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Pfälzisches Wörterbuch 
 
drei-gäbelicht bis drei-hundert (Bd. 2, Sp. 476 bis 477)
 
drei-gäbelicht, Adj.
drei-gedrähtelt, Adj.
drei-gedreht
drei-genäht, Adj.
Drei-gewanne, f.
drei-gliedrig, Adj.
Drei-handschlag, m.
drei-herrig, Adj.
Drei-hockelns, n.
Drei-hübel, FlN
drei-hundert, Num.
drei-jährig, Adj.
Dreikäse-hoch, m.
Drei-könig, m.
Dreikönigs-abend, m.
Dreikönigs-buben, Pl.
Dreikönigs-jahr, n.
Dreikönigs-tag, m.
Dreikreuze-macher, m.
Dreikreuzer-stand, m.
Dreikreuzer-stück, n.
Drei-lach, n.
Drei-läufer, m.
drei-läufig, Adj.
Dreiling, m.
Drei-loog
drei-mal, Adv.
Drei-männer, m.
Dreimänner-tabak, m.
Dreimänner-wein, m.
Dreimänner-zigarre, f.
Drei-mark, f.
Dreimärker-stein, m.
Dreimark-stein, m.
Dreimark-stück, n.
Drei-master, m.
Dreimeter-strich, m.
drein
Drein-geld
Dreipfennigs-laden, m.
drei-pfotig, Adj.
Drei-pfünder, m.
Drei-rad, n.
drei-schoppig, Adj.
Dreisen, ON
Treis-kammer, f.
drei-spännig, Adj.
Drei-spitz, m.
Drei-spitze, f.
drei-spitzig, Adj.
dreißig, Num.
drei-steckelig, Adj.
drei-stöckig, Adj.
drei-strichig, Adj.
drei-teilig, Adj.
Drei-teufel, m.
Treitsch, (Gen.?)
Treitschel, f.
treitscheln, schw.
Dreiuhr-zug, m.
drei-und-dreißig, Num.
Dreiundvierzig-morgen, FlN
drei-viernzelig, Adj.
drei-viertel(s), Num.
Dreiviertel-stein, m.
dreiviertels-tot, Adj.
Dreiviertel-stunde, f.
dreizechtig, Adj.
drei-zehn, Num.
Drei-zeichen, n.
drei-zeilicht, Adj.
drei-zeilt
Dreizentner-sau, f.
drei-zinkig, Adj.
Drei-zipf
drei-zipfig, Adj.
drei-zöllig, Adj.
Dreizopf
Drell
Drelles
tremchen
Tremens, m.?
Tremens-delirium, m.
Trendel, f.
trendeln, schw.
Trendler, m.
trennen, schw.
Trensche
Trense, f.
trensen
Trensen-geschirr, n.
Trentsche
Treppe, f.
Trappe, f.
Treppen-geländer, n.
Trappen-geländer, n.
Treppen-haus, n.
Treppen-rütscher, m.
Treppen-schisser, m.
Treppen-seicher, m.
  drei-gäbelicht Adj.: 'dreigabelig'. a. 1606: eine dreygäbelechte Eiche [SSp., Hanau-Lichtbg. 7 (PS-Lembg)]. — -gedrähtelt Adj.: = PfWB dreigedreht 1 a, dreigedrähtelt [ GH-Schwegh]. Vgl. Südhess. I 1706 dreidrähtelig. — -gedreht:
1. 'langsam, ungeschickt'.
a. adj., auch subst. Der es so dreigedreht (-gədrēd) [KU-Kaulb, verbr., auch Gal], so schleeheesich un d. [ KB-Gauh]. Des is en dreigedrehter Mensch [NW-Ungst, verbr.], e d. Bännel [ KU-Adb], en närrischer, d. Hoschpel [ NW-Gimmdg], en Dreigedrehter [LA-Nußd, verbr.], so e alter Dreigedrehter [LU-Opp, verbr.]; vgl. PfWB dreigedrähtelt, PfWB hebgedreht. Syn. s. PfWB überzwerch. —
b. adv. Er kummt so dreigedreht doher [Hebel 22]. Red nit so d.! 'Sei nicht so mundfaul!' [ NW-Neidfs]. —
2. and. Bed.
a. 'scheindumm, in Wirklichkeit pfiffig' [ RO-Messbhf]. Vielleicht durch Vermischung mit dreigenäht 1 ? —
b. von einem, der sich ungebührlich benimmt, e Dreigedrehter [ PS-Hermbg]. — Südhess. I 1708; RhWB Rhein. I 1468. — -genäht Adj. :

