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Trinker bis Trink-zimmer (Bd. 2, Sp. 521 bis 523) | |||
Trinker, m. trink-fest, Adj. Trink-geld, n. Trink-glas, n. Trink-kessel, m. Trink-lied, n. Trink-stieben, Pl. Trink-stube, f. Trink-wasser, n. Trink-wein, m. Trink-zimmer, n. drinnen, Adv. Trinschel, f. trinscheln, schw. Triplum, n. Trip-madam, f. Tripolis, n. tripp Trippe, f. Trippeler Trippel-handel, m. trippeln, schw. trippel-tänzig, Adj. trippel-tänzisch, Adj. trippel-trappel-naß, Adj. Trippen, Pl. trippen, schw.(?) Tripper, m. Trippler, m. Tripp-stadt, ON tripps-tripps tripp-trapp Trips-drille, f. trischachen trischakeln, schw. trischaken, schw. Trischaker, m. trischakieren, schw. trischaksen, schw. Drische, f.(?) trischieren, schw. drisselieren drisseln drissen drissieren drißlich Trisur Trisur-tisch Trisur-tuch Tritsch dritt, Num. Tritt, m. Tritt-brett, n. Trittchen Drittel, n. Drittel-herbst, m. Drittel-waage, f. Dritter, m. Tritter, m. Tritterling, m. Drittes, n. Dritt-gewanne, f. Drittgewannen-weg, m. dritt-halb, Adj. Dritt-halb, m. Dritthalb-ahm, f. dritthalb-jährig, Adj. Dritthalbmannesmahd-wiese, f. Dritthalb-viertel, n. dritthalb-zöllig, Adj. drittig, Adj. Dritt-klässer, m. Dritt-läuten, n. Drittler, m. Trittling, m. Dritt-schwarm, m. Dritt-stück, n. Triumph-bock, m. Triumph-bogen, m. Triwer trizen troa, Num. droben, Adv. droben-bleiben Droben-mutter, f. m. Droben-vater, f. m. Trockel, f. trockeln, schw. Trockel-stange, f. Trocken, f. trocken, Adj. trucken, Adj. Trocken-futter, n. Trockenheit, f. Trocken-hübeler, m. trockenig, Adj. Trockening trocken-legen, schw. trocken-leibig, Adj. trocken-machen, st., schw. | [Bd. 2, Sp. 522] Trenker hat sei Long (Lunge) uf der Sonneseit [ WD-Niedkch]. Er is grad kee schlechter Esser, awwer e guder Trinker [ Don Gottlob]. Volksgl.: Des kriet emol e Trinker, von einem Mädchen, das sich beim Waschen übermäßig naß macht [ FR-Hettldh]. Südhess. I 1736; RhWB Rhein. VIII 1370. 1. wie schd., Trinkgeld (driŋgęld) [fast allg.], Trenk- (dreŋ-) [ KU-Albess Wahnwg Schellw Langb Herchw Etschbg WD-Niedkch Hoof HB-Kirrbg Ingb], Trinkgald (driŋgald) [ RO-Rehborn PS-Schönau Busbg]. Syn.: PfWB Patschhand 3, PfWB Puppe 8, PfWB Daraufgeld 3, PfWB Trankgeld, PfWB Dusör, Glücks-, PfWB Handgeld, PfWB Larschan, PfWB Mummes, Sack-, PfWB Schmusgeld, PfWB Schores, Servis, PfWB Sputz, PfWB Weinkauf, Zasseras, PfWB Zehrgeld. Un kummt e Baureborsch an de Kaut (s. PfWB Brechkaute 1) vorbei, ... dann kriet'r middere Handvoll One (s. PfWB Agen 3) die Stiwwelabsätz abgerebb. Des muß'r mid'me Trinkgeld lohne [Kühn Schnitze II 38]. SprW.: Trinkgeld —Glücksgeld [ RO-Dielkch]. Beim Viehverkauf erhielten Knecht und Magd ein T. vom Käufer [(1925) verbr.] Brauchtum: