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Ein-falt bis ein-fechsen (Bd. 2, Sp. 781 bis 783) | |||
Ein-falt ein-fältig, Adj. ein-fältiglich, Adv. Einfalts-pinsel, m. ein-fangen, st. ein-farbig, Adj. Einfaß-band, n. ein-fassen, schw. Ein-fassung, f. ein-fatscheln, schw. ein-fechsen, schw. ein-fetten, schw. ein-feuern, schw. ein-finden, st. ein-fleischen, schw. ein-fliegen, st. ein-flößen, schw. ein-fordern, schw. ein-fressen, st. ein-frieren, st. Ein-fuhr, f. ein-führen, schw. Ein-führung, f. ein-füllen, schw. ein-fürcheln, schw. Ein-gabe, f. ein-gabeln, schw. ein-gälstern, schw. Ein-gang, m. ein-gängig, Adj. Ein-gebau, n. Ein-gebäu, n. ein-geben, st. ein-gebieten, st. ein-gebildet, Adj. ein-gefrieren, st. ein-gehen, st. Ein-gekochtes, n. Ein-gemachtes, n. ein-gemeinden, schw. Ein-gemertes, n. Ein-geraube, n. Ein-gericht, n. Ein-gerührtes, n. Ein-gesandt, n. Ein-gesperrter, m. ein-geschrieben ein-gestehen, st. Ein-geweide, n., selten Pl. Ein-gewickeltes, n. ein+-gewinnen, st. ein-gewöhnen, schw. ein-gezogen ein-gießen, st. ein-gräbeln, schw. ein-graben, st. ein-grappschen, schw. ein-greifen, st. Ein-griff, m. ein-grubbern, schw. ein-gummen, schw. ein-gutscheln ein-hakken, schw. ein-hakeln, schw. Ein-halt, m. ein-halten, st. ein-hamstern, schw. ein-händig, Adj. ein-handig, Adj. ein-händigen, schw. ein-hängen Ein-hau, m. ein-hauen, st. ein-heben, st. ein-heimisch, Adj. ein-heimsen, schw. ein-heiraten, schw. ein-heizen, schw. ein-hellig, Adj. ein-henkeln, schw. ein-henken, schw., selten st. ein-hängen, schw., selten st. ein-hinter ein-hitzen, schw. ein-hobeln, schw. ein-hocken, schw. ein-holen, schw. Ein-horn, n. ein-hüllchen, schw. ein-huschen, schw. ein-hutzeln, schw. einig, Pron. Num. einig, Adj. einigen, schw. einiger-maßen, Adv. Einigkeit, f. ein-jagen, schw. ein-jährig, Adj. Ein-joch, n. ein-kalken, schw. | 1. m. a. 'einfältiger Mensch', Des esch eich en Äänfalt! [ LA-Venn]; vgl. PfWB Einfaltspinsel. Syn. s. PfWB Tappes 1 a. — b. Schimpfw., bes. für einen Feigling, Aanfalt [ FR-Mühlh, KU-Schmittw/O]. — 2. f. a. 1600: Auf diese obigen Weiher und Fischbäche geb ich mein Einfalt 'gebe ich mein Gutachten ab', daß die gemeinen Bäche von Pfalz gehegt und zum wenigsten genossen [PfW. 1908, S. 163]. — Südhess. II 79/80; RhWB Rhein. II 80; Bad. I 652; DWB DWb. III 172 im Anhang. 1. 'dumm, töricht'. Des is e eefällicher Mensch [ Gal-Dornf], e ääfäldicher Simbel [ NW-Gimmdg], e äinfällicher Narr, Schwanz [ KU-Schmittw/O], e äänfaldichi Gans [ LA-Essing, FR-Tiefth SP-Mechth]; auch als Schimpfw.: Du aanfällich Kamel! [ KU-Kaulb], enfäldicher Aff! [ KB-Kerzh]; Schneckebetzelcher, ääfäldiche! [ NW-Gimmdg]. Er kann nix wie aanfällich Zeig blaurere 'dummes Zeug schwätzen' [ KB-Eisbg], eenfäldich bapple [ LU-Mundh], oofällich redde [Gal-Bruckth, verbr. Don