[Bd. 2, Sp. 477]

1. 'pfiffig, schlau', dreigenäht [Zweibr PfId. 36 (Bliesgau) NW-Haßl Spey]; vgl. PfWB siebengescheit. Syn. s. PfWB schlau. Das is e Dreigenähter [Wilms Alph. 19]. —
2.
a. 'langsam, träge'; e Dreigenähter [ IB-Rohrb]; so e dreigenähter Lahmarsch! [ ZW-Battw]; vgl. PfWB dreigedreht 1 a. Syn. s. PfWB überzwerch. —
b. adv. Er kummt so dreigenäht doher [ PS-Hintwdth Erfw BZ-Albw]. — Südhess. I 1708; RhWB Rhein. I 1468; LothWB Lothr. 101; Bad. I 549.
 
  
Drei-gewanne f.: 'Feldstück in Dreieckform', Dreigewann [ KB-Kriegsf]; vgl. PfWB Dreispitze.
 
  
drei-gliedrig Adj.: dreigliedrichi Walz 'dreiteilige Ackerwalze' [ SP-Mechth].
 
  
Drei-handschlag m.: 'Barlauf', ein Turnspiel, Dreihandschlaach [ KB-Biedh].
 
 
drei-herrig Adj.: 'auf der Grenze dreier Herrschaften stehend', von Grenzsteinen. a. 1537: ein Stein ..., der die drew gericht Falckenstein, Alsentzbruck vnd Lonßfelt entscheit. Item vonn demselbigen dreyherigen stein an stent sechs stein [SSp., Schöffenweist. Falkenstein, Bl. 5]. a. 1600: ist ein dreyherricher stein, scheid Pfalz, Sickingen und Otterburg Von einander [Vellmann Wolfst]. RhWB Rhein. I 1468; DWB DWb. II 1383.
 
  
Drei-hockelns n.: ein Spiel mit Klickern, Dreihockels [ GH-Zeisk]. Spielregel: Jeder Teilnehmer setzt drei Klicker in den Kreis. Dann wird aus einer Entfernung von 2-3 m von einem Strich aus auf die gesetzten Klicker gescheibelt (s. PfWB scheibeln). Aus dem Kreis herausgeschossene Klicker gehen in das Eigentum des Scheibelnden über. Wenn ein Setzklicker nur berührt wird, darf der Wurf wiederholt werden. Bleibt der Wurfklicker im Kreis liegen, ohne einen Setzklicker zu berühren, darf der nächste Spieler sein Glück versuchen. Wer einen im Kreis liegengebliebenen Wurfklicker trifft, darf sich alle anderen Klicker herausnehmen, und das Spiel ist beendet. Gescheibelt wird nur das erstemal vom Strich aus; außerhalb des Kreises liegende Klicker werden mit dem Finger gekneibelt (s. kneibeln). — -hübel FlN: Name eines Ödlandes bei KL-Mehling, Dreihewwel, 1725: die Dreihübel [NPfGV 1912 S. 34].
 
 
drei-hundert Num.: wie schd., dreihunnert [allg.]. a. 1305: druhunnert iar [OttbgUrkb. 267]. Südhess. I 1708; Rhein. I 1468; Bad. I 549. —