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ein-machen bis Einmark-stück (Bd. 2, Sp. 802 bis 805) | |||
ein-machen, schw. Einmach-erbsen, Pl. Einmach-glas, n. Einmach-zeit, f. ein-mal, Adv. Einmal-eins, n. ein-malig, Adj. ein-mären ein-marinieren, schw. Einmark-schlitz, m. Einmark-stück, n. ein-marschieren, schw. ein-mauchen, schw. ein-mauern, schw. ein-meren, schw. ein-mischen, schw. ein-mostern, schw. ein-mummeln, schw. ein-mummen, schw. ein-nadeln, schw. ein-nähen, schw. Ein-näher, m. Ein-nahme, f. ein-nehmen, st. Ein-nehmens, n. Ein-nehmer, m. Ein-nehmerei, f. Einnehmer-zettel, m. Ein-nehmsel, n. ein-nicken, schw. ein-nucken, schw. ein-nuckeln, schw. ein-ochsen, schw. Ein-öd, ON ein-ohrig, Adj. ein-ölen, schw. Ein-öllen, ON ein-packen, schw. ein-pänzen, schw. ein-passieren, schw. ein-patschen, schw. ein-pauken, schw. ein-pfeffern, schw. Einpfennig-stück, n. ein-pferchen, schw. ein-pflanzen, schw. Einpfund-stein, m. ein-prägen, schw. ein-pudern, schw. ein-pumpen, schw. ein-puppeln, schw. ein-puppen, schw. ein-quartieren, schw. Ein-quartierung, f. ein-räderig, Adj. ein-raffen, schw. ein-rahmen, schw. ein-rammen, schw. ein-rangieren, schw. ein-ranken, schw. ein-rappschen, schw. ein-raumen, schw. ein-recheln, schw. ein-rechen, schw. Ein-rede, f. ein-reden, schw. Ein-redens, n. ein-reiben, st. Ein-reibung, f. ein-reichen, schw. ein-reihen, schw. ein-reihig, Adj. Ein-reise, f. Einreise-erlaubnis, f. ein-reisen, schw. ein-reißen, st. Einreiß-haken, m. ein-reiten, st. ein-renken, schw. ein-rennen, schw. ein-ribbeln, schw. ein-richten, schw. Ein-richtung, f. ein-rollen, schw. ein-rosten, schw. ein-rücken, schw. ein-rufen, st. ein-rühren, schw. eins ein-säckeln, schw. ein-sackeln, schw. ein-sacken, schw. ein-säen, schw. ein-sagen, schw. ein-salben, schw. ein-salzen, schw., selten st. ein-sammeln, schw. ein-sammen Ein-sammler, m. f. Ein-sammlerin, m. f. | 1. 'konservieren', einmache, in-, en- [verbr.]; vgl. PfWB Eingemachtes, PfWB eindämpfen, PfWB -dünsten. a. Kraut enmache (für Sauerkraut) [ KB-Kriegsf, WD-Niedkch], inmḁe [ KU-Kaulb], inmache [ Don-Tscherwk]; eingemacht Kraut [ GH-Kand]. Un Sauerkraut watt (wird) eigemacht in Stänner un in Fässer; die Deitsche stampe's mit de Fieß, sell macht's noch viele besser [Birmelin Penns Poems 28]. RA.: Mach der's sauer in! [ Don-Heufeld Buch-Tereblestie]. — b. Gummere einmache 'Gurken einlegen' [LU-Friesh, verbr.]; vgl. Einmach- [Bd. 2, Sp. 803] kukummern. — c. Bohne (Erbse) inmache [KU-Brück, verbr.]; ingemachte Bahne [ KU-Bedb]; vgl. PfWB Einmachbohnen, -erbsen. Die Bouhne werre abgekocht oun engemacht [ WD-Niedkch]. — d. Kersche (Obs) einmache [BZ-Dierb, verbr.]; vgl. Einmachkirschen, PfWB einkochen 1, PfWB -wecken; ingemachte Quetsche [KU-Diedk, verbr.]; eingemachtes Obs [ BZ-Dernb]; eingemachte Gehannstrauwe 'Johannisbeeren' [ FR-Tiefth]. Beliebte Speise: Rendfleesch mit Meerettich, Gegummere orer eingemachte Quetsche [ LA-Wollmh]. — e. Flääsch einmache [NW-Kallstdt, verbr.]; vgl. PfWB einlaken 1, PfWB einmarinieren; eingemacht Kalbflääsch [ LA-Nd'hochstdt]; ingemachte Hering [Pirmas]. RA. (scherzh.): Was hanner heit geß? Ingemachte Kellertreppe un gebackte Färz [ KU-Diedk]. 