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Pfälzisches Wörterbuch 
 
Tütz(en)-kind bis Tütz-naupen (Bd. 2, Sp. 707 bis 708)
 
   Tütz(en)-kind n.:
1. 'Kind, das noch an der Mutterbrust (s. PfWB Tütz 1 b) trinkt', Detzkind [ KU-Kaulb Obw/T Bedb Kus RO-Dielkch], Ditz- [KL-Reichb Don-Schowe Torscha verbr. Gal]; oft im Dim. -kendche, -kindche. Scherzh. von einem größeren Kind, das noch nach der Mutterbrust verlangt, Detzkend [ KU-Schmittw/O]; vgl. PfWB Tüttekind, PfWB Tützkalb. —
2.
a. 'zimperliches, verwöhntes älteres Kind', Schimpfw., Detzkind [ KU-Obw/T, Gal-Dornf]. —
b. Schimpfw. für einen furchtsamen Menschen, Ditzekind [ ZW-Krähbg]. Syn. s. PfWB Feigling. — RhWB Rhein. I 1377. — -krug m. : 'Tonkrug mit warzenförmigem Trinkloch am Henkel', Titzekruch [ Don-St. Andreas]. — -mutter f. : 'vollbusige Frau', Ditzemutter [ ZW-Battw]; vgl. PfWB Tützmama. — -stieben Pl. : 'ungestümes Verlangen des Säuglings nach der Mutterbrust'. Das Kind hat die Detzstiewe (-dīwə) [ KU-Bedb Kaulb Kreimb WD-Niedkch]; 'Heimweh nach der Mutter', Detzestiewe [ RO-Rehborn]. Vgl. PfWB Trinkstieben.
 
 
Dutzert, Dutzet s. PfWB Dutzend.

[Bd. 2, Sp. 708]

 
   Tütz-füllen n.: 'Fohlen, das noch von der Stute gesäugt wird', s. PfWB Tütz 1 a, Ditzfille [ HB-Kirrbg], Detz- [ KL-Weilb].
 
 
Dutzig s. PfWB Dutzend.
 
  
Tütz-kalb n.: 'von der Kuh gesäugtes Kalb', auch scherzh. von einem Kind, das lange an der Mutterbrust (s. PfWB Tütz 1 b) trinkt, Detzkalb, -kälbche [ KU-Schmittw/O]; vgl. PfWB Tützenkind 1. — -lappen m.: 'Frauenbrust' (?), vgl. PfWB Brustlappen 2 b, 1 f, Ditzlappe [Schandein Sprachsch. 35]. — -mama f.: 'Frau mit stark entwickeltem Busen', Detzmamme [ KL-Gimsb RO-Lettw]; vgl. PfWB Tützenmutter. — -naupen Pl.: 'Launen einer schwangeren Frau'. Das hot die Ditznauwe [ Gal-Dornf]. Zum Grundw. s. Naupe. —