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Pfälzisches Wörterbuch 
 
Durch-lauf bis Durch-marsch (Bd. 2, Sp. 654 bis 655)
 
Durch-lauf, m.
durch-laufen, st.
durch-ledern, schw.
durch-leiern, schw.
durch-lesen, st.
durch-liegen, st.
durch-lüften, schw.
durch-machen, schw.
durch-mähen, schw.
durch-mahlen, st.
Durch-marsch, m.
Durch-marsch
durch-marschieren, schw.
durch-mogeln, schw.
durch-nehmen, st.
durch-pelzen, schw.
durch-pfeffern, schw.
durch-pfeifen, st.
durch-pfetzen, schw.
durch-plänkeln, schw.
durch-plotzen, schw.
durch-plumpsen, schw.
durch-pressen, schw.
durch-prügeln, schw.
durch-purzeln, schw.
durch-putzen, schw.
durch-racken, schw.
durch-raffen, schw.
durch-rasen, schw.
durch-raspeln, schw.
durch-rasseln, schw.
durch-rätschen, schw.
durch-ratzeln, schw.
durch-ratzen, schw.
durch-recheln
durch-rechnen, schw.
durch-reden, st.
durch-regnen, schw.
durch-reiben, st.
Durch-reise, f.
durch-reisen, schw.
durch-reißen, st.
durch-reiteln, schw.
durch-rennen, schw.
durch-ribbeln, schw.
durch-rinnen, st.
durch-rippsen, schw.
durch-riseln, schw.
durch-rohren, schw.
durch-rollen, schw.
durch-rosten, schw.
durch-rösten, schw.
durch-rühren, schw.
durch-rumpeln, schw.
durch-rupfen, schw.
durch-rutschen, schw.
durch-rütschen, schw.
durch-rütteln, schw.
durch-säbeln, schw.
durch-sacken, schw.
durch-sägen, schw.
durch-sammeln, schw.
durch-sapchen, schw.
durch-saufen, st.
durch-sausen, schw.
durch-schaben, schw.
durch-schaffen, schw.
durch-schauern
durch-scheinen, schw.
durch-scheuern, schw.
durch-schiefern, schw.
durch-schießen, st.
durch-schimmern, schw.
durch-schlafen, st.
Durch-schlag, m.
durch-schlagen, st.
durch-schlängeln, schw.
durch-schleichen, st.
durch-schleifen, schw.
durch-schleißen, st.
durch-schleppen, schw.
durch-schlitzen, schw.
durch-schlupfen, schw.
durch-schmeißen, st.
durch-schmieren, schw.
durch-schnausen, schw.
durch-schneiden, st.
Durch-schnitt, m.
durch-schnittlich, Adj.
durch-schnüffeln, schw.
durch-schnuffeln, schw.
durch-schreiten, st.
durch-schritten, schw.
durch-schucken, schw.
durch-schwarten, schw.
durch-schwimmen, st.
durch-schwindeln, schw.
durch-schwingen, st.
durch-schwitzen, schw.
durch-sehen, st.
   Durch-lauf m.: 'Diarrhöe', Dorchlaaf [ HB-Kirrbg], -lääf [ LA-Venn], Därrichlaaf [Danner Penns 27]. Syn. s. PfWB Durchfall. Südhess. I 1871/72; Rhein. V 202; LothWB Lothr. 113; ElsWB Els. I 564; Bad. I 604.
 
  
durch-laufen st.:
I. intrans.
1. gegenst.
a. = PfWB durchgehen I 1 a, -laafe, -lääfe, -läife, s. PfWB laufen [allg.]. Därf mer do durchlaafe? 'den Privatweg benutzen' [KL-Kindsb, verbr.]. Er is noch dapper dorchgeloff [RO-Sippf]. Er hot so krumme Bään, daß en Kind dorichlääfe kann [ BZ-Dernb]; vgl. PfWB durchrollen. Volksgl.: Wann zwee Leit minanner laafe, därf niemand gschwischich'ne (zwischen ihnen) därichlääfe, schunscht hot kens ken Glick [Fogel Beliefs Penns Nr. 478]. —
b. 'durchfließen, -sickern' [verbr.]. Do kann 's Wasser net durchlaafe [ ZW-L'wied]. Der Sack hot e Loch, do is die Frucht dorichgeloffe [ BZ-Dernb]. Die Frucht muß mer dreimol (durch die Putzmühle) darchlaafe losse [ KU-Adb]. —
2. übertr.
a. = PfWB durchgehen I 4 a. De Gaul is dorchgelaaf [NW-Frankeck, verbr.]. —
b. d. lassen.
α. = PfWB durchhauen 2. Den han se dorchlaafe losse [ PS-Glashtt]. —
β. = PfWB durchhecheln 2 a [ NW-Kallstdt]. —
II. trans.
1. gegenst. 'durch Laufen bis zur Schadhaftigkeit abnützen'; die Schuhsohle d. [allg.]. RA.: Ich hab mer die Schuhsohle durchgeloffe 'habe mich sehr bemüht, um es zu erreichen' [PS-Erfw, verbr.]. Der werd aa amol sei Narreschuh durchlaafe 'wird einmal vernünftig werden' [ Don-Apatin]. Volksgl.: Ein Ehepaar wird reich, wenn es die Schuhsohlen in der Mitte durchläuft [ FR-Beindh LU-Fußgh]. —
2. übertr.
a. eine Schule d., wie schd., durchlääfe (-ˈlfə) [ BZ-Klingmst]; vgl. PfWB durchmachen 2. —
b. 'flüchtig durchlesen' (-ˈlfə) [ FR-Bockh]. —
c. Es dorichlääft (-ˈlfd) mich ganz kalt bei dere G'schicht [ BZ-Dernb]; vgl. PfWB überlaufen. — Südhess. I 1872; RhWB Rhein. V 197; ElsWB Els. I 565/66; Bad. I 604. — -ledern schw. : = PfWB durchhauen 2, -leddere, -lerrere, s. PfWB ledern [verbr., auch Gal Buch]. Südhess. I 1872; RhWB Rhein. V 284; Bad. I 604. — -leiern schw. :
1. = PfWB durchdrehen 1; 's Flääsch (in der Fleischmaschine) durchleiere [ LA-Gommh]; die durchgeleiert Millich 'in der Zentrifuge entrahmte Milch' [ PS-O'simt]. —
2. = PfWB durchreiben, durchleiere [ ZW-L'wied]. — Südhess. I 1872; RhWB Rhein. V 362. — -lesen st. :
1. 'ein Buch, ein Schriftstück bis zum Ende lesen', -lese [allg.]; vgl. PfWB auslesen 2. Wann er eppes e paarmol dorchlest, kann er's gleich ausewennich [ KU-Schmittw/O]. —
2. 'sortieren, sichten'; Grumbeere d. [ GH-Nd'lustdt]; vgl. PfWB auslesen 1,

