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Pfälzisches Wörterbuch 
 
Dampf-rad bis tändeln (Bd. 2, Sp. 68 bis 70)
 
Dampf-rad, n.
Dampf-schiff, n.
Dämpfung, f.
Dampf-wagen, m.
Dampf-walze, f.
Dampf-wolke, f.
da-nach, Adv.
dar-nach, Adv.
dar-nachder(t), Adv.
dar-nachet, Adv.
dar-nachthin, Adv.
da-nachder-handert, Adv.
da-nachdert
da-nachet
da-nachthin
Tandelein, n.
Tändelein, n.
tändeln, schw.
Tändel-schurz, m.
da-neben, Adv.
dar-neben, Adv.
daneben-fahren, st.
daneben-fallen, st.
daneben-gehen, st.
daneben-greifen, st.
daneben-halten, st.
daneben-hauen, st.
daneben-huppsen, schw.
daneben-kommen, st.
daneben-legen, schw.
daneben-liegen, st.
daneben-schießen, st.
daneben-schütten, st.
daneben-setzen, schw.
daneben-treten, st.
daneben-tupfen, schw.
Danel
Dangel, m.
dangeln
da-nieden, Adv.
danieder-schlagen, st.
Daniel, m.
Daniel, m.
Danje
Danjes
Dank, m.
Tank, m.
Dank-amt, n.
dank-bar, Adj.
Dankbarkeit, f.
danken, schw.
tanken, schw.
dankens-wert, Adj.
Dank-sagung, f.
Dank-schreiben, n.
Danle
Dann
dann
Tann, m.
Tann-apfel
Tanne, f.
dannen, Adv.
tannen, Adj.
tännen, Adj.
Tann(en)-apfel, m.
Tann(en)-ast, m.
Tann(en)-baum, m.
Tann(en)-bibel, n.
Tann(en)-butzel, n.
Dannen-fels, ON
Tann(en)-garten, m.
Tann(en)-glucke, f.
Tann(en)-gockel, m.
Tann(en)-holz, n.
Tann(en)-honig, m.
Tann(en)-hutzel, f.
Tann(en)-junkelchen, n.
Tann(en)-katze, f.
Tann(en)-nadeln, Pl.
Tann(en)-nast
Tann(en)-schäfchen, n.
Tann(en)-schneize, f.
Tann(en)-spitze, f.
Tann(en)-strauß, m.
Tann(en)-stumpf(en), m.
Tann(en)-wald, m.
Tann(en)-zapfen, m.
Tann(en)-zwacken, m.
Tann-hutzel
Tann-zapfen
Dansenberg
Tante, f.
Tanteres, m.
tantern, schw.
Dantes, m.
Tantes, m.
Däntsche
Tanz, m.
Tanz-anzug, m.
Tanz-ball, m.
   Dampf-rad n.: 'Motorrad', Dambradd [ BZ-Darst]. Wegen dieser Bez. und Aussprache werden die Bewohner von BZ-Darst in den Nachbarorten (z. B. O'schlettb) bespöttelt. Südhess. I 1347. — -schiff n.: wie schd., Dampschiff [ RO-Lettw LA-Gommh]; vgl. PfWB Dampfer. Südhess. I 1347; RhWB Rhein. I 1235; Bad. I 414.
 
 
Dämpfung f.: a. 1828: Löschung und Dämpfung des Feuers [PfMus. 1884 S. 46 (Speyerer Feuerordnung)].
 
  
Dampf-wagen m.: 'Lokomobile der Dampfdreschmaschine', Dampwaae [ ZW-L'wied Battw]; vgl. PfWB Dampfer 1. Südhess. I 1347; RhWB Rhein. I 1235. — -walze f.:
1. 'mit Dampf betriebene Straßenwalze', Dampwalz [ KU-Bedb Schmittw/O KL-Reichb RO-Dielkch]. —
2. übertr.
a. 'dicke Frau, beleibte Person', Dampwalz [ ZW-Battw, KL-Eulbis KB-Kriegsf LU-Oggh Opp], Dampf- [ LA-Wollmh GH-Kand]. —
b. 'dicker Klicker', Dampwalz [ PS-H'einöd]. Syn. s. PfWB Schießklicker. — Südhess. I 1347; RhWB Rhein. I 1235; Bad. I 414. — -wolke f. : 'entweichender Dampf', Dampwolk [ KU-Schmittw/O], Dampfwolge (Pl.) [ GH-Leimh].
 
