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Pfälzisches Wörterbuch 
 
Drei-dreherlich bis Dreifaltigkeits-blume (Bd. 2, Sp. 474 bis 476)
 
Drei-dreherlich, n.
Drei-eck, n.
Drei-eckchens, n.
drei-eckig, Adj.
Drei-einigkeit, f.
Dreier, m.
dreierlei, Adj.
Drei-etascher, m.
drei-fach, Adj.
Drei-faltigkeit, f.
Dreifaltigkeits-blume, f.
Dreifaltigkeits-sonntag, m.
treife(r)
Drei-fuß, m.
drei-gäbelicht, Adj.
drei-gedrähtelt, Adj.
drei-gedreht
drei-genäht, Adj.
Drei-gewanne, f.
drei-gliedrig, Adj.
Drei-handschlag, m.
drei-herrig, Adj.
Drei-hockelns, n.
Drei-hübel, FlN
drei-hundert, Num.
drei-jährig, Adj.
Dreikäse-hoch, m.
Drei-könig, m.
Dreikönigs-abend, m.
Dreikönigs-buben, Pl.
Dreikönigs-jahr, n.
Dreikönigs-tag, m.
Dreikreuze-macher, m.
Dreikreuzer-stand, m.
Dreikreuzer-stück, n.
Drei-lach, n.
Drei-läufer, m.
drei-läufig, Adj.
Dreiling, m.
Drei-loog
drei-mal, Adv.
Drei-männer, m.
Dreimänner-tabak, m.
Dreimänner-wein, m.
Dreimänner-zigarre, f.
Drei-mark, f.
Dreimärker-stein, m.
Dreimark-stein, m.
Dreimark-stück, n.
Drei-master, m.
Dreimeter-strich, m.
drein
Drein-geld
Dreipfennigs-laden, m.
drei-pfotig, Adj.
Drei-pfünder, m.
Drei-rad, n.
drei-schoppig, Adj.
Dreisen, ON
Treis-kammer, f.
drei-spännig, Adj.
Drei-spitz, m.
Drei-spitze, f.
drei-spitzig, Adj.
dreißig, Num.
drei-steckelig, Adj.
drei-stöckig, Adj.
drei-strichig, Adj.
drei-teilig, Adj.
Drei-teufel, m.
Treitsch, (Gen.?)
Treitschel, f.
treitscheln, schw.
Dreiuhr-zug, m.
drei-und-dreißig, Num.
Dreiundvierzig-morgen, FlN
drei-viernzelig, Adj.
drei-viertel(s), Num.
Dreiviertel-stein, m.
dreiviertels-tot, Adj.
Dreiviertel-stunde, f.
dreizechtig, Adj.
drei-zehn, Num.
Drei-zeichen, n.
drei-zeilicht, Adj.
drei-zeilt
Dreizentner-sau, f.
drei-zinkig, Adj.
Drei-zipf
drei-zipfig, Adj.
drei-zöllig, Adj.
Dreizopf
Drell
Drelles
tremchen
Tremens, m.?
Tremens-delirium, m.
Trendel, f.
trendeln, schw.
Trendler, m.
   Drei-dreherlich n.: ein alter schneller Tanz, de Dreidrehrlich [ WD-Niedkch]. Kontamination aus Dreher 4 und Dreitritt (zu letzterem s. Südhess. I 1711; RhWB Rhein. I 1473; Bad. I 551). — -eck n.:
1. 'von drei Seitenlinien begrenzte Fläche'.
a. von der geometrischen Figur, Dreieck [allg.]. —
b. FlN für dreieckige Feldstücke; Im Dreieck [LA-Impfl]. —
2.
a. 'dreieckiges Malzeichen, nach dem beim Klickerspiel geworfen

[Bd. 2, Sp. 475]
wird' [ WD-Hoof BZ-O'ottb GH-Westh Lingf]. Syn. s. PfWB Kaute. —
b. ein Klickerspiel [ IB-Rubh]; vgl. PfWB Dreieckchens. — Südhess. I 1706/07; RhWB Rhein. I 1467; Bad. I 547. — -eckchens n. : ein Klickerspiel, Dreieckchers [ ZW-L'wied]; vgl. PfWB Dreieck 2 b. Rhein. I 1467, Z. 42.
 
  
drei-eckig Adj.: wie schd., dreieckich [verbr.]; e dreieckiches Duch 'Tuch in Dreiecksform' [verbr.]; e dreieckicher Kopp 'unebenmäßiger, häßlicher Kopf' [ HB-Breitft ZW-Gr'bundb]. Südhess. I 1707; RhWB Rhein. I 1467; ElsWB Els. I 27; Bad. I 547.
 
