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Pfälzisches Wörterbuch 
 
ein-reiten bis ein-rühren (Bd. 2, Sp. 812 bis 814)
 
ein-reiten, st.
ein-renken, schw.
ein-rennen, schw.
ein-ribbeln, schw.
ein-richten, schw.
Ein-richtung, f.
ein-rollen, schw.
ein-rosten, schw.
ein-rücken, schw.
ein-rufen, st.
ein-rühren, schw.
eins
ein-säckeln, schw.
ein-sackeln, schw.
ein-sacken, schw.
ein-säen, schw.
ein-sagen, schw.
ein-salben, schw.
ein-salzen, schw.,  selten  st.
ein-sammeln, schw.
ein-sammen
Ein-sammler, m. f.
Ein-sammlerin, m. f.
Ein-sammlung, f.
ein-sappeln, schw.
Ein+-sasse, m.
Ein-satz, m.
Ein-satzung, f.
-setzung, f.
ein-säuern, schw.
ein-saumen, schw.
ein-schaffen, schw.
Einschal-brett, n.
ein-schalen, schw.
ein-schälen, schw.
Einschäl(s)-birnen, Pl.
ein-schalten, schw.
ein-schanzen, schw.
ein-schärben, schw.
ein-schärfen, schw.
Einschar-pflug, m.
ein-scharren, schw.
ein-schärren, schw.
Ein-schenke, f.
ein-schenken, schw.
ein-scheuern, schw.
Ein-schichte, f.
ein-schichtig, Adj.
ein-schicken, schw.
ein-schieben, st.
ein-schießen, st.
ein-schlafen, st.
ein-schläfern, schw.
ein-schläfrig, Adj.
Ein-schlag, m.
Einschlag-blume, f.
ein-schlagen, st.
ein-schlägig, Adj.
ein-schläglich, Adj.
ein-schlägig, Adj.
ein-schlämmen, schw.
ein-schlampen, schw.
ein-schleichen, st.
ein-schleifen, schw.
ein-schleppen, schw.
ein-schlichten, schw.
ein-schließen, st.
Ein-schluff, m.
Ein-schlupf, m.
ein-schlüpfen
ein-schlupfen
Einschlupf-schurz, m.
ein-schlürfen, schw.
ein-schmeicheln, schw.
ein-schmeißen, st.
Einschmier-bürste, f. n.
Einschmier-bürstchen, f. n.
ein-schmieren, schw.
ein-schnappen, schw.
ein-schnärren, schw.
ein-schneen
Einschneid-birnen, Pl.
ein-schneiden, st.
ein-schneien, schw.
ein-schneigen, schw.
ein-schneen, schw.
ein-schneigen
Ein-schnitt, m.
ein-schnurren, schw.
ein-schockeln, schw.
ein-schöpfen, schw.
ein-schoren, schw.
Einschreibe-brief, m.
ein-schreiben, st.
Ein-schreibung, f.
ein-schreiten, st.
ein-schroten, schw.
ein-schrumpeln, schw.
ein-schrumpfen, schw.
ein-schrunzeln, schw.
   ein-reiten st.:
1. intrans. 'reitend hereinkommen', inreide (-raidə) [ZW-Stamb], enreire [ KB-Bennhs]; vgl. die WR. bei ausreiten.
2. trans.
a. 'ein Pferd an den Reiter, an das Gerittenwerden gewöhnen'; de Gaul einreide [Kaislt, verbr.]. Der jung Gaul do es noch net richtig engerett [KB-Bischh, verbr.]. —
b. 'm Gaul 's Kreiz inreide 'das Pferd durch vieles Reiten zugrunde richten' [ZW-Bechhf, verbr.]. Der Gaul do hat e ingerittenes Kreiz 'ein Hohlkreuz infolge Überbeanspruchung beim Reiten' [ KU-Hinzw]; vgl. PfWB einbiegen 2. RA.: Er reit 'm Gailche 's Kreiz in 'übertreibt eine Sache, richtet etwas zugrunde' [ZW-L'wied, verbr.]. SprW.: Wann de Bettelmann uf de Gaul kummt, reit er'm 's Kreiz ein [LA-Gommh, WD-Niedkch verbr. Gal]; Varianten s. PfWB Bettelmann (I 756 Z. 45) u. PfWB Bauer (I 617 Z. 40). — Südhess. II 120; RhWB Rhein. VII 346; ElsWB Els. II 302; Bad. I 661. — -renken schw. :
1. '(ein verrenktes Glied) wieder in die normale Lage bringen', Gegensatz: aus-, verrenken, einrenke, in-, en- [allg.]; vgl. PfWB einrichten. De Dokder hot'm de Fuß

