Wörterbuchnetz
Pfälzisches Wörterbuch 
 
Eber+-fasel bis Eberts-heim (Bd. 2, Sp. 715)
 
  Eber+-fasel m.: 'Zuchteber'. a. 1655: die gemeine fassel betreffend, so sollen die erben des Münchguts 2 herdfarren, 1 kalberfarren und ein eberfassel ... stellen [PfWeist. I 155 (LA-Böbing)]; vgl. PfWB Faseleber. — -ferkel n.: 'männliches Ferkel', Ewwerferkel [ ZW-Gr'bundb], -freckel [ KU-Krottb Altkch]; vgl. PfWB Eber 1 b. Bad. I 623. — -fleisch n.: a. 1464: Item si sollen auch farrenfleisch, eberfleisch, fynnigfleisch ... vff der sonder fleisch benk ... verkauffen vnd nit vff den andern fleisch bencken [Zweibr-Urkb. 66] — -fresser Pl.: Neckname für die Bewohner von KL-Hoheck, -fresser. — -furt f.: FlN in HB-Bexb, -fort. -geld n.: 'Geldmittel zum Unterhalt des Gemeindeebers'. a. 1515: Item 19 sch. 7 Pf. uffgehaben zu ebber gelt [SpeyGgHospR]. DWB DWb. III 18.
 
 
Eber-haar s. Augenbrauhaar (K. 20).
 
 
Eber-kraut n.: 'Weidenröschen (Epilobium angustifolium)', Ewwerkraut [Lambert Penns 52]; vgl. PfWB Muttergotteshaar. Marzell 98.
 
 
Ebern-burg: Dorf und Burg im Kr. RO, seit 1969 im Kr. Bad Kreuznach, Ewerrch (ęwÄbęÄχ). Im Bestimmungswort steckt nicht Eber, wie es die Sage wissen will, sondern der altdt. VN Ebaro, Eburo; vgl. Christmann SN I2 120.
 
 
Ebert s. PfWB Eber.
 
 
Eberts-heim ON.: Dorf im Kr. FR (seit 1969 Kr. Bad Dürkheim), Ewertsm (ęwÄdsm), entstanden aus Eburwolfesheim, s. Christmann SN I2 120. Die Bewohner von E. tragen den Uznamen Ewertsemer Staaknippel 'Steinknüppel'.