[Bd. 2, Sp. 655]
PfWB durchraffen. Südhess. I 1872; RhWB Rhein. V 403; Bad. I 604. — -liegen st. : sich d. 'sich wundliegen', -lei(j)e, -liche, -lige, s. PfWB liegen [verbr.]. Er hot sich durchgeläche [ GH-Kand]; vgl. PfWB wundliegen, PfWB durchgehen II 3. Südhess. I 1873; RhWB Rhein. V 465. — -lüften schw. : wie schd., -lifte [verbr.]; auslüften. Do hinn is schlechti Luft, mer muß emol gut dorchlifte [NPf]. Ich hun die Kleider de ganze Dag lang dorchgelift [ FR-Bockh]. Mach's Scheiertor uf, daß der Wind die naß Frucht durchlifte kann [ ZW-Battw]. In dere Zugluft werd mer gut durchgelift [ LU-Altr]. Südhess. I 1873; RhWB Rhein. V 584. — -machen schw. :
1.
a. 'durcharbeiten', -mache [verbr.]; vgl. PfWB durchschaffen 1. Mer machen bei uns im Biro immer dursch [Kaislt]. —
b. die Nacht d. 'durchfeiern'. Er macht e Gesicht, als ob er die Nacht dorchgemacht hätt [KB-Kriegsf, verbr., auch Don-Schowe Torscha]; vgl. PfWB durchzechen. —
2. = PfWB durchlaufen II 2 a. Er hat e gudi Schul durchgemacht [ RO-Obd]. —
3. 'etwas erproben, unternehmen'. RA.: Er hat schun viel durchgemacht, bloß noch keen Oowerohr 'Er hat bei allen seinen Unternehmungen nichts erreicht' [Krieger 42]. —
4. 'Schlimmes erleben' [allg.]; vgl. PfWB durchkosten; schwere Stunn d. [verbr.]. Met dem Kind han mer schun eppes darchgemach [ KU-Kaulb Kreimb]. Die hot schun viel dorchmache mirre (müssen), von einer kränkelnden Frau [ KL-Hirschhn]. SprW.: Wer lang lebt, macht viel darich; un wer lang lebt, watt (wird) alt [PennsDeitschEck 27. 2. 1954]. Volksgl. s. bei durchgraddeln. — Südhess. I 1873; RhWB Rhein. V 681; LothWB Lothr. 113; ElsWB Els. I 643; Bad. I 604. — -mähen schw. : 'ein Feldstück von einem Ende bis zum anderen abmähen'; de Acker ganz durchmähe [ LU-Alsh]. RhWB Rhein. V 737. — -mahlen st. :
1. 'Fleisch durch den Wolf drehen'; Flääsch dorchmahle [ LA-Nd'hochstdt]; vgl. PfWB durchdrehen 1 b. —
2. 'Getreide in der Windmühle putzen'; Frucht dorchmahle [ FR-Albsh]; vgl. PfWB durchdrehen 1 c, PfWB -lassen 2 a. — Südhess. I 1873; RhWB Rhein. V 741 and. Bed.
 
  
Durch-marsch1 m.: 'Diarrhöe', Dorch-, Durchmarsch [verbr., auch Don-Tscherwk]. Syn. s. PfWB Durchfall. Volksmed.: Bei Dorchmarsch trenkt mer kalt Wasser [ WD-Niedkch]. Südhess. I 1873; RhWB Rhein. V 901; Bad. I 604; Küpper I 143/44. —