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Pfälzisches Wörterbuch 
 
Ein-arm bis Ein-barn (Bd. 2, Sp. 770 bis 771)
 
Ein-arm, m.
ein-armig, Adj.
ein-ärmig, Adj.
ein-äschern, schw.
Ein-auge, n.
ein-augig, Adj.
ein-äugig, Adj.
ein-augicht, Adj.
ein-äugicht, Adj.
Ein-back, n.
ein-backen, st.
ein-bahnig, Adj.
ein-balsamieren, schw.
ein-bändeln, schw.
Ein-barn, m.,  f.
ein-barnen, schw.
ein-bauen, schw.
Ein-beere, f.
ein-begriffen
ein-behalten, st.
Ein-bein, n.
ein-beinig, Adj.
ein-berufen, st.
ein-bessern, schw.
ein-betten, schw.
Ein-beute, f.
Ein-beuter, m.
ein-bezahlen, schw.
ein-biegen, st.
ein-bilden, schw.
ein-bildisch, Adj.
Ein-bildung, f.
ein-binden, st.
Einbind-gurte, f.
ein-blümen, schw.
ein-blumen, schw.
Ein-bohne, f.
Ein-brand, m.
ein-brechen, st.
Ein-brecher, m.
Ein-brenne, f.
ein-brennen, schw.
Ein-brennsel, n.
Einbrenn-suppe, f.
ein-bringen, st.,  schw.
ein-brockeln, schw.
ein-brökkeln, schw.
ein-brocken, schw.
Ein-bruch, m.
ein-brutzeln, schw.
ein-bündeln, schw.
ein-bürgern, schw.
Ein-buße, f.
ein-büßen, schw.
ein-buttern, schw.
ein-dachsen, schw.
ein-dämmen, schw.
ein-dämmern, schw.
ein-dämpfen, schw.
Ein-darm, m.
Ein-därmel, m.
ein-därmelig, Adj.
ein-därmig, Adj.
ein-darmig, Adj.
ein-dausen, schw.
ein-dellern, schw.
ein-dorren, schw.
ein-drehen, schw.
Ein-druck, m.
ein-drücken, schw.
ein-dünsten, schw.
dunsten, schw.
ein-duseln, schw.
ein-eggen, schw.
ein-eins, Adv.
ein-einzig, Adj.
ein-engen, schw.
einer
einer-lei, Adj.
eines-teils, Adv.
ein-fach
ein-fädeln, schw.
ein-fädemen, schw.
Ein-fädler, m.
ein-fahren, st.
Ein-fahrt, f.
Ein-fall, m.
ein-fallen, st.
Einfall-strecke, f.
Ein-falt
ein-fältig, Adj.
ein-fältiglich, Adv.
Einfalts-pinsel, m.
ein-fangen, st.
ein-farbig, Adj.
Einfaß-band, n.
ein-fassen, schw.
Ein-fassung, f.
ein-fatscheln, schw.
ein-fechsen, schw.
   Ein-arm m.: 'wer nur einen Arm hat', Einarm [ SP-Mechth]; auch Schimpfw., Äinoorem [ KU-Schmittw/O]; vgl. PfWB Einbein. RhWB Rhein. II 79; Bad. I 646 Einärmel.
 
  
ein-armig, -ärmigAdj.: wie schd.; Hauptformen ään-, ään-, een-, ee-, aanaarmich, zur Verbr. s. PfWB ein (Num.) u. Arm. Sonderformen: einaarmich (ain-) [ PS-Fehrb Schmalbg SP-Heiligst Mechth GH-Schwegh], äinaremich [ WD-Niedkch], äinooremich [ KU-Schmittw/O], äänäärmich [ GH-Nd'lustdt], -ääremich [ NW-Kallstdt], (ērmiχ) [ Gal-Dornf]. Subst.: en Äänaarmicher [ LU-Alsh], de Eentarmich [ HB-Kirrbg]; vgl. PfWB einhändig, PfWB Einarm. Südhess. II 63/64; RhWB Rhein. II 79.
 
  
ein-äschern schw.: nach dem Schd., in neuerer Zeit entlehnt. Sie lossen'n einäschere [ NW-Frankeck], in- [ KU-Brück KL-Reichb PS-Gersb], oin- [Kaislt]. Südhess. II 64.
 
  
Ein-auge n.: 'einäugiger Mensch', auch Schimpfw., Äinau [ KU-Schmittw/O], Äänau [ KL-Gimsb RO-Lettw], Äänääch [ BZ-Rambg]. Als E. ist in die Volkssage eingegangen der einstige Besitzer der Burg Scharfeneck bei BZ-Rambg. RhWB Rhein. II 79; Bad. I 646.

