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Duppens bis Tür (Bd. 2, Sp. 634 bis 635) | |||
Duppens, n. Duppens-geld, n. Duppens-kasse, f. Dupper Duppes Düppes, m. Tuppi, m. Duppler, m. Dupp-mäuser, m. Tur, f. Tür, f. turaksen Tür-angel, f. tür-angeln, schw. tür-ängeln, schw. tur-angeln, schw. Tür-band, n. durch durch- durch-aus, Adv. durch-backen, st. durch-baden, st., schw. durch-beißen, st. durch-betteln, schw. durch-blaueln, schw. durch-bleuen, schw. durch-bluten, schw. durch-bohren, schw. durch-braten, schw. durch-brechen, st. durch-brennen, schw. Durch-brenner, m. durch-bringen, st., schw. Durch-bruch, m. durch-bumpen, schw. durch-buschieren, schw. Durch-den-Wald, m. Durch-die-Welt durch-dörren, schw. durch-drehen, schw. durch-dreschen, st. durch-dringlich, Adj. durch-drücken, schw. durch-eggen, schw. durch-einand(er), Adv. Durch-einander, m. durcheinander-bringen, st., schw. durcheinander-gehen, st. durcheinander-haspeln, schw. durcheinander-hauen, st. durcheinander-häubeln, schw. durcheinander-hecheln, schw. durch-einanderig, Adj. durcheinand(er)-jagen, schw. durcheinand(er)-kommen, st. durcheinand(er)-machen, schw. Durcheinander-macher, m. durcheinand(er)-mischen, schw. durcheinand(er)-rösten, schw. durcheinand(er)-rühren, schw. durcheinand(er)-schlagen, st. durcheinand(er)-schütteln, schw. durcheinand(er)-stäbeln, schw. durcheinand(er)-wühlen, schw. wuhlen, schw. durcheinand(er)-wursteln, schw. durchen Türchen Türchen-dauge, f. Durchener durch-fahren, st. Durch-fahrt, f. Durch-fall, m. durch-fallen, st. durch-faukeln, schw. durch-faul, Adj. durch-faulen, schw. durch-fechten, st. durch-fegen, schw. durch-feilen, schw. durch-feimen, schw. durch-fickeln, schw. durch-ficken, schw. durch-fickern, schw. durch-filzen, schw. durch-fischeln, schw. durch-fisern, schw. durch-fiseln, schw. durch-fitscheln, schw. durch-fitschen, schw. durch-fitteln, schw. durch-fitzen, schw. durch-flappen, schw. durch-flatschen, schw. durch-fliegen, st. durch-flitscheln, schw. durch-flitschen, schw. durch-forsten, schw. durch-fressen, st. durch-führen, schw. | [Bd. 2, Sp. 634]
Aus den Nachträgen 1. 'Fahrt, Reise, Ausflug', Tur (tūr) [verbr., bes. WPf], Dur (dūr) [verbr., bes. VPf]; e D. mache [LU-Böhl, verbr.]; e Turche mache [ KL-Neukch]. Mer sin uf T. [ PS-Gersb]. Sie hän e großi D. vor [LA-Gommh, verbr.]. Des war e schweri D. [KB-Kerzh, verbr.]; vgl. PfWB Marsch, PfWB Rute. Zs. Pfingst-, Ferien-, PfWB Mai-, PfWB Rad-, Sau-, Spritztur. — 2. a. 'Umdrehung (einer Maschine)', Des Rad macht drei Dure in der Sekund [ BZ-Dernb]. — b. α. 'tägliche Arbeitszeit, Schicht'. Ich bin an de D. [BZ-Dernb, verbr.]. Er hot die D. 'ist mit dem Dienst an der Reihe' [ebd.]. Jetzt is mei Tur [ Don-Lovrin Marienfeld]. — β. 