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traurig bis Dräußler (Bd. 2, Sp. 438 bis 440) | |||
traurig, Adj. Traurigkeit, f. Trau-ring, m. draus trausam, Adj. Trauschel, f. trauschelig, Adj. trauschicht, Adj. drauß, Adv. draußen, Adv. draußen-herum, Adv. Dräußler Traut, Gen.? Trau-tag Trauung, f. Drauwe Trauwel Drau-wort, n. Trau-zeuge, m. travailler Traverse trawackeln, schw. trawaijen Trawaldin Trawall, m. trawall, Adv. trawallen, schw. trawalljen, schw. trawallern, schw. trawallesieren, schw. trawallieren, schw. trawallisch, Adj. trawalljen Trawannes traweln, schw. Trawer Trawers trawer, Adj. trawickeln Trawunzel Treben, Pl. Treber, Pl. Treber+-most, m. Treber-wein, m. Drech(e) drechseln, schw. Drechsler, m. Dreck, m. Dreck-abziehchen, n. Dreck-amsel, f. Dreck-arbeit, f. Dreck-arsch, m. dreck-ärschig, Adj. Dreck-atzel, f. dreck-augig, Adj. Dreck-backen, Pl. Dreck-bäcker, m. Dreck-balg, m. Dreck-bampel, m. Dreck-bande, f. Dreck-bandel, m. Dreck-barg, m. Dreck-bartel, m. Dreck-batzen, m. Dreck-bauer, m. Dreck-beele, f. Dreck-biene, f. Dreck-bobert, m. Dreck-bolle, f. m. Dreck-bollen, f. m. Dreck-brei, m. Dreck-buhlen Dreck-bürste, f. Dreck-butik, f. Dreck-butz(en), m. Dreck-delle, f. Dreck-drossel, f. Dreck-druschel Dreck-dulle, f. Dreck-eber, m. Dreck-eimer, m. drecken, schw. Drecker(t), m. Dreckert-leser, m. drecket Dreck-ferkel, n. Dreck-finger, m. Dreck-fink, m. Dreck-fisch, m. Dreck-fratz, m. Dreck-frekkel Dreck-fresser, m. f. Dreck-fresserin, m. f. Dreck-frosch, m. Treck-garn, n. Dreck-gauz Dreck-graben, m. Dreck-gras, n. Dreck-grübler, m. Dreck-gusche, f. | 1. a. 'voll Trauer, bekümmert, betrübt', traurich (drauriχ, -i) [fast allg.], trurich (drūriχ) [lothr. SWPf], trawwerich [ Gal-Josbg]. Syn.: PfWB trostlos, -mütig, PfWB trübselig, PfWB kopfhängerisch, PfWB leidmütig, PfWB untröstlich. Er is traurisch [Kaislt, allg.]; dafür auch: Er macht e traurisch Gesicht [ RO-Lohnsf, allg.], trauriche Aue [KU-Schmittw/O, verbr.]. Beim Leichims 'Trauerimbiß' geht's manchmol garnet so traurich zu [ KL-Reichb]. Wie traurich, wammer soll un kann nimmi! [RO-Dielkch, verbr.]. — b. 'traurige Empfindungen weckend'. Das is e traurichi Geschicht [Kaislt, verbr.]; e traurich Weller (Wetter) [KU-Bedb, verbr.]. Der Sonntag vor Palmsonntag heißt trauricher Sunndaa [ HB-Kirrbg]. — 2. 'elend, erbärmlich', von charakterlich minderwertigen Menschen. Du trauricher Kerl! [ KU-Kaulb Schmittw/O ZW-Käshf Biedhs KL-Baalbn KB-Kriegsf]; e trauricher Gascht [ LU-Opp]. Du armer Tropp, du trauricher! [ KB-Bischh]. Du kummscht mer grad erecht, du Stramer (Stromer), du trauricher! [ NW-Gimmdg]. Du trauricher Arsch! [ KU-Bedb], trauricher Hund! [ZW-Lambsbn, verbr.], trauricher Dreckspatz! [ IB-Herbh]. Das is e traurichi Gsellschaft [ LU-Opp], e traurich Wertschaft [ebd.]. SprW.: Aus 'me trauriche Aarsch kommt kän frehlicher Forz [ KL-Einsdhf]. — Südhess. I 1667; RhWB Rhein. VIII 1311/12; LothWB Lothr. 109; ElsWB Els. II 764; Bad. I 537. [Bd. 2, Sp. 439] 1. a. 