schw.
ein-schmeicheln, schw.
ein-schmeißen, st.
Einschmier-bürste, f. n.
Einschmier-bürstchen, f. n.
ein-schmieren, schw.
ein-schnappen, schw.
ein-schnärren, schw.
ein-schneen
Einschneid-birnen, Pl.
ein-schneiden, st.
ein-schneien, schw.
ein-schneigen, schw.
ein-schneen, schw.
ein-schneigen
Ein-schnitt, m.
ein-schnurren, schw.
ein-schockeln, schw.
ein-schöpfen, schw.
ein-schoren, schw.
Einschreibe-brief, m.
ein-schreiben, st.
Ein-schreibung, f.
ein-schreiten, st.
ein-schroten, schw.
ein-schrumpeln, schw.
ein-schrumpfen, schw.
ein-schrunzeln, schw.
ein-schüchtern, schw.
ein-schüren, schw.
ein-schütten, schw.
ein-schwefeln, schw.
ein-segnen, schw.
Ein-segnung, f.
  ein-rollen schw.: etwas e., wie schd.; de Deppich einrolle, in-, en- [verbr.]; dafür auch PfWB zusammenrollen; Gegensatz: aufrollen 2. Südhess. II 122; RhWB Rhein. VII 492. — -rosten schw.:
1. 'durch Rost unbeweglich werden', vgl. PfWB verrosten. 's Schloß es ingeroscht [KU-Kaulb,

[Bd. 2, Sp. 814]
verbr.]. —
2. übertr.
a. = PfWB einschlafen 1, inroschde [verbr. WPf Gal-Dornf]. —
b. 's Liewesg'fihl esch eingeroscht 'hat nachgelassen, hat aufgehört' [Keiler 30]. RA.: Dem is de Verstand ingeroscht, von einem Verrückten [Pirmas]. — Südhess. II 122; RhWB Rhein. VII 522. — -rücken schw. :
1.
a. gegenst.
α. 'zum Militärdienst eingezogen werden'; zu de Soldate einricke [LA-Wollmh, verbr.]; vgl. PfWB einziehen 2 b. Dann bin ich ingerickt zur Infantrie uf Lautere [ KL-H'spey]. —
β. 'Quartier beziehen'; enricke ens Quadier [ KB-Kerzh]; vgl. PfWB ausrücken 1. —
b. übertr., scherzh.
α. 'eine Gefängnisstrafe antreten'. Er muß einricke [ PS-Erfw]. Er esch eingerickt [ LA-Nd'hochstdt]. —
β. freiwillich einricke 'Selbstmord begehen' [ SP-Schiffstdt]. —
2. eine Zeile e. 'hinter den anderen Zeilen anfangen', umgspr. [verbr.]. —
3. 'in der Zeitung veröffentlichen'; e Annons einricke losse, wie schd. [verbr.]; vgl. PfWB annoncieren. (Der Vorfall) war jo im Bläddel eingerickt [Keiler 59]. — Südhess. II 122; RhWB Rhein. VII 560; Bad. I 661 einrucken. — -rufen st.: 'zum Erscheinen auffordern', auch 'zum Wehrdienst einziehen', inrufe [ KU-Schmittw/O]; vgl. PfWB einberufen, PfWB -gebieten, PfWB -laden 1, PfWB -ziehen 2 a. Südhess. II 122; RhWB Rhein. VII 579. — -rühren schw.:
1.
a. gegenst. 'durch Rühren vermischen', z. B. vom Anrühren des Teiges, inrehre [verbr. WPf], einrihre [ BZ-Dernb]; vgl. PfWB einmeren 1, PfWB verrühren.
b. übertr. sich etwas e. 'sich in eine unangenehme Lage bringen'. Er hot sich 'n schäne Brei engerihrt [ KB-Albish Bubh], ingerehrt [ ZW-L'wied], eingerihrt [ NW-Hardbg BZ-Dernb]. —
2. 'etwas durch Rühren dazutun'; e Aai (Ei) in die Supp einrihre [ NW-Kallstdt, KU-Schmittw/O FR-Tiefth]; vgl. PfWB hineinrühren. —
3. 's Korn in die Windmihl enrehre, vom langsamen Einlassen des gedroschenen Kornes in die Putzmühle [ WD-Niedkch]. — Südhess. II 122/23; RhWB Rhein. VII 591; ElsWB Els. II 283; Bad. I 661.
 