'Arbeitspensum'. Mer hän noch vier Dure erumsezackere [ BZ-Dernb]. — c. 'Krankheitsdauer'. Ich hab en harti D. durchgemacht [SOPf (Nachlaß Heeger)]. — d. 'Tanzrunde'. Mer machen e D. [ LA-Wey]. Sie hän zwää Dure mitnanner gedanzt [ BZ-Dernb]. Zs. Damen-, PfWB Extra-, PfWB Freitur. — e. in einer T. 'ununterbrochen'; in aaner T. fortmache [ KU-Kaulb Kreimb]; in ääner D. fort [NW-Haßl, verbr.]. Heit rechert's (regnet es) in aaner T. [LU-Altr, verbr.]. — f. 'Art und Weise' Uf ee T. 'irgendwie' werd's schun geh [ Don-St. Andreas Tscherwk]. — g. auf voller T. sein 'sehr ärgerlich sein'. Glei is mei Fraa uf voller Tour un gebt ge- [Bd. 2, Sp. 635] waldig meer retour [Siebenlist 76]. — 3. a. 'Saufperiode'. Er hat wieder sein T. [HB-Einöd, verbr.]; vgl. PfWB turen, PfWB Turensüffer. — b. 'Anfall schlechter Laune'. Er hot allegebott so e D. [GH-Kand, verbr.]. Sie hot 's närrisch Turche [ KB-Kriegsf]. — c. 'Arbeitswut'. Er hat alsemol die T. [KB-Kriegsf, verbr.]. — d. 'bösartiger Streich'; Ture liefere [ KL-Obernh]; e dolles Turche [Pirmas (Otterstetter 259)]. — e. 'aufsehenerregendes Geschehen'. Da hot's Dure gewwe [PfId.38]. — Frz. tour. — Südhess. I 1853/54; RhWB Rhein. VIII 1471/72; Saarbr. 213; LothWB Lothr. 113; ElsWB Els. II 709; Bad. I 600. 1. wie schd., Deer (dēr, dēər, dēÄr, dēÄ) [weit verbr.], Dier (dīÄ) [lothr. SWPf ZW-Battw Bottb Zweibr PS-Gersb Pirmas (hier Jahrgänge ab 1914 und jünger, bes. Mädchen) Land], (dr) [SOPf (Heeger Südostpf. § 16) PS-Busbg], (dēr) [Penns (neben dīr) s. PSA PSA 19 Gal], (dīr) [Penns Buch Tereblestie Illisch St. Onufry]; die D. ufmache 'öffnen', zumache 'schließen' [ KB-Kriegsf, allg.], ufschließe 'aufschließen' [allg.]. Die D. geht schwer zu [ KL-Reichb]. Sei mol still, die D. is gange [LU-Alsh, verbr.]. Die D. fallt aus de Angele [ KB-Kriegsf]. Die D. steht weire Waan ouf 'so weit offen wie ein Wagen' [ WD-Niedkch]. — Die früher üblichen quergeteilten Haustüren mit einer oberen und unteren Hälfte gab es um 1930 an Wohnhäusern nur noch selten, an Ställen häufiger. Der obere Teil hieß die owwer D. [ LU-Böhl], auch die ewwerscht D. [ KB-Kriegsf], de iwwerscht Fliel (Flügel) [ KU-Bedb], de Lare (Laden) [ PS-Schmalbg]; der untere Teil: die unner D. [ LU-Böhl PS-Schmalbg], die unnerscht D. [ KB-Kriegsf], de unnerscht Fliel [ KU-Bedb]. Weiteres s. u. PfWB Haustür. — Zs. Abort-, PfWB Doppel-, PfWB Fall-, PfWB Haus-, PfWB Himmels-, PfWB Hinter-, PfWB Hof-, PfWB Hünkels-, Kammer-, PfWB Kapellen-, PfWB Keller-, PfWB Kirchen-, PfWB Küchen-, PfWB Laden-, PfWB Saustall-, PfWB Scheuer-, Schul-, PfWB Speicher-, PfWB Stall-, PfWB Stiegen-, PfWB Stuben-, PfWB Vordertür. — RA.: Er fliet (fliegt) vor die D. 'wird hinausgeworfen' [ KU-Diedk]. Er hot'm de Stuhl vor die D. g'setzt (g'stellt) [ LU-Opp, PS-Erfw Pirmas RO-Dielkch LU-Limbghf NW-Hardbg]. Vor de D. (drauß) es dein 'Hier im Haus hast du nichts zu bestimmen' [KB-Kriegsf, verbr.]