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Pfälzisches Wörterbuch 
 
durch-dörren bis durcheinander-haspeln (Bd. 2, Sp. 642 bis 644)
 
durch-dörren, schw.
durch-drehen, schw.
durch-dreschen, st.
durch-dringlich, Adj.
durch-drücken, schw.
durch-eggen, schw.
durch-einand(er), Adv.
Durch-einander, m.
durcheinander-bringen, st.,  schw.
durcheinander-gehen, st.
durcheinander-haspeln, schw.
durcheinander-hauen, st.
durcheinander-häubeln, schw.
durcheinander-hecheln, schw.
durch-einanderig, Adj.
durcheinand(er)-jagen, schw.
durcheinand(er)-kommen, st.
durcheinand(er)-machen, schw.
Durcheinander-macher, m.
durcheinand(er)-mischen, schw.
durcheinand(er)-rösten, schw.
durcheinand(er)-rühren, schw.
durcheinand(er)-schlagen, st.
durcheinand(er)-schütteln, schw.
durcheinand(er)-stäbeln, schw.
durcheinand(er)-wühlen, schw.
wuhlen, schw.
durcheinand(er)-wursteln, schw.
durchen
Türchen
Türchen-dauge, f.
Durchener
durch-fahren, st.
Durch-fahrt, f.
Durch-fall, m.
durch-fallen, st.
durch-faukeln, schw.
durch-faul, Adj.
durch-faulen, schw.
durch-fechten, st.
durch-fegen, schw.
durch-feilen, schw.
durch-feimen, schw.
durch-fickeln, schw.
durch-ficken, schw.
durch-fickern, schw.
durch-filzen, schw.
durch-fischeln, schw.
durch-fisern, schw.
durch-fiseln, schw.
durch-fitscheln, schw.
durch-fitschen, schw.
durch-fitteln, schw.
durch-fitzen, schw.
durch-flappen, schw.
durch-flatschen, schw.
durch-fliegen, st.
durch-flitscheln, schw.
durch-flitschen, schw.
durch-forsten, schw.
durch-fressen, st.
durch-führen, schw.
durch-fummeln, schw.
durch-fusern, schw.
durch-futscheln, schw.
durch-gabeln, schw.
durch-galoppieren, schw.
Durch-gang, m.
Durch-gänger, m.
durch-gängig, Adv.
durch-geben, st.
durch-gehen, st.
durch-gehends, Adv.
durch-geigen, schw.
durch-gerben, schw.
durch-getrieben
Durch-gewachs, m.
durch-gewurmt
durch-glosen, schw.
durch-gratteln, schw.
durch-greifen, st.
durch-greifend, Adj.
durch-gucken, schw.
durch-häckeln, schw.
durch-hacken, schw.
durch-halten, st.
durch-hauen, st.,  schw.
durch-hecheln, schw.
durch-helfen, st.
durch-hocken, schw.
durch-hungern, schw.
durch-in
durch-jagen, schw.
durch-jäten, schw.
durch-jucken, schw.
durch-kampeln, schw.
durch-karbatschen, schw.
durch-kauen, schw.
durch-kitschen, schw.
durch-klopfen, schw.
   durch-dörren schw.: 'gut trocknen', trans. u. intrans. Die Sunn därrt 's Hai heit mittag noch volle durch [ LU-Alsh]. 's Hai is durchgedärrt, ich du's hääm [ebd.]. — -drehen schw.:
1. 'in einer mit der Hand betriebenen Maschine bearbeiten'.
a. Milch in der Zentrifuge d., -drehe [verbr.]; vgl. PfWB durchleiern 1; durchgedrehti Millich 'Magermilch' [PS-Hintwdth, verbr.]. Die saufe dorchgedrehte Milch zum Kaffee [ ZW-Battw]. —
b. Fleisch, Gemüse, Obst in der Fleischmaschine d. [verbr.]; vgl. PfWB durchmahlen 1. —
c. Getreide

[Bd. 2, Sp. 643]
mit der Handdreschmaschine dreschen [ KU-Schmittw/O]; vgl. PfWB durchlassen 2 a. —
2. de Motor durchdrähe 'ankurbeln' [ LU-Altr]. —
3. übertr.
a. = PfWB durchhauen 2, dorchdrehe [ FR-N'lein]. —
b. Ich bin ganz durschgedreht 'Ich bin ganz durcheinander, habe die Nerven, die Fassung verloren' [KL-Hirschhn, verbr.]. — Südhess. I 1861; RhWB Rhein. I 1457/58; zu 3 b: Küpper I 143 durchgedreht. — -dreschen st. :
1. mit dem Dreschflegel d.
a. 'eine bestimmte Menge fertigdreschen'. Die zwanzig Garwe wollen mer noch dorchdresche, dann heere mer for heit uf [ KL-Weilb, LU-Altr]. —
b. 'ohne Unterbrechung dreschen'. Heit misse mer durchdresche, sunscht werre mer net ferdich [FR-Tiefth, verbr.]; vgl. PfWB herumdreschen. —
c. 'besonders stark aufschlagen, damit auch die zuunterst liegenden Ähren des Geleges getroffen werden' [verbr.]. —
2. = PfWB durchhauen 2 [verbr.]. Denne muß mer emol dichdich durchdresche [ LA-Maik]; vgl. PfWB verdreschen. —
3. übertr. 'die Aufgabe gut lernen', dorchdresche [ KL-Weilb]. — Südhess. I 1861; RhWB Rhein. I 1487.
 
  
durch-dringlich Adj.: 'durchdringend, Wirkung zeigend'. Das war emol e darchdringlicher Ree (Regen) [ KU-Bedb]; vgl. PfWB durchgreifend. RhWB Rhein. I 1497.
 