In HB-Bexb entrichteten die Hochzeitsgäste ein T. als Lösegeld an die jungen Burschen, die den Hochzeitszug mit einer über den Weg gespannten Schnur aufhielten. In LU-Böhl erhält die Amme von den Paten und Verwandten des Kindes ein T. In KU-Schmittw/O halfen die Dorfbewohner beim Bau eines Hauses mit sogen. Bittfuhren: wer de erscht Woon (Wagen) voll Stäin bringt, kriet e Strauß un e Trinkgeld. a. 1515: Item 4 Pf. den knechten ... zu drink gelt [SpeyGgHospR]. a. 1521: Item 2 Sch. Pf. den kerchern (s. PfWB Kärcher) zu drinkgelt [ebd.]. a. 1522: 1 alb. den knechten geschenkt in drynckgelt den kalk zu ladenn [LandsbgKellR]. a. 1566-87: 4 schilling 4 Pf. zu drinkgelt [SSp. Kirchenrechn. Nr. 63]. — 2. a. 'Handgeld beim Dingen des Dienstboten' [(1925) verbr.]; vgl. PfWB Daraufgeld 2. Wenn der Dienstbote vor Antritt des Dienstes das T. zurückgibt, dann gilt das Dienstverhältnis als widerrufen: Er hat 's T. zurickgeschickt [ ZW-Battw]. — b. α. 'Anzahlung beim Abschluß eines Kaufes' [ PS-Schmalbg FR-Tiefth LU-Limbghf BZ-Stein GH-Minf]; vgl. PfWB Daraufgeld 1. — β. 'Zugabe zum Kaufpreis beim Viehhandel'. Es soll den noch zögernden Verkäufer zum Handelsabschluß bereit machen: Du kriescht noch e T. [ KU-Roßb]. — Südhess. I 1736; RhWB Rhein. VIII 1370; Bad. I 561. [Bd. 2, Sp. 523] bedeite wiescht Wedder [Fogel Beliefs Penns Nr. 1149]. a. 1793: 2 Trinkgläser [RO-O'hs (Inventarium Krebs)]. Südhess. I 1736; Bad. I 561. — -kessel m.: 'Kessel zum Wasserkochen'. a. 1537: Ein Drinckkessel messin (aus Messing) [SpeyTreudInv.]. RhWB Rhein. VIII 1370. — -lied n.: wie schd. Ich un mei Fläschche sinn immer beisamme, hääßt's im alde Trinklied [Kühn Schnitze I 121]. — -stieben Pl.: 'heftiger Durst', Trinkstiewe (-dīwə) [ KU-Mühlb]. Zum Grundw. s. Stiebe. — -stube f.: 1. 'Lokal, in dem man Getränke zu sich nimmt', Trinkstubb [ NW-Frankeck]; vgl. PfWB Bierstube. Syn. s. PfWB Butik 3 a. — 2. 'Stube neben dem Tanzsaal, in der getrunken wird', -stubb (-dub), -stobb (-dob) [verbr.]; dafür auch PfWB Trinkzimmer, PfWB Wirtsstube. Dim.: -stibbche (-dibχə) [ PS-Gersb KB-Albish]. a. 1572/73: der herren Drinckstube [SSp., Leiningen 10a, Zinsbuch von NW-Dürkh]. Südhess. I 1737; Bad. I 561. — -wasser n.: wie schd., -wasser [verbr.]. Die hän gut T. [ LA-Gommh]. T. brauche m'r käns; mer hän jo Woin [ NW-Freinsh]. Südhess. I 1737; Bad. I 561. — -wein m.: 'minderer Wein, der als Haustrunk dient', im Gegensatz zum guten Wein, der für den Verkauf bestimmt ist, -wein, -wein, woin, s. PfWB Wein [verbr.]. Syn. s. PfWB Rachenputzer. a. 1547: drinckhwein [ZweibrOABannb. 2]. Südhess. I 1737; ElsWB Els. II 830/31; Bad. I 561. — -zimmer n.: = PfWB Trinkstube 2, -zimmer [ KL-Fischb].
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