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Pfälzisches Wörterbuch 
 
Tuch-frucht bis Tuch-schal (Bd. 2, Sp. 588 bis 589)
 
   Tuch-frucht f.: = PfWB Tücherkorn, Duchfrucht [ PS-Heltbg]. — -gamasche f.: gew. Pl., -gamasche 'Gamaschen aus Segeltuch' [ LU-Alsh]. — -hose f.: wie schd., gew. Pl., -hosse [ KU-Adb Hundh Etschbg NW-Wachh], -hose [ RO-Odh].

[Bd. 2, Sp. 589]
Südhess. I 1799. — -kappe f.: 'Mütze aus Tuch', im Gegensatz zur Pelzkappe, -kapp [ KU-Hundh]. Südhess. I 1799. — -kleid n.: wie schd., -klaad [ KU-Kaulb]. Südhess. I 1799. — -kragen m.: 'Mantelkragen aus Tuch', im Gegensatz zum Pelzkragen, -kraa [verbr. WPf], -kraae [ KU-Gumbsw], -kraje [ KL-Lind], -krache (-grāöə) [ LU-Alsh]. Südhess. I 1799. — -laden m.: 'Tuchwarengeschäft', -lade [ KB-Kerzh]. DWB DWb. XI/1, 2 Sp. 1482. — -montur f.: 'Anzug aus Tuch', -mundur [ NW-Wachh]. — -rock m.: wie schd.; de schwarz Duchrock, Teil der Männertracht, 'Gehrock' [ ZW-Gr'bundb]. Südhess. I 1799.
 
  
Duch-roth ON: Dorf im Kr. RO, Duchroth (duxrōd). Neckname für die Bewohner von D.: Duchroorer Wind [ KU-Schmittw/O], Duchröther W. [ RO-Odh], weil sie angeblich gern viel Staat, viel Wind machen; zur Entstehung dieses Necknamens mag die hohe Lage des Ortes beigetragen haben, in dem der Wind häufig zu spüren ist. VR.: Wer geht über den Lemberg (Berg in der NPf) und spürt keinen Wind, durch Oberhausen (Nachbarort von D.) und sieht kein Kind, durch Duchroth und wird nicht gespott't, der hat große Gnad' bei Gott [Hebel 92]. — Nach Christmann SN I2 117/18 bedeutet das Grundw. Rodung, Rod. Bis um 1400 hieß der Ort einfach Rode (< ze dem Rode); dann wurde die besondere Kennzeichnung notwendig, weil in der Nähe noch zwei weitere Rode entstanden waren. Im ersten Wortteil steckt vermutlich ein alter PN.
 
  
Tuch-schal f. (!): 'Umhängeschal'; die groß Duchschal [ PS-Erfw]. Der Schal gehörte zur früheren Frauentracht; er wurde achteckig zusammengelegt und bei Hochzeiten getragen. —