[Bd. 2, Sp. 771]

 
   ein-augig, -äugig, -augicht, -äugichtAdj.: wie schd., äänaauich, -auich [verbr. WPf], äin- [ KU-Schmittw/O WD-Niedkch], äänauwich [ KU-Heinzhs], äänaaich [verbr. westl. NPf], aan- [verbr. östl. NPf FR-Bockh], äänäägich [Neustdt], -äächich [verbr. mittl. u. südl. VPf], -ääschisch [ SP-Schiffstdt], -ääschet [Spey]; dafür auch PfWB scheel. SprW.: Unner de Blinne esch der Äänaagich Käänich, nach dem Schd. [ BZ-Dernb]. a. 1573: mit einem einaugiten habich [PfWeist. I 278 (KB-Dreis)]. Südhess. II 64; RhWB Rhein. II 79; ElsWB Els. I 22; Bad. I 646 Z. 30.
 
  
Ein-back n.: 'einmal Gebackenes', insbes. vom Weißgebäck, das in Scheiben geschnitten und nochmals gebacken wird zum Zwieback, Einback [ NW-Frankeck], Oinback [ LU-Opp]. Die Gewährlseute scheinen den Zusammenhang mit dem Num. ein1 nicht mehr empfunden zu haben. Südhess. II 64; RhWB Rhein. II 79; Bad. I 646.
 
  
ein-backen st.: 'etwas in den Kuchenteig hineinbacken', oinbacke, Part. Perf. oingebacke [ LU-Opp]. Volksgl.: Wer den in einen Kuchen eingebackenen Ring in seinem Kuchenstück findet, wird sich im laufenden Jahr verloben [ebd.].
 
 
ein-bahnig Adj.: 'aus einem einzigen Tuchstreifen (s. PfWB Bahn 3 b) gemacht', von Schürzen, eebohnich [ Don-Schowe Torscha].
 
 
ein-balsamieren schw.: bekannt aus dem Schd. RA.: Loß dich inbalsameere!, Ausdruck der Verachtung [ Gal-Dornf]; vgl. PfWB einrahmen. Südhess. II 64; Rhein. I 422; ElsWB Els. II 41; Bad. I 646. — -bändeln schw.:
1.
a. 'mit schmalem Band einsäumen', s. PfWB einsaumen, von Kleidungsstücken, einbännle [SOPf], einbändle [Lambert Penns 47], inbändle [ Don-Schowe Torscha]; e ingebännelter Rock [Pirmas]; e engebännelter Juppe (Joppe) [Ingb]. Der früher von Bauern, Schäfern und Viehhändlern getragene blaue Kittel, die Schäk genannt, war rundum eingebändelt [PfW, 11. Jg., S. 16 (BZ-Billh)]. —
b. 'mit Messingdraht umspinnen', vom Spazierstock [PfW., 11. Jg., S. 16]. —
c. 'ein Buch oder Heft in Papier einschlagen', inbännle [ ZW-Battw]; vgl. PfWB einbündeln 1, PfWB einschlagen 2 f. —
2. übertr.
a. ein Acker wird eingebännelt, damit sich das Flechtgras von der Furche aus nicht auf ihm ausbreiten kann [PfL 11. 9. 1925]. —
b. ingebännelte Aue 'rot umränderte Augen' [Rockhs, Kus LA-Herxh Impfl]; vgl. PfWB einbündeln 2. —
c. von einem Eingebildeten sagt man, er sei eingebännelt [Schandein Bav. IV/2, 272]; vgl. PfWB einbilden 2. — RhWB Rhein. I 435; LothWB Lothr. 258; ElsWB Els. II 58.
 
  
Ein-barn m., f.: 'Scheunenraum neben der Tenne zur Lagerung des eingefahrenen Getreides', vgl. PfWB Barn 1, die Einbar [ KU-Ulm], der Inbare [ KU-Nanzw ZW-Stamb KL-Gimsb Spesb RO-Rehborn], Inbarer [ HB-Einöd], die Imbaar [ HB-Alth], der Imbare [verbr. KU HB-Kirrbg

[Bd. 2, Sp. 772]
Mimb ZW-Battw Walshs KL-Hütschhs Reichb], Imbarn [ KL-Hauptstl], Imbore [ KU-Godhs], Embarem [ KU-Altkch]. — Das Wort ist Rückbildung aus einbarnen. In den Formen mit Im- und Em- ist das ursprüngl. -n- an das nachfolgende -b- assimiliert.