Gal Buch]. Halt dei äfeltig Maul! [E. Freudenberger, Der gute Ton (1927), S. 25]. Do mißt ich jo Dinte gsoffe hawwe, wann ich so eenfältig wär [ NW-Hardbg]. Er is eefeldich [Lambert Penns 46]. Er isch so änfeldich, daß'n d'Gäns beißen [ LA-Gommh, KU-Schmittw/O LU-Muttstdt]. Die Aanfelliche, Neckname auf die Bewohner von KB-Göllh, zugleich Verspottung der dortigen Mundart. Syn.: PfWB albern 3, PfWB beschränkt, PfWB blöde 2 b, PfWB dof, PfWB töricht 1, PfWB dumm 1, PfWB fade, PfWB hirnlos, -toll, -vernagelt, -verstaubt, PfWB läppisch, PfWB überzwerch, unerfah- [Bd. 2, Sp. 782] ren, vernagelt. — 2. 'verrückt', äänfeldich [ GH-Scheibhdt]. — 3. 'schüchtern', vgl. PfWB blöde 2 a. Sei net so aanfällich!, höfliche Aufforderung zum Mittagessen [ RO-Falkst, KU-Schmittw/O KL-Wörsb]. Mer sellt net so aanfellich sein 'nicht so rücksichtsvoll und gutherzig' [ KU-Kaulb]. — Südhess. II 80/81; RhWB Rhein. II 80/81; LothWB Lothr. 122; ElsWB Els. I 46, 116; Bad. I 652. 1. 'einfältiger, dummer Mensch', auch Schimpfw., Äänfaltsbensel [LA-Venn Wey NW-Haßl verbr. NPf Lambert Penns 47]; vgl. PfWB Einfalt 1. Syn. s. PfWB Tappes 1 a. — 2. 'dünkelhafter, hochmütiger Mensch', Einfaltsbensel [KB-Stauf]; vgl. PfWB Pinsel 4. — Südhess. II 81/82; RhWB Rhein. II 80; Bad. I 652. 1. a. 'entwichene Tiere fangen und einsperren', einfange, in-, en-. s. PfWB ein-1 u. PfWB fangen [verbr.]; de Gaul, de Bieneschwarm infange [KL-Matzb, verbr.]. — b. 'Wild in Fallen und Schlingen fangen' [ ZW-Battw FR-Albsh BZ-Wind]. — 2. a. 'einen entwichenen Häftling stellen', wie schd. [LU-Altr Lambert Penns 48]; vgl. PfWB einsperren 1 a. — b. 'den Partner durch die Folgen des Geschlechtsverkehrs zur Heirat zwingen'. Sie wollt sich versorche, do hot se'n sich eingfange [LU-Opp, verbr.]; dafür auch PfWB anbinden 2, PfWB angeln 3, PfWB darankriegen 2, durch den Arsch gewinnen, verdienen. — c. 'für sich oder für eine Sache gewinnen', infange [ ZW-Battw]. — Südhess. II 82; RhWB Rhein. II 288; Bad. I 652. 1. 'mit einer Umrandung versehen', von Kleidungs- und Wäschestücken, von Beeten und Gräbern, von der Goldeinfassung bei Edelsteinen, einfasse, in-, en-, s. PfWB ein-1 [allg.]. — 2. 'in Säcke, Körbe u. dgl. füllen'; Hawwer (in Säck) infasse [Gal-Dornf, verbr.]; Dünger oder Erde (in Körbe) einfasse [NW-Deidh, verbr.]; vgl. PfWB fassen, PfWB einsacken 1 a. — 3. a. = PfWB einfädeln 1 a; de Faarem enfasse [RO-Sippf, verbr.]; häufiger: die Nodel einfasse [LU-Altr, verbr.]. — b. 'Perlen auf eine Schnur bringen'; Perle infasse [ KU-Schmittw/O]. — c. = PfWB einfädeln 1 b; Duwak einfasse [NW-Geinsh, verbr. mittl. u. südl. VPf]. — Südhess. II 82/83; RhWB Rhein. II 319; ElsWB Els. I 148; Bad. I 652. [Bd. 2, Sp. 783] -fassing [verbr.]. Südhess. II 83; Rhein. II 319 Z. 43.
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