  
durch-drücken schw.:
1. 'durch etwas hindurchdrücken', -dricke [verbr.]; de Brei (durch das Sieb), de Saft (durch das Tuch) dorchdricke [ PS-Hintwdth]; vgl. PfWB durchpressen, PfWB -rühren, PfWB -schlagen 2. —
2. 'durch ständiges Drücken deformieren, schadhaft machen'. Er hat die Knie an de Hoose dorchgedreckt [Ingb], -gedrickt [ KB-Kerzh]. —
3. sich d. 'hindurchdringen'. Der drickt sich iwweraal dorch [ Gal-Dornf]. Die Sunn drickt sich (durch den Nebel) durch [ ZW-Schmitshs LU-Altr]. — Südhess. I 1861/62; RhWB Rhein. I 1511; ElsWB Els. II 751; Bad. I 602. — -eggen schw.: 'mit der Egge gründlich bearbeiten', -ee(j)e, -eeche, -eege, s. PfWB eggen [verbr.]; de Acker gut dorcheeje [ KL-Reichb]. Südhess. I 1862.
 
  
durch-einand(er) Adv.:
1. 'ungeordnet', dorch-, dorsch-, durch-, durschenand (ˈdǫrχ-, ˈdǫr-, ˈdurχ-, ˈdurənḁnd) [verbr. SPf], dorchenanner (dǫrχənanər) [ RO-Als], do(r)j- [verbr. KU WD-Bub RO-Finkb KL-Fockbg/Limb Reichb PS-Geisbg], durj- [ KU-Odb], rch- [ KU-Heinzhs RO-Feilbg Dörnb], darch- [verbr. NWPf], da(r)j- [ KU-Trahw Theisbgstg Schellw Haschb Gumbsw], dor- [ KU-Welchw], dorch-, dorschnanner [PS-Gersb H'eischw Pirmas FR-Quirnh Beindh NW-Freinsh Ungst BZ-Annw Queichhmb, verbr. Gal], durch-, dursch- [verbr. mittl. VPf, Buch-Illisch], daj- [ KU-Rutsw/G Rehw Wahnwg], darch- [ BZ-Rinnth, Don-Schowe Torscha], doj- [ KU-Nerzw]. Schreibungen mit -einander, -enander, -nander, -einanner begegnen vereinzelt in allen Teilen der Pfalz. Vgl. das Adj. durch-

[Bd. 2, Sp. 644]
PfWB einanderig. Do is (leit 'liegt') alles dorchnanner wie Kraut un Riewe [LU-Opp, verbr., auch Don Gal Buch], dojnanner wie Hai un Stroh [ KU-Nerzw, Buch Illisch], dorjenanner wie eme (in einem) Saustall [ KU-Patb], dorchnanner, wie wann die Russe dogewese wären [ Gal-Kranzbg], wie wann's 's Wasser gebrung hätt [Don-Alexanderhs verbr. Gal Buch]. —
2. 'vermischt'; Lewwerun Grieweworscht d. [ KB-Kerzh]; Kraut un Grumbeere d. [ KU-Bedb]. —
3. 'verrückt'. Er es dorjenanner [WD-Niedkch, verbr.]. Er esch im Kopp durchenand [ GH-O'lustdt]. — Südhess. I 1862/63; RhWB Rhein. II 76/77; LothWB Lothr. 113 durjenän; ElsWB Els. I 49; Bad. I 602; zu 3: Küpper I 142.
 
  
Durch-einander m.:
1.
a. 'Unordnung'. Des esch do noch e Dorchenanner! (ˈdǫrχənanər) [GH-Zeisk, verbr., auch Don Gal Buch]. Syn. s. PfWB Wirrwarr. —
b. 'gleichzeitiges Regnen und Schneien'; for drei Penning D. [ KU-Konk Kus HB-Walsh PS-Steinalb LU-Altr]. —
2. 'Aufregung, Lärm'. Mach kän Durchenanner! [LA-Herxh, verbr.]. Des war dann e Dorchenanner unn e Jeschtes in dere Wohnung! [Hartmann Unkel 3]. De Kopp owwe behalle bei allem Dorjenanner [ KU-A'glan]. —
3. 'Streit'. Es han zwää Dorchenanner [ KL-Wörsb]. —
4. 'Haufen wertloser Dinge', Darchenander [ KU-Jul]. Syn. s. PfWB Lumpenzeug. —
5. 'das kopflose Herumwirtschaften im Haushalt'; e Durchenanner mache [ KB-Eisbg, PS-Schmalbg]. — Südhess. I 1863, Z. 25 ff.; Rhein. II 77, Z. 43 ff.; Bad. I 602, Z. 14 ff.
 
  
durcheinander-bringen st., schw.:
1. 'in Unordnung bringen'.
a. gegenst. Du hasch in der Schachtel alles durschenannergebrung [Kaislt, verbr.]. —
b. übertr. Der bringt (beim Erzählen) alles dorchnander wie Kraut un Riewe [ PS-Erfw]; vgl. PfWB durcheinanderhaspeln, PfWB -machen 1. —
2. 'nervös machen, aufregen'. Er hat mich jetzt ganz durchenannergebrung (durχəˈnanərgəbruŋ, emphatisch: ˈdurχə-) [KL-Kindsb, verbr.]; vgl. PfWB durcheinanderjagen. — Südhess. I 1863, Z. 6. — -gehen st.: 'in Bewegung geraten'. Du brauchscht Bewegung, damit 's Blut durchenannergeht, von fettleibigen Menschen [ GH-Schwegh]. — -haspeln schw.: 'ohne Zusammenhang reden', durcheinanderhaspeln [Klein Prov. 187]; vgl. PfWB durcheinanderbringen 1 b. —