's stinkt wie ingemachte Schwaaßfieß [ KU-Kaulb, LU-Oggh]. — f. Eier inmache 'in Wasserglas, in Kalk oder Salzwasser, in Kleie oder Spreu legen', vgl. PfWB einkalken [LA-Essing, verbr.]; eingemachte Eier [ KL-Wörsb]. — 2. Dääg inmache ' Teig anrühren' [verbr. WPf Don-Schowe Torscha Tscherwk Lovrin Gal-Dornf], en- [KU-Bedb verbr. östl. NPf Don-Lenauh], ein- [ PS-Erfw NW-Elmst]. Syn. s. PfWB einmeren. — 3. Dickriewe un Grumbeere einmache 'Futterrüben und Kartoffeln als Wintervorrat einmieten' [ PS-Erfw NW-Haßl]. — 4. 'einfahren, vom Feld holen'. De Vadder fahrt uff d'Ganerb (hier FlN., sonst 'gemeinsamer Erbbesitz') heit, for Gerscht dort einsemache [Kunnrädel 32]. — Südhess. II 106/07; RhWB Rhein. V 681/82; ElsWB Els. I 643; Bad. I 658. I. Betonung stets auf dem ersten Wortteil, äänmol (ˈnmōl) [Hauptform in WPf u. VPf westl. NPf], eemol (ˈēmōl) [mancherorts westl. WPf Don Schowe Torscha Tscherwk Heufeld Gal-Dornf u. Umg. Brig Gelsend], aanmol (ˈānmōl) [mancherorts westl. NPf LU-Altr PS-Schönau Hirschth Don-Liebling Stanischitz Gal-Stadlo u. Umg. Weinbergen], (ˈnmōl) [östl. NPf], oomol (ˈōmōl) [Gal-Hohenb Josbg Königsau Obl Brotschk Landtreu Bagbg Augustd]. — 1. 'ein einziges Mal'. Äämol siwwe isch siwwe [ PS-Erfw, allg.]; eemol dorch angebaut, von einem Ackerstreifen, der in einem einmaligen Gang mit der Maschine eingesät wurde [ Don-Heufeld]. RA.: Äämol un nimmi! 'Das tu ich nie wieder!' [ PS-Erfw]. Sprw.: Aamol gut geß, gedenkt em se Lewe [ KB-Kriegsf]. [Bd. 2, Sp. 804] Eemol gut gelebt, denkt em lang [ HB-Kirrbg]. Aanmol is kaanmol [LU-Altr, verbr.]. Denk zehnmol, schwätz eenmol! [Fogel Prov. Penns Nr. 281]. 's is kään Dörfel so klään, so is doch 's Johr äänmol Kerwe drin [ LU-Muttstdt]. Dreimol gewannert is eemol abgebrennt [Gal-Brig, verbr. Don Gal Buch]. — 2. mit vorausgehender adv. Bestimmung. a. auf einmal. α. 'gleichzeitig, in einem Gang, auf einen Schlag'. Er trinkt den Schoppe Wein uf eemol aus [ KU-Elschb]. Es kommt alles uf eemol [ KU-Diedk]. Er frißt e Lääb Brot uf äänmol, un putzt noch net's Maul ab [ RO-Würzw]. SprW.: Der faul Esel schleppt sich uf oomol dot [Gal-Bagbg, verbr. Don Gal Buch]. BR.: Morjerot schlaat siwwe uf äänmol dot [ ZW-Bechhf]. Volksgl.: Wann zwee uf eemol in der Spiechel gucke, werd eens devun disappoint (engl. disappointed 'enttäuscht') [Fogel Beliefs Penns Nr. 325]. — β. 'plötzlich' [verbr.]; vgl. unten I 2 e. Uf äänmol isch e Mann kumme [ GH-Kand]. Un gebt er noch so Achting druf, uf eemol awwer brecht's [Birmelin Penns Poems 105]. SprW.: Mer redt lang vun de Kerwe, uf äänmol isch se do [ GH-Kand]. — b. bloß einmal, nur e., wie schd. Er war bloß äänmol do [ NW-Freinsh]. Er war nore äänmol do [RO-Odh, verbr.]. 's reent heit nore aanmol 'Es regnet unaufhörlich' [ KB-Bubh]. Er eßt de ganze Dag nore eemol, vom Vielfraß [Gal-Dornf, verbr. Don Gal Buch]. SprW.: Mer lebt nore eemol uf der Welt [Don Tscherwk, verbr. Don Gal Buch]. Mer sterbt nore äänmol [ RO-Dielkch]. 's is nore eemol Kerb im Johr [Gal-Lindenf, verbr.]