  
da-, dar-nach, -nachder(t), -nachet, -nachthinAdv.:
1. zeitlich 'nachher, später, darauf, dann', denoo, denoot, denoode, denoodert, dernoo, dernoocher, dernoot, dernoodi, dernoodert, dernoorert, s. F. Eerscht wischde die Sens ab, denoot duschde se wetze [allg.]. Denoot is er hingange un hot alles zu Geld gemacht [ LU-Opp]. Denoo spauzt er in die Äsch un fangt an se verzähle [PfRSch. 20. 1. 1927]. SprW.: Denoot (wenn das Unglück passiert ist) werd gescholl [ KU-Diedk]. WR.: Wie die Eisheiliche sin, is es 40 Daa denoo [ KU-Herschw/Petth]. Solang die Lerch vor Lichtmeß singt, solang schweigt se denoo [ LU-Alsh]. Volksgl.: Wann der neint Daag, wu en Kindbettern gewehnlich ausem Kindbett ufsteht, uf sunndaags fallt, steht sie net bis der Daag denoo uf [Fogel Beliefs Penns Nr. 1840]. Un wiere (als er) ball denoochdert sterbt, do hat er 's Jachdhaus em vererbt [Kieffer Bilderb. 19]. Was eich awer

[Bd. 2, Sp. 69]
drnochdert noch drvun gehört hann, hot mer ebbes arig gefall [PfId. 170]. Ke' Großmog'l war je so reich, als du dernocher bischt [Kobell 5]. a. 1540: darnoch soll er den zimerman mit ime nemen und holz hauen nach notdurft [Grimm Weist. VI 412 (GH-Leimh)]. —
2. zielend 'danach'; met de finef Finger denoo greife [ KU-Schmittw/O]. Geh dernoo! 'Kümmere dich darum!' [ KB-Kerzh Bubh]. Der froot net denooch [Krieger 14]. Un wer sich net denoo richt, der wannert ins Kittche [PfRSch. 20. 1. 1927]. Der leckt (schleckt) die Finger denoo bis an de Elleboo [Pirmas, allg.]. 's Maul wässert em dernoo [ FR-Bockh, allg.]. RA.: Do kräht kän Hahn dernooch [ NW-Deidh, allg., auch Don Gal Buch]. Ein SprW. s. bei PfWB putzen 1 d. —
3. modal 'dementsprechend'. Sie hat zu wenich Aajer genumm, der Kuche is aa denoo [ KL-Kindsb, allg.]. Dann sin jo e paar Wälder do, die sin halt awer a deno [Münch Weltgesch. 80]. a. 1553: darnach der meyer viel oder wenig schaft 'Abgabe' gibt, jetzt ist es wie vorstehet 3 fl. geschetzet [ABlieskst 42]. — F. Dem Schd. folgend, werden die Formen mit altem dar- weniger gebraucht als die mit da-. Der x- Auslaut im zweiten Wortteil ist mehr ein Merkmal der VPf und der vom Schd. her bestimmten Städte. Am häufigsten belegt ist dənō (WPf NPf, auch noch NW-Kallstdt LU-Friesh). dənōx in NW-Geinsh LU-Muttstdt LA-Knöring Gommh GH-Schwegh Leimh BZ-Albw Dierb. r in KB-Kerzh FR-Tiefth Bockh. rnōx in NW-Deidh. Die erweiterte F. rnōxər bei Kobell und Kühn. Ziemlich häufig sind die um ein sekundäres -d- erweiterten Formen, die das vorausgehende -x- ausgestoßen haben: dənōd in KU-Kaulb Ehw Diedk NW-Deidh LU-Opp, rnōd in NW-Dürkh Haßl Spey SOPf, dənōdə in KU-Trahw Hachb, rnōdi um 1900 bei alten Leuten u. bei Schandein, rnōdərd in der SOPf, rnōrərd in BZ-Dörrb; rnōxdərd im PfId. 170. Bei den Nachkommen der pfälzischen Auswanderer sind dənō u. dərnō am häufigsten vertreten; Lambert Penns 39 außerdem noch denot, denort, Gal-Dornf dənōd, Don-Schowe u. Gal Dornf dənōderd, Gal-Dornf u. Obl. dənōdi bzw. dənōdī. Zum zweiten Wortteil vgl. PfWB nach und seine Spielarten. — Südhess. I 1347/48; RhWB Rhein. I 1206/ 07; LothWB Lothr. 85 denohter u. 87 dernoh; ElsWB Els. I 751; Bad. I 426/27.
 
 
da-nachder-handert Adv.: = PfWB danach 1. Awwer, wann mer älter isch, werd mehr schnäckig un denochterhanderte, wann mer noch älter isch, wenn (wollen) se em nimmi [Zahn Einkehr 34]. — Wie Zahn a. a. O. ausführt, handelt es sich hier um eine eigenwillige Sprachform eines Stadtoriginals von LA-Edk, von seinen Mitbürgern allgemein der Denochterhanderte genannt.
 
 
da-nachdert, -nachet, -nachthin s. PfWB danach.
 
  
Tandelein, Tändeleinn.:
1. 'hochmütiges

[Bd. 2, Sp. 70]
Mädchen', Dandele [ PS-Petbch]. —
2. 'Gartenstiefmütterchen', Dändle [ LA-O'hochstdt]. Syn. s. PfWB Stiefmütterchen. — Rückbildung aus tändeln. Bad. I 414.
 
  
tändeln schw.: 'scherzen, spielen', dändele [ ZW-Bottb]. RhWB Rhein. VIII 1049.