[Bd. 2, Sp. 813]
eingerenkt [GH-Kand, verbr.]. —
2. übertr. Die Sach muß mer wirrer enrenke 'in Ordnung bringen', von einem Streit, einer Meinungsverschiedenheit [KB-Bubh, verbr.]. 's hat sich werrer alles ingerenkt [KL-Matzb, verbr.]. — Südhess. II 120; RhWB Rhein. VII 353. — -rennen schw.:
1.
a. 'gegen etwas rennen und es dabei beschädigen'; die Wand einrenne [ LU-Alsh]; vgl. PfWB einstoßen 1. Er harre (hat einen) dicke Kopp, do kann mer Mauere met enrenne [RO-Sippf]. Mit deer kennt mer Riegelwänn einrenne, von einem Eigensinnigen, auch von einem Dummen [NW-Frankeck, verbr.], ... Wänd oinrenne [ LU-Opp]. —
b. 'gegen etwas rennen und sich selbst dabei Schaden zufügen, verunglücken'. Er rennt sich noch 's Hern (Hirn) in, wer in unsinnigem Tempo fährt [KU-Kaulb, verbr.]. RA.: Jo, renn der norre de Schärel ('s Hern, de Hernkaschde, de Kopp) in! zu einem, der sich auf gewagte Unternehmungen einläßt [KL-Reichb, verbr.]. —
2. RA.: uffene Deere enrenne 'unnötige Anstrengungen machen' [ FR-Bockh]. — Südhess. II 120/21; RhWB Rhein. VII 356; ElsWB Els. II 263; Bad. I 661. — -ribbeln schw.:
1. '(Quark für faulen Käse) in kleine Krümel zerreiben', inriwwle, ingeriwwelt [ Don-Schowe Torscha]; vgl. PfWB verribbeln. —
2. einem etwas e. 'Unannehmlichkeiten verursachen'. Dem hänn se's eingeriwwelt [Keiler 59]. — Südhess. II 121 and. Bed. — -richten schw.:
1. = PfWB einrenken 1, einrichde, in- en-, [verbr.]; de Bruch inrichde [Rockhs], de Knoche i., von einem Knochenbruch [ RO-Odh]. De Dokder horrem (hat ihm) de Fuß werre (wieder) ingericht [KL-Stelzbg, verbr.]. —
2. die Wohnung, de Lare (Laden) inrichde, wie schd. [ ZW-Battw, allg.]. Die sin schän eingericht [ NW-Kallstdt, allg.]. RA.: Er is ingericht wie e krumm Bään, wie de Hannes owwenuf, von schlechten Wohn- und Lebensverhältnissen [ KU-Trahw]. Er is g'setzlich oingericht 'Ihm kann nichts gepfändet werden, weil er sein ganzes Vermögen auf den Namen seiner Frau übertragen hat' [ LU-Opp, KU-Bedb LA-Gommh]. —
3.
a. etwas e. 'es möglich machen'. Kumm zu mer, wann du's einrichde kannscht [VPf, allg.]. —
b. sich e. 'sich nach seinen beschränkten Möglichkeiten richten'. Du muscht dich halt so inrichde, daß du mit deim Geld auskummscht [KL-Kindsb, verbr.]. — Südhess. II 121; RhWB Rhein. VII 394/95; ElsWB Els. II 230; Bad. I 661.
 