 
Drei-einigkeit f.:
1. wie schd., Dreieinigkeit [verbr.]; vgl. PfWB Dreifaltigkeit. —
2. FlN für eine markante Stelle an der Straße von Kaislt nach KL-Weilb. An dieser Stelle blieben nach der Rodung des Waldes drei dicht beieinander stehende gleich hohe Bäume (Eiche, Buche und Fichte) stehen. Der davon entstandene Name wurde dann auf einem Stein festgehalten [Christmann FlN 220]. RhWB Rhein. I 1467; Bad. I 547.
 
 
Dreier m.:
1.
a. 'die Ziffer 3'; e Dreier schreiwe [verbr.]. —
b. 'die Schulnote 3' [verbr.]; vgl. PfWB Dritter. —
2. altes Geldstück, vgl. PfWB Dreibätzner. KR.: Guten Tag Herr Meier! Was kosten die Eier?Ein Dreier.Das ist mir zu teuer!Ein Pennig.Das ist mir zu wenig!Ein Batzen.Da muß ich mich kratzen.Ein Zweer (Zweier). — Das geht schon eher! [Feierowend Nr. 3/1950]. — Südhess. I 1707; RhWB Rhein. I 1474; ElsWB Els. II 737; Bad. I 547.
 
 
dreierlei Adj.: wie schd.; dreierlee Kuche [ Gal-Dornf]; dreierläär (mit Wiederholung des -r- des ersten Wortteils am Ende des zweiten) [Heeger SOPf 29]. Brauchspr.: Dreierlei Kräutche, hääl mer mein Häutche, still mer mein Blut, daß es sei Lebtag net meh weh duht [Wilde 135]. Südhess. I 1707; RhWB Rhein. I 1474; Lothr. 101; Bad. I 547/48.
 
  
Drei-etascher m.: 'Bienenkasten mit drei Halbrähmchen übereinander', Dreietascher [ BZ-Klingmst, KL-Matzb RO-Bistschd]; vgl. PfWB Dreibeuter. — Das Grundw. zu frz. étage.
 
 
drei-fach Adj.: wie schd.; 's Dreifache (einer bestimmten Summe) zahle [KL-Kindsb, verbr.]; dreifach for eppes biße (büßen) [ Gal-Dornf]. Südhess. I 1707; Bad. I 548.
 
  
Drei-faltigkeit f.:
1. 'die Dreieinigkeit Gottes'. O heilige Dreifaltigkeit! Ausruf beim Vernehmen einer bösen Nachricht [ LU-Oggh GH-Kand]. —
2. = PfWB Dreifaltigkeitssonntag. BR.: Wann's uf Dreifaltigkeit raanelt (regnet), dann geht's Drittel vun de Frucht (Getreide) ab, wann's schun aus'm Speicherfenschder luht (lugt 'schaut') [ GH-Neubg]. —
3. 'die drei zum Schwur erhobenen Finger'. a. 1559: die zween Finger und den Daumen abhauen, ... die die Heylige dreyfaltigkeit bedeuten; das ganze Zitat s. bei PfWB Daumen 1. — Südhess. I 1707; Lothr. 101; Bad. I 548.

[Bd. 2, Sp. 476]

 
   Dreifaltigkeits-blume f.: 'Stiefmütterchen (Viola tricolor)', Dreifaldichkätsblum [ GH-Scheibhdt], -blimche [ GH-Weingt Berg Gal-Augustd], -blimelche [ PS-Bruchw], -bliml [ GH-Bellh], -blimle [PS-Bundth LA-Herxhwey GH-Wörth Wilde 235]. Syn. s. PfWB Stiefmütterchen. Südhess. I 1707; RhWB Rhein. I 1467; ElsWB Els. II 157; Bad. I 548. —