'dicht, buschig, üppig; niedrig, aber dicht verzweigt', von Pflanzen, trauschelich (drau(ə)liχ, -i) [westl. WPf]; vgl. PfWB trauschicht, PfWB truschelig2 1. Das is e trauschelich Bäämche, weil seine Zweige auseinanderstreben und herabhängen [ KU-Friedhs]; en t. Steckelche 'voll ausgebildete Pflanze, bes. die Blumenpflanze' [ KU-Rammb]; e trauschelicher Krautkopp 'breit auseinander gewachsen und fett' [ KU-Kaulb]; trauscheliche Grumbeersteck 'gut ausgebildete Kartoffelstauden' [ KU-Föckbg]. Die Plänzelcher sein trauschelich, von niedrigen, aber kräftigen Setzlingen [ KU-Schmittw/O]. — b. 'gekräuselt', von Blättern, 'bauschig', von Stoffen [ KU-Lauteck Bosb Eschau Nerzw HB-Höch Peppk]. — 2. a. 'gutgenährt, fett, dick', vom Menschen; e trauschelich Kind [ KU-Hundh Eschau Neunkch]; vgl. PfWB truschelig2 2. Die es schon ganz trauschelich, von einer Schwangeren [ KU-Frohnf]. — b. 'faul träge, langsam'; e trauschelich Ding, von einem langsamen Mädchen [ KL-Enkb KB-Niefh Mauchh]; vgl. PfWB truschelig2 4. — c. 'liederlich' [ RO-Obd Schiersf LU-Fußgh]; vgl. PfWB truschelig2 3. — 3. 'trüb', von Flüssigkeiten [ FR-Albsh]. — 4. and. Bed. und zweifelhaft, ob hierher gehörend; e trauschelich Klaad 'ein gut gefallendes Kleid' [ KU-Heinzhs], e trauschelich Haus 'ein anheimelndes, wohnliches Haus' [ LU-Böhl]. — Südhess. I 1672 traunschelig; RhWB Rhein. I 1438 drauschelig; DWB DWb. II 1347/48. 1. 'außerhalb eines Raumes, eines Ortes, eines Landes', drauß (draus) [fast allg.], drauße [ NW-Frankeck], druß (drus) [lothr. SWPf]. Drauß uf der Stroß geht er [ ZW-Battw]. Kaum, daß er die Deer drauß war [Feierowend Nr. 39/1967]. Ich bleib heit drauß (auf dem Feld), ehr kennen mer's Middagesse naus- [Bd. 2, Sp. 440] bringe [ Gal-Dornf]. So gut, wie dasjohr die Frocht drauß es, so war se schun lange Johre net [RO-Münstapp]. Drauß is so dunkel wie in're Kuh [NPfGV Nr. 8/1934]. Do hinne drauß, von der WPf [Neustdt]. O scheeni, kleeni Fensemaus (Erdeichhörnchen?), wie lebscht du doch so luschdich drauß! [Birmelin Penns Gezw. 85]. SprW.: Licht un Luft ins Haus, halt de Dokder drauß [ SP-Harths]. Wer drin is (in der Ehe), will naus; wer drauß is, will nin [ Don-Gottlob]. VR.: Var'm Darf drauß stehre (steht ein) Wertshaus; guckt e Fraa raus, haaßt (heißt) Gret; hore (hat ein) Lippmaul, hore Lappmaul un e Noos wie e Drumbeet [KU-Rothsbg (Mang 231)]. Einen VR. der Hütejungen s. bei PfWB darumsein. — Im Wortpaar drinn un drauß 'innerhalb und außerhalb des Ortes' [ KU-Schmittw/O]; vgl. auch Pälzer vun drinne un drauße 'Pfälzer, die in und außerhalb der Pfalz leben'. — 2. draußen sein 'beim Fangspiel ausscheiden' in den AR.: Ich zähle aus und du bist drauß [ RO-Falkst]. Männche, Männche, hupps ins Pännche; hupps eraus un du bischt drauß [ KL-Schneckhs]; Var. hierzu s. PfWB malen. — 3. s. darüber-, PfWB neben-, PfWB obendraußen. — Südhess. I 1390 darauß, daraußen; RhWB Rhein. I 1261 u. 1262; LothWB Lothr. 109; ElsWB Els. I 79; Bad. I 537.
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