  
eins:
1. Num. (Kardinalzahl). 'die erste Zahl in der Zahlenreihe, die Ziffer eins', ääns (ns) [verbr. VPf RO-Als Gal-Unterwalden], enns (ęns) [verbr. WPf], eens (ēns) [Gal-Dornf u. Umg. Brig], aans (āns, ns) [verbr. NPf KU-Kaulb Hüffl PS-Bundth Busbg Gal-Unterb u. Umg. Kaltwasser Weinbergen Buch-Illisch], aans (āns) [RO-Sippf], oons (ōns) [ Gal-Hohenb Josefow Josbg Königsau Obl Engelsbg Bagbg Augustd Sewerynowka]. — Punkt äns bische do! 'Pünktlich um 1 Uhr bist du da!' [Kaislt, allg.]. Des isch ääns A 'von erster Qualität' [VPf, allg.]. Des war e Batsch 'Ohrfeige' Nummer eens [ NW-Geinsh]. Im Heiratsstifte war er Nummero äns [PfPr. 6. 8. 1927]. Ich fahr mit de Eins 'Buslinie Nr. 1' [Kaislt]; vgl. PfWB Einser 2. AR.: Ens, kens, schnelle, belle, pupp [ BZ-Völkw]. Eins, zwei, Polizei, Forts. s. PfWB Polizei. Eins, zwei, drei,

[Bd. 2, Sp. 815]
Forts. s. PfWB eigenagenei. Äns, zwää, drei; 's Hinkel lecht e Ei; de Gockel, der guckt zu; un aus bischt du [ LA-Kl'fischl]. Ääns, zwää, drei, hicke, hacke, hei, Forts. s. PfWB barfuß 1; vgl. auch die Var. bei Pappendeckel, Bauersfrau, Baum (I 629 Z. 2), drei (II 469 Z. 34), vier, Hexe, Katzenschwanz, Klavier, Landstraße, Saft, Schieferdeckerei, wick.
2. Adv. 'einig, eines Sinnes'. Mer sin in dere Sach eens worr [ Gal-Dornf]; vgl. PfWB übereins. a. 1400 (1560): derowegen seinndten wir obbestimmte schultheisen, burger- vnnd dorffmeister zur besserung vnnd handhabung vnserer welden raths vnnd einß worden ... [PfWeist. II 558 (NW-Freinsh)]. — Südhess. II 55 Z. 13 ff.; Rhein. II 62 Z. 42 ff.; Bad. I 644 Z. 12 ff.
 
  
ein-säckeln, -sackelnschw.:
1. 'in die Tasche stecken', bes. von Geldeinnahmen, insäck(e)le [verbr. WPf, Don-Werb Gal-Obl], en- [verbr. NPf (bis RO-Sippf KL-Wörsb)], ein- [ KB-Kerzh FR-Albsh LU-Altr NW-Friedh], ensackele [ KB-Mauchh]; vgl. PfWB säckeln, PfWB einsakken 1 b, PfWB -schärren 2, PfWB -stecken, PfWB -streichen 1. Do harer (hat er) noch emol ingesäckelt 'das Geld gierig zusammengerafft' [KU-Kollw, verbr.]. Er (der Geizhals) säckelt alles ein fer sich Nd'hochstdt, verbr.]. Ich hun se (die Klikker) all ingesäckelt 'beim Spiel gewonnen' [ KU-Hohöll, Frankth]; Gegensatz dazu: versäkkeln.
2. 'entwenden', insäckele [ KU-Heinzhs]. Syn. s. PfWB stehlen. — Südhess. II 123; RhWB Rhein. VII 681. — -sacken schw.:
1.
a. 'in Säcke füllen', von Getreide, Kartoffeln, Kohlen, einsacke [ BZ-Dernb]; vgl. PfWB sacken, PfWB einfassen 2. —
b. = PfWB einsäckeln 1, insacke [ RO-Obd], en- [ KB-Bennhs], ein- [verbr. VPf]. Er sackt heit in 'gewinnt beim Kartenspiel' [ ZW-Battw]. Er dut nix wie einsacke [ SP-Harths]. —
2. übertr.
a. 'Tadel anhören müssen'. Er hat manches ingesackt [ ZW-Battw]. —
b. 'ins Gefängnis stecken'. Sie han'ne ingesackt [ KU-Kollw O'eisb]. — Südhess. II 123/24; RhWB Rhein. VII 682; ElsWB Els. II 344. — -säen schw. :
1. 'in die Erde säen', einsäe [ LU-Altr]; Kleesame in de Hawwer insäe [ ZW-Battw]; vgl. PfWB hineinsäen. —
2. den Acker, den Garten e. 'mit Saatgut bestellen'; de Acker ('s Feld, 's Land) einsäe [GH-Kand, verbr.]; de Gaarde ('s Beet) insäe [PS-Schmalbg, verbr.]; vgl. PfWB einblümen, PfWB -legen 1 a. — Südhess. II 124; RhWB Rhein. VII 685; ElsWB Els. II 341; Bad. I 661. — -sagen schw.: '(dem Mitschüler) zuflüstern', insaae [ ZW-Battw], ensaan [ KU-Bedb], einsage [ LU-Friesh], -saache [ LU-Oggh]; vgl. PfWB vorsagen. Südhess. II 124; Bad. I 661. — -salben schw.: 'Salbe auftragen'. Ich muß mer grad noch mei Baan insalwe (-sąlwə) [ KU-Kaulb]; vgl. PfWB einschmieren 1. Südhess. II 124. —