. Er hot mer fascht die D. engeloff [FR-Bockh, verbr.]. Do gebt aaner 'm annere die D. in die Hand [KU-Kaulb, verbr.]. Er fallt mit de D. ins Haus 'bringt sein Anliegen ohne Einleitung vor' [NW-Freinsh, verbr.]. Die geht 'm Deiwel vor die D. [ KU-Hundh Buch-Tereblestie]. Schreiwen's an die D.! 'Das könnt ihr als verloren betrachten' [ KB-Kerzh]. Die hat Holz vor de D., von einer Vollbusigen [KU-Trahw, verbr.]. SprW.: Alte Knoche schmeißt mer hinner die D., von alten Menschen [ HB-Kirrbg]. Es hot jeder vor seiner D. zu kehre [KB-Bischh, verbr., auch Gal]. 's steht an jeder [Bd. 2, Sp. 636] Deer: Wann sell net wär! 'Jedes Haus hat seinen Kummer' [Kaislt]. VR.: Die Deere uf, die Fenschder uf, es kummt e kalder Wind eruf [ ZW-Hornb]. Witt (Willst du) e Beer? — Stoß dein Kopp werrer (wider) d'Deer [ LA-Essing]. Ein, zwei, drei, vier; steht ein Männel vor der Tür; hat ein rotes Käppel auf; oben ist der Kuckuck (hier: Mützenknopf) drauf [ LA-Roschb]. Spottvers auf die Bewohner von NW-Lindbg, weil sie das r in In- und Auslaut nicht aussprechen: Heut danse mee (wir), mosche (morgen) dansen eh (ihr). Un wann eh so nit wenn (wollt), do woise (zeigen) mee eich die Dee [ NW-Lambr]. a. 1409: ... keiner dem andern sine Ture oder stelle vffstossen [Lein-Arch., Burgfriedensbrief Diemerstein]. a. 1535: Item 2 gulden dem cleinen schreinergen ... hat dem Hencker 2 durren in sein Hawß gemacht [ZweibrLSchR]. a. 1571: bort 'Bretter' zu den durren [SSp., KirchRech. Wernersberg, Bl.42]. a. 1596: 1 alter Kuchen schanckh ahne dhüren [Werschw-SchR, Bl. 599]. — 2. 'kleines Tor in der Umzäunung', Deerche [verbr. Gal]. Zs. PfWB Gartentür. — 3. 'vorderer und hinterer Abschluß an Fahrzeugen'. a. am Leiterwagen, Deerche, Pl. Deercher [KL-Stelzbg Fischb Siegb Morb RO-Lohnsf KB-Boland NW-Weidth Wachh Klein Wag. 112], Dierche [ KB-Zell LU-Ruchh], Deerle [ LU-Alsh NW-Lambr], Deer [ FR-Bockh NW-Frankst]. Zs. Kopf-, PfWB Latten-, Laub-, Wagentür. Syn. s. PfWB Kopfbrett. — b. am Schnappkarren, Deerche [ FR-Albsh]. — 4. 'Herd- und Ofentür', stets im Dim. [verbr.]. Zs. Aschen-, PfWB Backofen-, Feuer-, Kessel-, Ofentür. — 5. 'Verschluß an großen Weinfässern', Deerche [ FR-Albsh NW-Kallstdt], Deerle [ GH-Nd'lustdt]; vgl. PfWB Türchendauge, -risser. Uf emol fangt des Faß am Derle a se schwitze, un schließlich hot des fescht gerunne [Holler 14]. Zs. Faßtür. — 6. scherzh. 'Hosenschlitz', im Dim. [verbr.]. Mach 's Dierle zu, sunscht fliet das Veegl fort! [ NW-Frankeck]. Zs. PfWB Hosentür. — Südhess. I 1854 ff.; RhWB Rhein. VIII 1472 ff.; Saarbr. 47; LothWB Lothr. 90; ElsWB Els. II 710/11; Bad. 607.
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