 
Ein-richtung f.: 'Ausstattung einer Wohnung, eines Ladens'; e schääni Einrichdung [Kaislt, verbr.]. Zs. PfWB Ladeneinrichtung. Südhess. II 121; RhWB Rhein. VII 402; Bad. I 661.
 
 
ein-rollen schw.: etwas e., wie schd.; de Deppich einrolle, in-, en- [verbr.]; dafür auch PfWB zusammenrollen; Gegensatz: aufrollen 2. Südhess. II 122; RhWB Rhein. VII 492. — -rosten schw.:
1. 'durch Rost unbeweglich werden', vgl. PfWB verrosten. 's Schloß es ingeroscht [KU-Kaulb,

[Bd. 2, Sp. 814]
verbr.]. —
2. übertr.
a. = PfWB einschlafen 1, inroschde [verbr. WPf Gal-Dornf]. —
b. 's Liewesg'fihl esch eingeroscht 'hat nachgelassen, hat aufgehört' [Keiler 30]. RA.: Dem is de Verstand ingeroscht, von einem Verrückten [Pirmas]. — Südhess. II 122; RhWB Rhein. VII 522. — -rücken schw. :
1.
a. gegenst.
α. 'zum Militärdienst eingezogen werden'; zu de Soldate einricke [LA-Wollmh, verbr.]; vgl. PfWB einziehen 2 b. Dann bin ich ingerickt zur Infantrie uf Lautere [ KL-H'spey]. —
β. 'Quartier beziehen'; enricke ens Quadier [ KB-Kerzh]; vgl. PfWB ausrücken 1. —
b. übertr., scherzh.
α. 'eine Gefängnisstrafe antreten'. Er muß einricke [ PS-Erfw]. Er esch eingerickt [ LA-Nd'hochstdt]. —
β. freiwillich einricke 'Selbstmord begehen' [ SP-Schiffstdt]. —
2. eine Zeile e. 'hinter den anderen Zeilen anfangen', umgspr. [verbr.]. —
3. 'in der Zeitung veröffentlichen'; e Annons einricke losse, wie schd. [verbr.]; vgl. PfWB annoncieren. (Der Vorfall) war jo im Bläddel eingerickt [Keiler 59]. — Südhess. II 122; RhWB Rhein. VII 560; Bad. I 661 einrucken. — -rufen st.: 'zum Erscheinen auffordern', auch 'zum Wehrdienst einziehen', inrufe [ KU-Schmittw/O]; vgl. PfWB einberufen, PfWB -gebieten, PfWB -laden 1, PfWB -ziehen 2 a. Südhess. II 122; RhWB Rhein. VII 579. — -rühren schw.:
1.
a. gegenst. 'durch Rühren vermischen', z. B. vom Anrühren des Teiges, inrehre [verbr. WPf], einrihre [ BZ-Dernb]; vgl. PfWB einmeren 1, PfWB verrühren.
b. übertr. sich etwas e. 'sich in eine unangenehme Lage bringen'. Er hot sich 'n schäne Brei engerihrt [ KB-Albish Bubh], ingerehrt [ ZW-L'wied], eingerihrt [ NW-Hardbg BZ-Dernb]. —
2. 'etwas durch Rühren dazutun'; e Aai (Ei) in die Supp einrihre [ NW-Kallstdt, KU-Schmittw/O FR-Tiefth]; vgl. PfWB hineinrühren. —
3. 's Korn in die Windmihl enrehre, vom langsamen Einlassen des gedroschenen Kornes in die Putzmühle [ WD-Niedkch]. — Südhess. II 122/23; RhWB Rhein. VII 591; ElsWB Els. II 283; Bad. I 661.