. Der Parre preddicht nore oomol, also muß man gut hinhören, wenn man etwas gesagt bekommt [Buch-Illisch, verbr. Don Gal Buch Rußl]. — c. noch einmal, verstärkt: nur noch e. 'ein letztes Mal'. Ich saa der's noch eemol (nor noch e.) [Gal-Dornf, verbr.]. Wann ich närr (nur) des noch äänmol se mache hätt! [ GH-Kand]. a. 1582: Voll gerichten geschicht jahrß nur einmal [PfWeist. II 522 (FR-Flomh)]. (Zum Vollgericht, das am Mittwoch nach Georgi, 23. April, abgehalten wurde, hatte die ganze Gemeinde zu erscheinen.) — d. schon einmal. Ich hab der's schun eemol gesaat [ NW-Frankeck]. — e. über einmal 'plötzlich', vgl. oben I 2 a; iwwer äänmol [SOPf (Nachlaß Heeger)]. Un iwer eemol aus'm Dor, do kommt die Gräfin Eva vor [Münch Weltgesch. 135]. — II. erster Wortteil stets unbetont, emol (əmōl), oft verkürzt zu mol (mōl) [allg.]. 1. 'zu einer unbestimmten Zeit, irgendwann'. Wann ich mol Zeit hun, kumm ich bei eich [verbr. Gal]. Du werscht des noch emol bitter bereie [ NW-Kallstdt, allg.]. Es war emol ... [ KL-Reichb, allg.]. VR.: 's war emol e Mann, der hatt e Pann (Forts. s. PfWB Pfanne 1 a). — 2. mit vorausgehender Bestimmung. a. als einmal 'zuweilen, manchmal', von den Gewährspersonen oft als zusammengehörend empfunden, vgl. PfWB alseinmal. Er [Bd. 2, Sp. 805] kummt als emol zu uns [ LA-Maik]. — b. auch einmal. RA.: Deer werf ich a emol e Steen in de Garte, scherzh. Danksagung [ KL-Reichb]. Er (der Reiche) kann aa emol nix mitnemme (ins Grab) [ NW-Freinsh]. — c. nicht einmal, wie schd. Er hat net emol Dankschään gesaat [KL-Kindsb, verbr.]. — d. noch einmal, wie schd. Ich kumm morje noch emol [ PS-Erfw, allg.]. Sie is noch emol jung worre [ NW-Dürkh]. RA.: Wann der emol sterbt, muß mer'm's Maul noch emol extra dotschlaa [ RO-Alsbr]. — e. nur einmal 'endlich'. Mach doch nor emol 's Maul uf! [ RO-Semb]. Wann ich närr emol (emphatisch auch: närr äänmol) erleest wär! [ GH-Kand]. — 3. belebendes Füllwort, bald als verstärkend, bald als abschwächend empfunden. 's is emol so, daran ist nichts zu ändern [ NW-Kallstdt, allg.]. Die han emol gehaschtert 'hastig, erregt gesprochen' [ IB-Nd'würzb]. RA.: Gehn fort, 's loßt jerer emol e Forz! [NPfGV Nr. 8/1934]. SprW.: Wann mer emol daut (tot) esch, esch alles aus [BZ-Albw, verbr.]. — Häufig in Aufforderungen, Ausrufen, Flüchen. Komm emol do her! [ KL-Reichb, allg.]. Wee dich emol! 'Bewege dich!' [ WD-Niedkch]. Mach emol! [ Gal-Obl]. Hol emol Wein rein! [ NW-Kallstdt, allg.]. Halt emol du dein frechi Schnauz! [ ZW-L'wied]. Guck emol do!, beliebter Ausdruck der Überraschung [verbr.]; verkürzt: Gummool! [KL-Gimsb u. Umg.]. Vergeß emol dein Red nit!, Entschuldigungsformel, wenn man einen in der Rede unterbrochen hat [KU-Ulm, verbr.]. Hall emol Gedanke! 'Gib obacht!' [Rockhs]. Jesses, noch emol! [ LU-Opp]. Herrgott, noch emol! [ LA-Ilbh]. Himmel, noch emol! [ KU-Schmittw/O]. Dunnerkeil, noch emol! [KB-Kriegsf, verbr.]. — Südhess. II 107 ff.; RhWB Rhein. II 83/84, V 783 Z. 33 ff.; LothWB Lothr. 121; ElsWB Els. I 665/66; Bad. I 658/59.
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