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Pfälzisches Wörterbuch 
 
Duppel bis Dupper (Bd. 2, Sp. 633 bis 634)
 
Duppel, m.
Duppel
Duppel-bank
Duppel-kraut
Duppel-schuß
duppelt
duppelig, Adj.
tüppelig
tuppen
Duppens, n.
Duppens-geld, n.
Duppens-kasse, f.
Dupper
Duppes
Düppes, m.
Tuppi, m.
Duppler, m.
Dupp-mäuser, m.
Tur, f.
Tür, f.
turaksen
Tür-angel, f.
tür-angeln, schw.
tür-ängeln, schw.
tur-angeln, schw.
Tür-band, n.
durch
durch-
durch-aus, Adv.
durch-backen, st.
durch-baden, st.,  schw.
durch-beißen, st.
durch-betteln, schw.
durch-blaueln, schw.
durch-bleuen, schw.
durch-bluten, schw.
durch-bohren, schw.
durch-braten, schw.
durch-brechen, st.
durch-brennen, schw.
Durch-brenner, m.
durch-bringen, st.,  schw.
Durch-bruch, m.
durch-bumpen, schw.
durch-buschieren, schw.
Durch-den-Wald, m.
Durch-die-Welt
durch-dörren, schw.
durch-drehen, schw.
durch-dreschen, st.
durch-dringlich, Adj.
durch-drücken, schw.
durch-eggen, schw.
durch-einand(er), Adv.
Durch-einander, m.
durcheinander-bringen, st.,  schw.
durcheinander-gehen, st.
durcheinander-haspeln, schw.
durcheinander-hauen, st.
durcheinander-häubeln, schw.
durcheinander-hecheln, schw.
durch-einanderig, Adj.
durcheinand(er)-jagen, schw.
durcheinand(er)-kommen, st.
durcheinand(er)-machen, schw.
Durcheinander-macher, m.
durcheinand(er)-mischen, schw.
durcheinand(er)-rösten, schw.
durcheinand(er)-rühren, schw.
durcheinand(er)-schlagen, st.
durcheinand(er)-schütteln, schw.
durcheinand(er)-stäbeln, schw.
durcheinand(er)-wühlen, schw.
wuhlen, schw.
durcheinand(er)-wursteln, schw.
durchen
Türchen
Türchen-dauge, f.
Durchener
durch-fahren, st.
Durch-fahrt, f.
Durch-fall, m.
durch-fallen, st.
durch-faukeln, schw.
durch-faul, Adj.
durch-faulen, schw.
durch-fechten, st.
durch-fegen, schw.
durch-feilen, schw.
durch-feimen, schw.
durch-fickeln, schw.
durch-ficken, schw.
durch-fickern, schw.
durch-filzen, schw.
durch-fischeln, schw.
durch-fisern, schw.
durch-fiseln, schw.
durch-fitscheln, schw.
durch-fitschen, schw.
durch-fitteln, schw.
   Duppel1 m.:
1. 'nachlässiger, träger Mensch', Tuppel (tubəl) [ PS-Heltbg]. —
2. 'ungeschickter, unbeholfener Mensch', Doppel [ BZ-Völkw]; vgl. PfWB Tappel, PfWB duppelig. Syn. s. PfWB Schlampes. — Zu *duppen 'ducken', das bei uns sonst noch in PfWB duppelig, PfWB Duppens und PfWB Duppmäuser erscheint; Tuppel ist hinsichtlich des Anlautes Teisel, Teischel, s. F. bei Deichsel, an die Seite zu stellen. — RhWB Rhein. I 1569 Duppel, VIII 1469 Tüppel 2; Saarbr. 53; LothWB Lothr. 109; ElsWB Els. II 645; Bad. I 599.
 
 
Duppel2 'Tadel, Fehler' s. PfWB Tupfel 1; Duppel-bank, -kraut, -schuß s. PfWB Doppelbank, PfWB -kraut, PfWB -schuß; duppelt s. PfWB doppelt.
 
 
duppelig Adj.: 'gebrechlich, alt'; e tubbelichi Fraa [Kühn Hamet 139]. — Abl. aus Duppel1. — RhWB Rhein. I 1577 düppelich; LothWB Lothr. 110 dublich; ElsWB Els. II 703 tupplig; Bad. I 600 dupplig.
 
 
tüppelig s. PfWB tüpfelig; tuppen s. PfWB tupfen.

[Bd. 2, Sp. 634]

 
  Duppens n.: 'unrechtmäßiges Erwerben von Geld'; vgl. PfWB Duppensgeld. Wenn z. B. der Schusterlehrling bei der Kundin für den reparierten Schuh einen höheren Betrag fordert, als vom Meister festgesetzt, sagt die Frau: Guck emol do, der will Duppes mache! [Kaislt]. — Zu dem bei uns sonst nicht belegten *duppen = PfWB ducken 1 d 'untertauchen', dem im weiteren Sinn die Bed. 'verschwinden lassen' beizugeben wäre. — Südhess. I 1852; Rhein. VIII 1470 Z. 29; Bad. I 600.
 
 
Duppens-geld n.: 'Geld, das man heimlich beiseiteschafft', vgl. PfWB Duppens. 's ganze Haushaltsgeld, ihr Weihnachtsgrosche unn 's Duppesgeld war schun druffgange [Feierowend Nr. 38/1953]. Südhess. I 1853. — -kasse f.: 'Geheimkasse mit dem Duppensgeld', nur Dim. Fascht jedi Fraa hat so newebei e hämliches Duppes- oder Schmuhkäßche, vun dem de Mann merschtendeels nix devun weeß [Feierowend Nr. 44/1955]. Südhess. I 1853; RhWB Rhein. I 1577 Duppkistchen.
 
 
Dupper s. PfWB Tupfer;